Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Wir haben das Verhältnis zwischen der Jahresperformance des S&P 500 und dem entsprechenden Zehnjahresdurchschnitt des Index betrachtet (Grafik). In diesem Jahr zeigte sich der Index deutlich volatiler als üblich und liegt seit Anfang August rund fünf Prozentpunkte über dem langfristigen Mittelwert. Bedeutet das, dass die traditionelle Nikolausrallye diesmal früher eingesetzt hat – und vielleicht schon wieder vorbei ist? In den vergangenen zehn Jahren hat die sogenannte Weihnachtsrallye den durchschnittlichen Jahresanstieg des S&P 500 in den Monaten November und Dezember um etwa vier Prozentpunkte erhöht.

Viel wird davon abhängen, wie die Anleger die Lage an den Kreditmärkten einschätzen. Kurz vor Halloween wurden sie durch die Nachricht aufgeschreckt, dass die Zions Bancorp im dritten Quartal aufgrund von Klagen gegen zwei Kreditnehmer eine Wertberichtigung in Höhe von 50 Mio. USD vornehmen musste. In der Folge gaben die Aktienkurse am Donnerstag deutlich nach – angeführt vom KBW Regional Banking ETF (Grafik).

Seit First Brands am 29. September 2025 Insolvenz nach Chapter 11 beantragte und dabei Verbindlichkeiten zwischen 10 und 50 Mrd. USD sowie Vermögenswerte im Umfang von 1 bis 10 Mrd. USD angab, wächst unter Anlegern die Sorge vor möglichen Problemen auf dem privaten Kreditmarkt. ETFs, die diesen Markt abbilden, sind im September deutlich eingebrochen und notieren inzwischen unter den sogenannten „Vernichtungstagen“, die auf den „Befreiungstag“ am 2. April folgten.
Auf der anderen Seite haben sich ETFs, die die Märkte für hochverzinsliche und Investment-Grade-Unternehmensanleihen nachbilden, bislang robust entwickelt – ebenso wie ein ETF, der vorrangige Kredite abbildet (Chart).

Wir sehen derzeit keine Anzeichen für Kreditprobleme, die sich zu einem ernsthaften systemischen Risiko oder gar zu einer gesamtwirtschaftlichen Kreditklemme ausweiten könnten – einem Phänomen, das in der Vergangenheit häufig Rezessionen ausgelöst hat. Positiv hervorzuheben ist, dass die Daten der Fed zu den Kreditausfallreserven der Geschäftsbanken im bisherigen Jahresverlauf weitgehend stabil geblieben sind (Grafik).

Auch die robuste Entwicklung der aggregierten Gewinne je Aktie der S&P 500-Unternehmen stimmt uns zuversichtlich. Sowohl im ersten als auch im zweiten Quartal lagen die Ergebnisse deutlich über den Erwartungen (Grafik). Wir gehen davon aus, dass sich dieses Muster auch im dritten Quartal fortgesetzt hat. Branchenanalysten rechnen derzeit mit einem Anstieg um 6,7 % gegenüber dem Vorjahr – unsere Prognose liegt bei 10,0 %.

Der erwartete Gewinn je Aktie des S&P 500 ist in der vergangenen Woche auf ein neues Rekordhoch von 297,27 USD gestiegen und nähert sich damit zügig der aktuellen Konsenserwartung der Analysten für das Jahr 2026, die bei 304,55 USD liegt und voraussichtlich bis zum Jahresende erreicht werden dürfte (Grafik). Das aktuelle Forward-EPS – also der Multiplikator, der die erwarteten zukünftigen Gewinne als „E“ heranzieht – liegt derzeit bei 22,4.

Die Erholung der Forward Earnings der S&P 400 MidCaps und S&P 600 SmallCaps bleibt im Vergleich zum S&P 500 bislang verhalten und hat die Dynamik des Large-Cap-Segments deutlich verfehlt (Grafik).


