Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Misteln spielen in zahlreichen Kulturen eine besondere Rolle. Mit dem Beginn der christlichen Zeitrechnung wurden sie in der westlichen Welt zunehmend mit Weihnachten verknüpft - als Schmuck, unter dem sich Liebende küssen sollen, aber auch als Symbol des Schutzes vor Hexen und Dämonen. Bleibt zu hoffen, dass ihre magische Wirkung bis ins Jahr 2026 und damit bis zum nächsten Weihnachtsfest anhält.
An der Wall Street gehen die meisten Anlagestrategen davon aus, dass dieser Zauber noch nicht verflogen ist. Wie Bloomberg berichtet, liegt die durchschnittliche Prognose für den S&P 500 zum Ende des kommenden Jahres bei 7.555 Punkten, wobei die Schätzungen in einer Spanne von 7.000 bis 8.100 Punkten liegen (Grafik). Der Mittelwert impliziert ein Plus von 9,0 Prozent gegenüber dem aktuellen Schlussstand. Unsere eigene Prognose von 7.700 Punkten entspräche einem Anstieg von rund 11 Prozent.
Gleichzeitig bleibt das Risiko einer Korrektur im ersten Halbjahr 2026 bestehen, insbesondere dann, wenn die Anleiherenditen deutlich anziehen sollten. Auslöser wären zunehmende Sorgen, dass sowohl die Geld- als auch die Fiskalpolitik zu expansiv ausgerichtet sind.

Für das Jahr 2026 rechnen die Strategen im Durchschnitt mit einem Gewinn je Aktie im S&P 500 von 306 US-Dollar (Grafik). Das entspräche einem Zuwachs von 12,5 Prozent gegenüber der aktuellen Konsensschätzung der Analysten von 272 US-Dollar. Mit unserer eigenen Prognose von 310 US-Dollar bewegen wir uns dabei nahe am Marktkonsens.
Auf der Bewertungsseite gehen wir davon aus, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis bis Ende 2026 nicht deutlich unter dem derzeit erwarteten KGV von rund 22,0 fallen wird.

Das Jahr geht mit positiven Vorzeichen zu Ende, getragen von einer Reihe solider Konjunkturdaten. So legte das reale Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal um 4,3 Prozent zu und erreichte damit ein neues Rekordniveau. Auch die Unternehmensgewinne markierten im dritten Quartal einen neuen Höchststand.
Zusätzliche Unterstützung kommt vom Konsum: Der Redbook-Einzelhandelsumsatzindex verzeichnete in der Woche zum 19. Dezember im Jahresvergleich ein Plus von 7,2 Prozent (Grafik).

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gingen in der Woche zum 19. Dezember um 10.000 auf 214.000 zurück und sprechen dafür, dass Entlassungen weiterhin auf einem niedrigen Niveau bleiben. Volkswirte hatten im Vorfeld mit 224.000 Anträgen gerechnet.
Die fortlaufenden Anträge erhöhten sich derweil leicht auf 1,92 Millionen, was darauf hindeutet, dass mehr Arbeitskräfte über einen längeren Zeitraum Leistungen beziehen.

Zu Beginn des neuen Jahres wollen wir die offizielle Beschäftigungsstatistik des Arbeitsministeriums einer alternativen Kennzahl gegenüberstellen, die sich aus der Differenz zwischen Neueinstellungen und der Gesamtzahl der Abgänge laut JOLTS-Erhebung - einschließlich Kündigungen und Entlassungen - ergibt (Grafik).
Diese Größe erwies sich zuletzt als weniger volatil und wies in den vergangenen Monaten stärkere Zuwächse auf als die offizielle Beschäftigtenzahl.

Alle Mitarbeiter von Yardeni Research wünschen Ihnen ein gutes neues Jahr!
