Warum Powells Warnung die Börse nicht erschüttert

Veröffentlicht am 16.01.2026, 22:26

Fünf Tage nach dem Video-Auftritt von Jerome Powell, in dem der Vorsitzende der Federal Reserve betonte, dass es bei den gegen ihn angestrengten strafrechtlichen Ermittlungen lediglich um politischen Druck mit dem Ziel von Zinssenkungen gehe, zeigen sich die Finanzmärkte weiterhin unbeeindruckt.

Die Frage ist, ob diese Ruhe schlicht darauf zurückzuführen ist, dass es seither zu keiner weiteren Eskalation gekommen ist. Oder wiegt die rückläufige Inflation die wachsenden Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Notenbank derzeit auf? Und nicht zuletzt: Welche Rolle dürfte dieses Spannungsfeld bereits in der kommenden Woche spielen?

Warum "dieses" Video die Märkte nicht beeindruckt hat

Was ist überraschender: dass sich der Vorsitzende der Federal Reserve, Jerome Powell, direkt an die Weltöffentlichkeit wendet und dem Weißen Haus vorwirft, die Unabhängigkeit der Notenbank zu untergraben - oder dass die Finanzmärkte darauf kaum reagieren?

Die anfänglichen „Sell America“-Rufe vom vergangenen April, als Aktien, Staatsanleihen und der Dollar parallel unter Druck gerieten, erwiesen sich rückblickend als genau das: ein Nachhall ohne nachhaltige Wirkung. Der USD-Index steuert aktuell sogar auf einen leicht positiven Wochenschluss zu, gestützt von robusteren Konjunkturdaten.

Ein möglicher Grund für die anhaltende Gelassenheit dürfte darin liegen, dass sich an der grundlegenden Gemengelage seit Veröffentlichung des Videos am Sonntag wenig geändert hat. Gleichzeitig deutet allein die Tatsache, dass sich der Fed-Vorsitzende zu diesem Schritt veranlasst sah - und dass ihm Notenbanker weltweit öffentlich den Rücken stärkten -, darauf hin, dass dieses Thema noch nicht abgeschlossen ist.

Möglicherweise spielt auch eine Rolle, dass sich viele der Befürchtungen aus dem vergangenen Sommer rund um die Unabhängigkeit der Fed bislang nicht materialisiert haben. Die von Trump ernannten Gouverneure Christopher Waller und Michelle Bowman haben sich den Forderungen nach aggressiven Zinssenkungen nicht angeschlossen, obwohl beide als potenzielle Nachfolger Powells gelten. Auch Versuche, Fed-Mitglieder abzusetzen, sind bislang über den laufenden Rechtsstreit mit Gouverneurin Lisa Cook nicht hinausgegangen, der in der kommenden Woche vor dem Supreme Court verhandelt wird. Ebenso ist das Risiko ausgeblieben, dass eine politischere Fed-Führung regionale Fed-Präsidenten überstimmt, die als nicht ausreichend dovish gelten.

In der Gesamtschau bedeutet dies: Selbst wenn die Fed künftig einen deutlich dovisheren Vorsitzenden bekommen sollte, bleibt dessen Einfluss begrenzt - letztlich ist er nur eines von zwölf stimmberechtigten Mitgliedern im geldpolitischen Ausschuss.

Aufbau des Fed-Ausschusses
Quelle: Federal Reserve, ING

Die wohl einfachste Erklärung für die Gelassenheit der Märkte ist jedoch, dass wir uns derzeit nicht in einem inflationären Umfeld befinden. Die Frage nach der Unabhängigkeit der Fed - oder deren möglicher Erosion - wirkt weniger dringlich, solange die Zentralbank ohnehin bereits auf einen Lockerungskurs eingeschwenkt ist.

Die Inflationsdaten für Dezember fielen überraschend günstig aus, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Preisdaten im November nach dem Shutdown auffallend niedrig gewesen waren. Inzwischen verzeichnen von Zöllen betroffene Kategorien wie Audiogeräte und Möbel spürbare Preisrückgänge. Gleichzeitig dürften Mieten und andere dienstleistungsnahe Komponenten - die den Großteil des Inflationskorbs ausmachen - im Jahr 2026 erneut eine nachlassende Preisdynamik aufweisen.

Vor diesem Hintergrund hält James Knightley, Chief International Economist bei ING, weiterhin an Zinssenkungen im März und Juni fest, auch wenn die Märkte eine Lockerung vor dem Sommer inzwischen weitgehend eingepreist haben.

Kann sich dieses derzeit günstige Umfeld im laufenden Jahr noch drehen? Wir sind davon bislang nicht überzeugt - auch wenn es Stimmen gibt, die ein solches Szenario für möglich halten.

Inflationsorientierte Anleger verweisen dabei vor allem auf die Finanzpolitik, die 2026 zunehmend in den Fokus rücken dürfte. Das Weiße Haus richtet seine Aufmerksamkeit verstärkt auf die Lebenshaltungskosten und erwägt unter anderem den Ankauf hypothekarisch gesicherter Wertpapiere, um die Zinskosten zu senken und sogar Kreditkartenzinsen zu begrenzen. Hinzu kommen rückwirkende Erstattungen aus geplanten Steuersenkungen auf Überstunden und Trinkgelder, die in Kürze anlaufen und voraussichtlich Ende Februar ihren Höhepunkt erreichen werden. Auch Zollrabattschecks gelten als mögliche Option - sofern sich der Kongress davon überzeugen lässt. Selbst in diesem Fall warnt James Knightley jedoch davor, dass die Reaktion der Verbraucher auf diese staatlichen Geldflüsse deutlich verhaltener ausfallen könnte als während der Pandemie.

Zusätzliche Unsicherheit bringt die anstehende Entscheidung des Supreme Court zur Frage, inwieweit der Präsident Notstandsbefugnisse zur Einführung von Zöllen nutzen darf. Ein Urteil könnte bereits in dieser Woche fallen - das Gericht tagt am Dienstag und Mittwoch -, sich aber auch bis Ende Februar verzögern.

Zur Einordnung sollte man sich vor Augen halten: Die Mehrheit rechnet damit, dass das Weiße Haus an Zustimmung verlieren wird. Ebenso verbreitet ist die Erwartung, dass der Präsident versuchen dürfte, die Zollmauer auf anderem Wege wieder hochzuziehen. Angesichts der zunehmenden politischen Fokussierung auf die Lebenshaltungskosten sollten jedoch weitere Zollsenkungen im Jahresverlauf nicht ausgeschlossen werden - wie bereits bei Lebensmitteln zu beobachten war.

In unserem Webinar am Montag gingen 41 % der Teilnehmer davon aus, dass die Zölle bis 2026 niedriger liegen werden als heute; weniger als 10 % rechneten mit steigenden Zöllen. Zunehmend setzt sich unter Anlegern die Auffassung durch, dass niedrigere Zölle - über höhere Ausgaben und geringeren Druck auf den Arbeitsmarkt - letztlich inflationsfördernd wirken könnten.

Auch auf der europäischen Seite deutet sich ein politischer Stimmungswechsel an. Zwar ist die Skepsis unter Investoren groß, wie schnell die viel zitierte deutsche „Geldschwemme“ tatsächlich in der Realwirtschaft ankommen wird. Die jüngsten Daten sprechen jedoch für zunehmende Dynamik: Industrieaufträge ziehen an, und die Produktionserwartungen verbessern sich. Die in der kommenden Woche anstehenden Einkaufsmanagerindizes dürften zeigen, ob sich dieser Stimmungsumschwung weiter verfestigt.

Mit plastischen Bildern beschreibt Carsten Brzeski, Global Head of Macro bei ING Research, die Lage als einen „Ketchup-Flaschen-Effekt“ oder als Popcorn, das kurz vor dem Aufplatzen steht. Den jüngsten Quartalsbericht unseres Eurozonen-Teams finden Sie hier.

Er rechnet damit, dass die Verabschiedung des Haushalts 2026 Ende vergangenen Jahres die wirtschaftliche Aktivität zusätzlich beschleunigen wird. Die größere Überraschung könnte jedoch der rasche Kapazitätsausbau der heimischen Rüstungsindustrie sein. Damit gerät die bislang verbreitete Annahme ins Wanken, wonach der Großteil der zusätzlichen europäischen Verteidigungsausgaben weiterhin ins Ausland fließen würde - wie es seit Beginn des Ukraine-Kriegs weitgehend der Fall war. Unsere Prognosen sehen das deutsche Wachstum bei 0,9 % in diesem Jahr und 1,9 % im Jahr 2027, nach lediglich 0,2 % im Jahr 2025.

Ob sich diese Entwicklung als inflationär erweist, bleibt offen. Die Hoffnung auf weitere Zinssenkungen der Europäische Zentralbank (EZB) hat sich jedoch weitgehend zerschlagen. Zusätzliche Lockerungen sind von den Märkten inzwischen nahezu vollständig ausgepreist. Sollten sich die deutschen Konjunkturdaten weiter verbessern, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis über den Zeitpunkt der ersten EZB-Zinserhöhung diskutiert wird.

All dies gilt allerdings unter der Voraussetzung, dass die Geopolitik die Aussichten für dieses Jahr nicht grundlegend verändert. Bislang haben die geopolitischen Spannungen nicht zu einem spürbaren Anstieg der Energiepreise geführt - nicht zuletzt dank des Ölüberschusses, auf den unser Team wiederholt hingewiesen hat. Doch wenn sich das Jahr so fortsetzt, wie es begonnen hat, bleibt nahezu alles möglich.

THINK Ahead - Industrieländer

Vereinigte Staaten (James Knightley)

  • PCE (Donnerstag): Der Datenkalender dürfte in der anstehenden Woche nur begrenzte Marktimpulse liefern. Mit Blick auf die anstehende Sitzung des FOMC am 28. Januar befindet sich die Fed derzeit in einer eher ruhigen Phase. Der wichtigste Datenpunkt sind dabei die Zahlen zu den Einkommen der Privathausahle und den Konsumausgaben. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Kerndeflator , der voraussichtlich bestätigen wird, dass der Inflationsdruck trotz der anhaltenden Herausforderungen durch Zölle insgesamt moderat bleibt. Gleichzeitig präsentiert sich das Wirtschaftswachstum weiterhin robust, während sich die Aktienmärkte in der Nähe ihrer Allzeithochs bewegen. Vor diesem Hintergrund gilt es als wenig überraschend, dass die bevorstehende FOMC-Sitzung weitgehend als Non-Event eingeschätzt wird. Die Märkte preisen derzeit lediglich 1 Basispunkt einer möglichen Senkung um 25 Basispunkte ein.

Vereinigtes Königreich (James Smith)

  • Beschäftigungsbericht (Dienstag): Bei den meisten Makrodaten der anstehenden Woche besteht das Risiko, dass sie die vorsichtige Haltung der Bank of England in Bezug auf Zinssenkungen kurzfristig untermauern und damit potenziell eine hawkishe Marktreaktion auslösen. Abweichend vom Marktkonsens sehen wir das Risiko, dass die Arbeitslosenquote in der nächsten Woche vorübergehend sinkt. Gleichzeitig sind wir nicht überzeugt, dass sich aus den jüngsten Hinweisen auf steigende Entlassungen ein nachhaltiger Trend entwickelt. In der Gesamtbetrachtung zeigt sich vielmehr, dass sich das Lohnwachstum deutlich verlangsamt. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, dürfte sie unserer Einschätzung nach bis März die Argumente für eine weitere geldpolitische Lockerung durch die BoE stützen.
  • Inflation (Mittwoch): Ein wesentlicher Faktor werden die Flugpreise sein, die rund um die Weihnachtszeit saisonal deutlich anziehen. Der entsprechende Anstieg fiel im Jahr 2024 jedoch ungewöhnlich gering aus. Vor diesem Hintergrund dürfte ein „normaler“ saisonaler Preisanstieg bei Flugtickets Ende 2025 zu einem Anziehen der Dienstleistungsinflation führen. Wie stark dieser Effekt ausfällt, hängt maßgeblich davon ab, zu welchem Zeitpunkt das Office for National Statistics (ONS) die Preise erfasst. Entsprechend besteht das Risiko eines spürbaren, wenn auch temporären Anstiegs, der sich zwar im Januar wieder zurückbilden dürfte, optisch jedoch kein günstiges Signal für die Bank of England wäre. Darüber hinaus richtet sich der Blick auf die Lebensmittelinflation, bei der ein kurzfristiges Wiederanziehen nicht ausgeschlossen ist. Signale aus anderen europäischen Ländern deuten jedoch darauf hin, dass dieser Trend eher nachlässt. Insgesamt erwarten wir, dass die Inflation im April wieder auf 2 % zurückkehrt.

THINK Ahead - Mittel- und Osteuropa

Rumänien (Valentin Tataru)

  • Zinsentscheidung (Montag): Angesichts eines weiterhin erhöhten Inflationsprofils in den kommenden Monaten sowie einiger noch ungelöster „bekannter Unbekannter“ würde es uns nicht überraschen, wenn die Bank of England auf ihrer Sitzung am 19. Januar eine insgesamt neutrale Haltung einnimmt. Dies gilt trotz der weiterhin spürbaren Belastung der Inlandsnachfrage durch die vorsichtige Konsumhaltung der Verbraucher und der damit verbundenen Risiken für die Wachstumsaussichten. Sofern es zu keinen unerwarteten Schocks kommt, gehen wir davon aus, dass die Zentralbank ihren Leitzins bis Mai 2026 bei 6,50 % belassen wird. Im Anschluss rechnen wir bis zum Jahresende mit Zinssenkungen um insgesamt 100 Basispunkte.

Tschechische Republik (David Havrlant)

  • VPI (Montag): Die Erzeugerpreise lagen im Dezember im Jahresvergleich weiterhin im negativen Bereich. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem die niedrigeren Brent-Rohölpreise sowie die Aufwertung der tschechischen Krone. Gleichzeitig mehren sich jedoch die Anzeichen, dass die Phase der drei schwachen Jahre ihrem Ende entgegengeht. Die tschechische Industrie profitiert zunehmend von den gesunkenen Energiepreisen und zeigt erste Anzeichen einer schrittweisen Erholung.

Türkei (Muhammet Mercan)

  • Zinsentscheidung (Donnerstag): Vor dem Hintergrund der klaren Neigung der Zentralbank zu einer lockereren Geldpolitik, des im Dezember niedriger als erwartet ausgefallenen Verbraucherpreisindex - getragen vor allem von Non-Food-Komponenten - sowie der auf einem Allzeithoch liegenden Reserven erwarten wir auf der Januarsitzung eine Zinssenkung um 150 Basispunkte auf 36,5 %. Gleichzeitig besteht das Risiko einer geringeren Anpassung um 100 Basispunkte. Frühindikatoren deuten in diesem Monat auf einen wieder zunehmenden Preisdruck bei Lebensmitteln hin, während die jüngsten Daten zugleich eine Erholung der Inlandsnachfrage signalisieren.

Kasachstan (Dmitry Dolgin)

  • Zinsentscheidung (Freitag): Wir erwarten, dass die Nationalbank von Kasachstan ihren Leitzins am kommenden Freitag unverändert bei 18,00 % belassen wird. Zwar ist die Inflation stärker als erwartet zurückgegangen - der Verbraucherpreisindex lag im Dezember 2025 bei 12,3 %, der Kerninflationsindex bei 11,1 %, unterstützt durch eine feste Währung. Dennoch bleibt Vorsicht geboten. Die jüngste Erhöhung der Mehrwertsteuer von 12 % auf 16 % sowie gestiegene Inflationserwartungen der Haushalte sprechen gegen eine kurzfristige Lockerung.

Wichtige Ereignisse in den Industrieländern diese Woche

Wichtigste Datenveröffentlichungen in Industrieländern in der kommenden Woche

 

Wichtige Ereignisse in EMEA diese Woche

Wichtigste Eriegnisse in der EMEA-Region in der kommenden Woche

 

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