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Mit dem Ende des Shutdowns der US-Regierung liegt nun wieder eine Reihe wichtiger Daten vor, die eine Einschätzung der Wachstumsaussichten der US-Wirtschaft ermöglichen. Insgesamt zeigt sich das BIP-Wachstum weiterhin robust – trotz einiger schwächerer Arbeitsmarktindikatoren. Die Verbraucher bleiben ausgabefreudig. Die Inflation liegt knapp unter 3,0 %. Gleichzeitig bleibt das Bundesdefizit auf einem sehr hohen Niveau. Die Steuereinnahmen bestätigen jedoch, dass die Wirtschaft nach wie vor expandiert.
Trotz dieser gemischten Signale dürfte die Fed – die den Leitzins bereits zwischen September 2024 und Oktober dieses Jahres um 150 Basispunkte gesenkt hat – bei der Sitzung des Offenmarktausschusses am 10. Dezember eine weitere Zinssenkung vornehmen. Der S&P 500 scheint damit erneut Kurs darauf zu nehmen, im Rahmen einer möglichen Jahresendrally die Marke von 7000 Punkten zu erreichen.
Hier ein Blick auf die aktuellen Daten:
(1) Das reale BIP. Das Bureau of Economic Analysis hat die Wachstumsrate des realen BIP für das 2. Quartal von der vorläufigen Schätzung von 3,0 % (hj., real) auf 3,8 % nach oben revidiert. Das GDPNow-Modell der Atlanta Fed signalisiert für das 3. Quartal ein Wachstum von 3,9 % (Grafik). Diese Zahlen sind solide und deuten auf ein kräftiges Produktivitätswachstum hin.

(2) US-Einzelhandel. Im September legten die Einzelhandelsumsätze gegenüber dem Vormonat nur um 0,2 % zu, nachdem sie im August noch um 0,6 % gestiegen waren (Grafik). Dennoch dürften die realen Konsumausgaben im 3. Quartal laut dem GDPNow-Modell bei soliden 3,2 % liegen (hj, real).

(3) Unternehmensumfragen. Die monatlichen regionalen Konjunkturumfragen von fünf der zwölf Fed-Distriktbanken zeigen, dass das verarbeitende Gewerbe auch im November verhalten blieb (Grafik). Zusammengenommen deuten sie darauf hin, dass der vom ISM ermittelte nationale Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes/M-PMI bei 50,0 oder darunter verharrt hat.

Der von S&P Global erhobene M-PMI fiel im November auf 51,9, blieb damit jedoch klar über der Marke von 50,0. Der S&P Globale Einkaufsmanagerindex des nicht-verarbeitenden Gewerbes stieg im Monatsverlauf auf robuste 55,0 (Grafik).

(4) Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung ging in der Woche vom 21. November auf lediglich 216.000 zurück (Grafik). Dies deutet darauf hin, dass die Zahl der Entlassungen weiterhin niedrig bleibt. Die anhaltenden Anträge zeigen jedoch, dass die Dauer der Arbeitslosigkeit zugenommen hat, da es länger dauert, eine neue Stelle zu finden. Entsprechend stieg die Arbeitslosenquote im September auf 4,4 %, nach 4,3 % im August. Zudem suchten in diesem Monat mehr Menschen aktiv nach Arbeit.

Der Challenger-Bericht über angekündigte Entlassungen verzeichnete im Oktober einen deutlichen Anstieg (Grafik). Dieses Maß ist jedoch deutlich volatiler und weniger aussagekräftig als die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung.

Der Index für das Verbrauchervertrauen zeigt, dass der Anteil der „verfügbaren Arbeitsplätze“ im aktuellen Monat mit 54,5 % weiterhin relativ hoch liegt (Grafik). Der Rückgang der Kategorie „zahlreiche Arbeitsplätze“ in den vergangenen Jahren hat vor allem den Anteil der „verfügbaren Arbeitsplätze“ erhöht – nicht jedoch den der „schwer zugänglichen Arbeitsplätze“, der mit 17,9 % nach wie vor vergleichsweise niedrig bleibt.

(5) Inflation. Die auf den Durchschnittswerten der Fed-Distriktumfragen basierenden Indizes für gezahlte und erhaltene Preise deuten darauf hin, dass der Inflationsdruck – unter anderem infolge der zu Beginn des Jahres eingeführten Zölle – inzwischen etwas nachlassen könnte (Grafik).

Der EPI für den persönlichen Verbrauch stieg im September gegenüber dem Vormonat nur um 0,2 % (Grafik). Dieses Inflationsmaß wurde durch einen ausgesprochen moderaten Anstieg der Dienstleistungspreise gedämpft, der den vergleichsweise deutlichen Anstieg der Warenpreise mehr als kompensierte. In ihrer Inflationsprognose für den Monat September erwartet die Cleveland Fed einen Anstieg der Gesamtinflationsrate auf 2,79 % und der Kerninflation auf 2,85 % im Jahresvergleich.

(6) Bundesdefizit. Das jährliche US-Bundesdefizit belief sich bis Oktober auf 1,8 Bio. USD, während das Finanzministerium im selben Zeitraum Einnahmen in Höhe von 2,0 Bio. USD verzeichnete (Grafik).

Die Bundesausgaben haben sich in den vergangenen Monaten bei rund 7,0 Bio. USD stabilisiert (Grafik). Die Ausgaben für Sozialprogramme erreichten in den zwölf Monaten bis Oktober einen Rekordwert von 3,6 Bio. USD. Gleichzeitig stiegen die Nettozinsausgaben auf 980 Mrd. USD – ebenfalls ein Höchststand – und lagen damit über den 910 Mrd. USD, die für Verteidigung aufgewendet wurden.

Die Steuereinnahmen des Bundes stiegen in den zwölf Monaten bis Oktober auf einen Rekordwert von 5,3 Bio. USD (Grafik). Die Einnahmen aus der persönlichen Einkommensteuer legen weiter zu. Die Lohnsteuereinnahmen hingegen haben sich in den vergangenen Monaten – ebenso wie die Beschäftigungszuwächse auf den Lohn- und Gehaltslisten – weitgehend stabilisiert. Die Zolleinnahmen erhöhten sich in den letzten zwölf Monaten um eine Rekordsumme von 230 Mrd. USD. Die Einnahmen aus der Unternehmenssteuer waren zuletzt leicht rückläufig.

