Unbequeme Wahrheit: Wasserstoffauto in Europa faktisch tot

Veröffentlicht am 07.07.2025, 13:58

LKWs – Einzige Hoffnung?

Wasserstoffautos: Auslaufmodell mit Resthoffnung

Trotz hochtrabender Ankündigungen – wie jüngst von BMW-Chef Oliver Zipse – ist der Traum vom Wasserstoffauto in Europa faktisch tot. Während BMW (ETR:BMWG) bis 2028 ein Serienmodell auf den Markt bringen will, haben fast alle anderen Autobauer längst aufgegeben: Audi, Mercedes (ETR:MBGn), VW (ETR:VOWG), Renault (EPA:RENA) und Opel (NYSE:GM) haben ihre Projekte eingestellt. Nur Toyota (TYO:7203) und Hyundai (KS:005380) halten noch an ihren Modellen fest – weltweit randständig.

Kaum Autos, kaum Tankstellen, kein Markt

In Deutschland wurden im ersten Quartal 2025 gerade einmal acht neue Wasserstoffautos zugelassen. Insgesamt sind nur rund 1800 Fahrzeuge mit Brennstoffzelle unterwegs – bei über 49 Millionen Pkw. Gleichzeitig schrumpft das Tankstellennetz: Marktführer H2 Mobility schließt 22 seiner ohnehin wenigen Stationen. In Österreich gibt es gar keine öffentlichen Wasserstoff-Tankstellen mehr.

Krepieren Wasserstoff-Aktien jetzt genauso wie Cannabis-Aktien?

Einst verheißungsvoll gestartet und am Ende Kapital vorwiegend von Kleinanlegern total vernichtet. Setzt man als Anleger von Aktien wie NelASA, Bloom Energy und Plug Power (NASDAQ:PLUG) auf eine tote Branche? Sollte sich jeder retten, der es noch kann? Diese Frage beantworten wir in unserer Video-Analye:

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Im 3-Jahres-Vergleich wäre eine Investition in den S&P 500 deutlich besser gewesen als in den Wasserstoff-Sektor. Nicht nur NelASA sieht im direkten Vergleich äußerst schlecht aus, auch die Benchmarkt aus der Branche schneidet extrem schwach ab.

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Technologie mit verpasstem Durchbruch

Die Idee war einst vielversprechend: Wasserstoffautos erzeugen Strom an Bord, fahren emissionsfrei und lassen sich schnell betanken. Doch die Technik ist teuer, ineffizient und umständlich. Sie konnte nie mit batterieelektrischen Autos mithalten, die inzwischen in Ladezeit, Reichweite und Infrastruktur klar überlegen sind. Moderne Akkus laden heute in Sekunden für mehrere Kilometer. Wasserstoff hat hier keine Chance mehr.

Der Markt hat längst entschieden

H2 Mobility hat seine Strategie längst geändert: Statt auf Pkw konzentriert man sich auf Nutzfahrzeuge. Denn für Busse und Lkw auf Langstrecke könnte Wasserstoff vereinzelt sinnvoll sein: Große Reichweiten, wenig Ladeinfrastruktur. Doch selbst dort setzt ein Großteil der Branche auf Batterien.

EU-Vorgaben als letzte Hoffnung?

BMW hofft nun auf politische Hilfe aus Brüssel. Die EU verlangt bis 2030 den Ausbau eines Wasserstoff-Tankstellennetzes. Doch ob sich daraus echte Nachfrage ergibt, ist fraglich. Denn klar ist: Ohne Autos gibt es keine Tankstellen, und ohne Tankstellen keine Autos.

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Aktuelle Kommentare

ich verstehe nicht, dass die BMW Aktionäre nicht interveniert haben, hier Milliardenbeträge unsinnig für Wasserstofffahrzeuge zu verschwenden.
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Das stimmt zwar, aber dennoch steht BMW unter Zipse bisher am besten da. Zipse ist der einzige Vorstand, dessen Vertrag über seinen 60. Geburtstag hinaus verlängert wird. Die Aktie ist aktuell auch im Aufwind und könnte eine ganz spannende Sache für uns werden. Das honorieren die Aktionäre wahrscheinlich und sehen den Vorstoß Richtung Wasserstoff als weiteres Standbein als kein Problem.
Stellantis verabschiedet sich laut aktueller Meldung auch von Wasserstoff und Brennstoffzelle. Mal sehen, wann auch BMW begreift, dass auf drei Hochzeiten tanzen ins Geld geht.
Na endlich kehrt Vernunft ein; jetzt wo die fdp in der Versenkung verschwunden ist. Einfacher als über den Umweg bzw. Speicherwerkstoff Wasserstoff kann man seinen Wirkungsgrad nicht nach unten und die Komplexität im Handling nach oben treiben. Jetzt aber bitte nicht (wieder aufhören) zu denken, denn für Fluggeräte ist es (noch) Relevant. Lithium-Luft verfolge ich nicht mehr aktiv; es war schon öfter nahe der Marktreife als das FSD vom musk.
KEINER kann hier die Zukunft voraussagen! Jede Technologie unterliegt dem Fortschritt der jenseits unserer “einfache” Denkweise liegt.
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Das ist richtig, aber dennoch gibt es Fakten, die in eine Richtung zeigen. Im Moment zeigen die Zeiger auf Batterietechnologie. Auffällig ist, dass fast die gesamte Automobilbrache weltweit darauf setzt. Würde sie nicht, wenn die Technologieoffenheit hier wirklich noch eine hohe Relevanz hätte.
Die Schifffahrt wird so lange die Flagge wechseln bis es ein globales Verbot von Schweröl o.Ä. als Kraftstoff für die Schifffahrt geben wird; also extrem unwahrscheinlich. Es könnte sein das Länder mit CO2-Gewissen die Einfahrt in Ihre Häufen, angetrieben mit diesem Kraftstoff, mehr und mehr verbieten werden. Googlen Sie doch mal die Anforderungen an -Transportunternehmen- welche am Rotterdamer Hafen -mitmachen möchten-. Aber okay, dann werden die letzten Seemeilen halt elektrisch "powered by Natrium Battery" zurückgelegt. Und vergessen Sie nicht die Möglichkeiten der elektrischen Rekuperation Frau Kraus. Im Wasser- und vor allem der Luft-Fahrt ehr sinnfrei; bei PKWs aber eine schöne Sache; insbesondere da Batterien durch ihr hohes Gewicht eine tolle träge Masse darstellen und die Bereifung eine brauchbare Haftung auf der Straße bei Wind und Wetter haben müssen. Just ask your local engineering student. VG von einem Senior Developer
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