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Wirecard kann vermisste Milliarden auf Konten nicht finden

Veröffentlicht am 22.06.2020, 08:59
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Der Skandal um die verschwundenen Milliardenbeträge von Wirecard (DE:WDIG) (TG:WDIG) auf Konten in Asien hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Der Bezahldienstleister räumte nach weiteren Prüfungen nun ein, dass die bisher zugunsten von Wirecard dort ausgewiesenen Bankguthaben von 1,9 Milliarden Euro "mit überwiegender Wahrscheinlichkeit" nicht bestehen. Aus diesem Grund zog der DAX-Konzern auch seinen bislang nur vorläufig vorgelegten Jahresabschluss für 2019 zurück. Wirecard ging bisher davon aus, dass diese Treuhandkonten im Zusammenhang mit dem Drittpartnergeschäft bestehen und hatte sie entsprechend in der Rechnungslegung als Aktivposten ausgewiesen. Nun teilte das Unternehmen aber mit, es müsse "die Verlässlichkeit der Treuhandbeziehungen in Frage stellen". Es müsse nun auch geklärt werden, in welcher Art und Weise und in welchem Umfang das Drittpartnergeschäft "tatsächlich zugunsten der Gesellschaft geführt wurde". Wirecard steht den weiteren Angaben zufolge weiterhin in konstruktiven Gesprächen mit seinen kreditgebenden Banken über die Fortführung der Kreditlinien und der weiteren Geschäftsbeziehung. Gemeinsam mit der Investmentbank Houlihan Lokey prüft die Gesellschaft Möglichkeiten für eine nachhaltige Finanzierungsstrategie des Unternehmens.

Aktien Schweiz

Der SMI gewann 0,8 Prozent auf 10.266 Punkte. Die Aktie des als defensiv geltenden SMI-Schwergewichts Nestle (SIX:NESN) stieg um 0,6 Prozent. Im Pharmasektor verbesserten sich Novartis (SIX:NOVN) um 1,4 Prozent und Roche (SIX:RO) um 1,7 Prozent. Roche wurden zusätzlich gestützt von einer positiven Studie zu einer Prostatakrebs-Therapie. Kräftig im Plus zeigten sich auch die Aktien des Luxusgüterherstellers Richemont (SIX:CFR), die um 2,9 Prozent stiegen. Das trifft auch auf Swatch zu, doch bröckelten hier die Gewinne im Verlauf, so dass am Ende nur ein bescheidenes Plus von 0,1 Prozent blieb. Die Aktien der Grossbanken CS Group und UBS (SIX:UBSG) gaben um 0,1 Prozent und 1,4 Prozent nach. Im Versicherungssektor verloren Swiss Life, Swiss Re und Zurich zwischen 0,2 und 1,3 Prozent. Geberit stiegen trotz eines negativen Analystenkommentars um 0,4 Prozent. Morgan Stanley (NYSE:MS) hatte die Beobachtung der Aktie mit der Empfehlung "Underweight" und einem Kursziel von 446 Franken gestartet. Allerdings gilt der Hersteller von Sanitärkeramik als potenzieller Nutzniesser von Infrastrukturprogrammen. Aus dem gleichen Grund dürften auch Sika (plus 1,9 Prozent) gefragt gewesen sein.

Aktien international

Europa

Europas Börsen haben am Freitag fester geschlossen. Die Märkte befanden sich im Griff des sogenannten Hexensabbat, der häufig von erhöhter Volatilität geprägt ist, am Berichtstag aber tendenziell stützte. Am Berichtstag verfielen Futures und Optionen auf Indizes und Aktien an den Terminbörsen. Im Vorfeld versuchten Anleger entsprechend ihrer Positionen Einfluss auf die Preise zu nehmen. Der DAX gewann 0,4 Prozent auf 12.331 Punkte. Für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,6 Prozent auf 3.269 Punkte nach oben. Am deutschen Markt waren um 13 Uhr Futures und Optionen auf die Indizes ausgelaufen und zum Börsenschluss die Optionen auf die Einzelaktien. Üblicherweise wird gerne um runde Marken gekämpft, auf denen viele Kontrakte liegen. Weiter im Blick stand Wirecard. Die Aktie brach am zweiten Tag in Folge ein und verlor 35,3 Prozent auf 25,82 Euro. Im Tageshoch stand sie bei 33,71 Euro. Für Knorr-Bremse (DE:KBX) ging es um 3,5 Prozent nach unten. Laut der FAZ sowie gleichlautenden Angaben aus dem Handel soll Grossaktionär Heinz Herrmann Thiele 8 Millionen Aktien platziert haben. Das Minus von 5,7 Prozent oder 3,07 Euro bei BASF (DE:BASFN) lag nur am Dividendenabschlag von 3,30 Euro je Aktie.

USA

Angst vor einer zweiten Corona-Pandemiewelle hat die US-Börsen am Freitag leichter aus dem Handel gehen lassen. Waren die Aktienkurse anfangs noch von Konjunkturoptimismus nach oben getragen worden, wurde den Anlegern bald wieder bewusst, dass die USA das Coronavirus noch lange nicht im Griff haben. Nachdem die Zahl der Neuinfektionen in einigen US-Bundesstaaten Rekordstände erreicht hat, ohne dass die Behörden deshalb die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie wieder verschärft hätten, hat Apple nun ein Zeichen gesetzt. Das Unternehmen schliesst temporär einige Filialen in besonders betroffenen Regionen. Dazu passend warnte die Weltgesundheitsorganisation, dass die Pandemie ein neues und gefährliches Stadium erreicht habe. In Reaktion auf diese Nachrichten drehten die Kurse an der Wall Street ins Minus. Der Dow-Jones-Index fiel um 0,8 Prozent auf 25.871 Punkte. Der S&P-500 verlor 0,6 Prozent. Der Nasdaq-Composite schloss kaum verändert. Die Apple-Aktie (NASDAQ:AAPL) sank um 0,6 Prozent auf 349,72 Dollar, hatte aber im frühen Handel bei 356,56 Dollar ein Rekordhoch erreicht. Die Nachricht von den Filialschliessungen dürfte für viele Anleger ein willkommener Anlass gewesen sein, Gewinne mitzunehmen.

Asien

Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien zeigen sich zu Wochenbeginn mehrheitlich mit leichten Gewinnen. In Hongkong geben die Kurse jedoch etwas nach. Hier drückt die politische Entwicklung, denn Peking treibt sein "Sicherheitsgesetz" für die Sonderverwaltungszone voran und plant die Einrichtung einer "nationalen Sicherheitsbehörde" in Hongkong. Diese soll die Einhaltung des geplanten neuen Sicherheitsgesetzes für die Sonderverwaltungszone überwachen.

Anleihen

Der "sichere Hafen" Anleihen war zum Wochenschluss gefragt. Steigende Notierungen drückten am Freitag die Rendite zehnjähriger US-Anleihen um 1,2 Basispunkte auf 0,70 Prozent. 

Analysen

Warburg senkt Ringmetall-Ziel auf 3,60 (3,70) EUR - Buy
Warburg senkt Cancom (DE:COKG)-Ziel auf 65 (70) EUR - Buy
UBS senkt Uniper (DE:UN01) auf Sell (Neutral) - Ziel 25 EUR
Dt. Bank senkt Prudential-Ziel auf 1.400 (1.480) p - Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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