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Warum Coca-Cola nicht unbedingt ein sicherer Hafen ist

Von Vincent MartinAktienmärkte28.09.2022 06:31
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Warum Coca-Cola nicht unbedingt ein sicherer Hafen ist
Von Vincent Martin   |  28.09.2022 06:31
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  • Die Coca Cola-Aktie gilt als defensiver Wert, der gegen makroökonomische und inflationäre Probleme immun ist
  • Die Geschichte lehrt uns aber etwas anderes: Coca-Cola hat selbst in besseren Zeiten Probleme mit dem Wachstum gehabt
  • Zum richtigen Preis ist die KO-Aktie eine attraktive Investition. Aber selbst nach einem Kursrutsch um 10 % in fünf Wochen ist dieser richtige Preis vielleicht noch nicht erreicht

Die konventionelle Weisheit würde nahelegen, dass Coca-Cola (NYSE:KO) die Art von Aktie ist, die Anleger im Moment kaufen sollten. Bei so viel Ungewissheit - geopolitisch, geldpolitisch und wirtschaftlich - sollte die Sicherheit einer der größten Marken der Welt für ein gewisses Maß an Schutz und Stabilität sorgen.

Coca-Cola Wochenchart.
Coca-Cola Wochenchart.

Quelle: Investing.com

Oberflächlich betrachtet mag diese Einschätzung nicht ganz falsch sein. Immerhin ist die KO-Aktie bereits seit mehreren Jahrzehnten ein Erfolgsgarant und einer der wichtigsten Zugpferde im Portfolio von Warren Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway (NYSE:BRKa) (NYSE:BRKb). Shortpositionen in der Aktie wären in jedem Umfeld töricht, und die Annahme eines mehrjährigen Abwärtstrends wäre sicherlich übertrieben pessimistisch.

Allerdings weist die These vom ewigen sicheren Hafen einige Lücken auf. Zuallererst ist die Aktie von Coca-Cola in letzter Zeit erheblich unter die Räder gekommen. In dem Umfeld, das zu dem aktuellen Abverkauf geführt hat, ist der Getränkegigant mit einem sehr realen Risiko konfrontiert, das noch nicht unbedingt einkalkuliert ist. Und obwohl die Performance sowohl des Unternehmens als auch der Aktie auf lange Sicht beeindruckend ist, war das letzte Jahrzehnt für beide eher mäßig.

In der Tat gibt es hier zu viele Risiken, als dass man KO als "sicher" bezeichnen könnte. Zum richtigen Zeitpunkt und zum richtigen Preis könnte die Aktie durchaus wieder attraktiv sein, aber im Moment, oberhalb von 58 USD, ist die Coca-Cola-Aktie keine Empfehlung.

Das Wachstumsproblem

In der nahen Vergangenheit hat Coca-Cola eine überdurchschnittliche Performance gezeigt. Einschließlich der Dividenden hat KO im vergangenen Jahr 12 % zugelegt, während der Aktienindex S&P 500 um 16 % nachgab. Diese Outperformance bricht jedoch merklich mit den jüngsten Trends.

Selbst nach den letzten 12 Monaten gehört KO seit mehreren Jahren zu den Nachzüglern. Die Dreijahres-Gesamtrendite des S&P 500 liegt bei 30,8 %, die von Coca-Cola bei 18,6 %. Über einen Zeitraum von fünf Jahren hat sich der Index gegenüber KO mehr als verdoppelt; über ein Jahrzehnt sieht die Entwicklung ähnlich aus.

Der Hauptgrund dafür ist, dass das Unternehmen einfach nicht schnell genug gewachsen ist. Von 2013 bis 2021 stieg der ausgewiesene bereinigte Gewinn je Aktie von Coca-Cola von 2,08 USD auf 2,32 USD. Das ist ein Gesamtwachstum von 11,5 % über den Zeitraum von acht Jahren bzw. rund 1,4 % auf Jahresbasis.

Aber selbst diese eher bescheidene Performance malt den Trend für das zugrunde liegende Geschäft zu rosig. Die Steuerquote von Coca-Cola ging im Berichtszeitraum zurück, vor allem dank der Unternehmenssteuerreform in den USA. Aufgrund von Aktienrückkäufen ging auch die Anzahl der verwässerten Coca-Cola-Aktien zurück.

Diese beiden Faktoren waren im Wesentlichen für den gesamten Anstieg des Gewinns pro Aktie verantwortlich. Im Jahr 2013 erwirtschaftete Coca-Cola einen bereinigten Vorsteuergewinn von 12,2 Mrd. USD. Im vergangenen Jahr waren es 12,4 Mrd. USD.

Zwei Gründe, die für Coca-Cola sprechen

Fairerweise muss man sagen, dass zwei Faktoren eine Schlüsselrolle bei dieser stagnierenden Performance spielten.

Der erste ist die massive Umstrukturierung des Unternehmens über einen Großteil der 2010er Jahre. Vor allem hat Coca-Cola ein so genanntes "Refranchising" eingeleitet, bei dem es sein Netz von Abfüllunternehmen überarbeitet. Der Plan war die Schaffung eines schlankeren Konzerns, der stärker auf den Verkauf von Konzentrat ausgerichtet ist und gleichzeitig die Betriebsmargen verbessert.

Darüber hinaus haben die Währungseinflüsse das Wachstum des Unternehmens gebremst. In diesen acht Jahren stieg der US Dollar Index von 81 auf 96 - was eine Aufwertung des Dollars um fast 20 % bedeutet.

Ein stärkerer Dollar wirkt sich negativ auf die Gewinne von Coca-Cola aus, da das Unternehmen mehr Kosten als Einnahmen in US-Dollar verbucht. Zwar sichert das Unternehmen dieses Risiko bis zu einem gewissen Grad ab, aber nicht vollständig, und eine schwächere Landeswährung verschafft den Konkurrenten im Lande dazu auch noch einen Vorteil.

Es ist also unfair, anzunehmen, dass das Geschäft von Coca-Cola einfach nicht mehr wächst, und/oder das stagnierende Vorsteuerergebnis als Argument dafür zu verwenden, dass das Unternehmen in Zukunft niemals wieder wachsen wird. Die Umstrukturierung scheint funktioniert zu haben. Nach einem starken Ergebnisbericht für das 2. Quartal im Juli korrigierte Coca-Cola den Ausblick für das Gesamtjahr nach oben. Selbst in einem inflationären Umfeld wollen die Verbraucher immer noch ihre Cola.

Das Problem mit dem Geld

Es gibt hier jedoch zwei zentrale Unsicherheiten. Erstens kann selbst ein gut laufendes Unternehmen die Auswirkungen des massiven Anstiegs des USD der letzten Zeit nicht vollständig ausgleichen. Ohne Berücksichtigung von Währungseffekten rechnet Coca-Cola für das Gesamtjahr mit einem Anstieg des bereinigten Gewinns je Aktie um 14 % bis 15 %. Währungsbereinigt rechnet das Unternehmen jedoch nur mit einem Wachstum von 5 bis 6 %.

Das ist natürlich ein massiver Negativfaktor. Und wenn das zutrifft, erhöht sich das Inflationsrisiko für Coca-Cola auf Märkten außerhalb der USA um eine weitere Stufe. Es ist eine Sache, von den Verbraucher zu verlangen, 10 Prozent mehr für ihre Lieblingslimonade zu zahlen. Es ist etwas ganz anderes, einen Inflationsanstieg von 10 % zu erwarten und dann noch 6 oder 8 % mehr, um die geringeren Dollar-Einnahmen aus einem Produkt, dessen Preis auf Euro oder Yen lautet, auszugleichen. Ab einem bestimmten Punkt werden die Gewinnspannen von Coca-Cola in Mitleidenschaft gezogen.

Das zweite Problem ist, dass KO trotz des starken Rückgangs seit Mitte August kaum als billig zu bezeichnen ist. Die Aktien werden zum 24-fachen der diesjährigen bereinigten EPS-Prognose gehandelt - ein deutlich höherer Wert als in der Vergangenheit.

Ist das der Preis für Sicherheit? Einige Investoren mögen das glauben. Aber die Geschichte ist hier lehrreich. Sowohl beim Börsencrash 2008/09 als auch beim Börsencrash 2000 büßte die KO-Aktie in weniger als einem Jahr mehr als 30 % ihres Wertes ein. Ein weiterer Absturz in diesem Umfang ist nicht garantiert, aber die Geschichte lehrt uns, dass auch KO Opfer von Verkäufen auf dem breiten Markt werden kann.

Kurzfristig gilt es daher die Risiken zu bedenken, langfristig ist es aber genauso plausibel, die sich daraus ergebenden Chancen zu sehen.

Ganz und gar nicht angebracht ist die Annahme, dass die KO-Aktie gegen alles, was um sie herum geschieht, kugelsicher ist. Das hat in der Vergangenheit schon nicht funktioniert und wird mit ziemlicher Sicherheit auch dieses Mal nicht funktionieren.

Offenlegung: Vince Martin ist derzeit in keinen der hier besprochenen Wertpapiere investiert..

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Kommentare (1)
I am Who i am
I am Who i am 01.10.2022 13:35
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Weil Coca-Cola bullshit ist in kurz wasung.
 
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