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Börse Frankfurt-News: Rekordlaune (Wochenausblick)

Veröffentlicht am 24.11.2014, 11:18
Börse Frankfurt-News: Rekordlaune (Wochenausblick)
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n FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 24. November 2014. Immer neue Höchststände an der Wall Street, eine anhaltend lockere Geldpolitik der EZB und Zinssenkungen in China haben den DAX nach oben gehievt. Und es sieht weiter gut aus.

Lange hinkte der DAX US-Werten hinterher, am Freitag kam es dann aber zur Aufholjagd. Fundamental argumentierende Analysten bleiben zuversichtlich: Nach Ansicht der LBBW spricht das extrem tiefe Zinsniveau unverändert für die Aktienanlage, zumal die Gewinne der deutschen Unternehmen anfingen, von positiven Wechselkurseffekten zu profitieren. "Die Bewertung des deutschen Aktienmarktes ist nicht überzogen, sondern als eher moderat einzustufen." Stefan Mütze von der Helaba erwähnt das "kleine Konjunkturprogramm Euro und Öl": "Der gesunkene Ölpreis und ein schwächerer Euro werden auch der deutschen Wirtschaft helfen."

Am Montagmorgen notiert der DAX bei gut 9.800 Punkten. Zum Wochenausklang war der deutsche Leitindex um 2,62 Prozent auf 9.732,55 Punkte geklettert - den höchsten Stand seit Mitte September. Damit liegt der DAX seit Jahresanfang wieder in der Gewinnzone, auch wenn zum Rekordwert von 10.051 Punkten noch einiges fehlt. Wieder einmal waren Notenbanken der Auslöser: EZB-Präsident Mario Draghi hatte auf einem Bankenkongress in Frankfurt die Bereitschaft bekräftigt, den Kampf gegen die niedrige Inflation und das schwache Wachstum auszuweiten. Zudem hatte die chinesische Notenbank überraschend den wichtigsten Leitzins gesenkt. In den USA wurden abermals neue Höchststände markiert, auch wenn es am Freitagnachmittag leicht nach unten ging. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Rekordschlusstand von 17.810,06 Punkten, der S&P 500 mit 2.063,50 Zählern.

Comeback des DAX erwartet

Die Commerzbank geht davon aus, dass der ifo-Index im kommenden Jahr nach dem Rückwärtstrend in den vergangenen Monaten wieder nach oben weisen wird. "Das DAX-KGV könnte damit wieder von 12 auf 13 steigen", erklärt Analyst Andreas Hürkamp. In den USA werde das KGV des S&P 500 dagegen im Bereich von 16 stagnieren, da der ISM-Index, ein wichtige US-Konjunkturindikator, 2015 leicht abwärts tendieren werde. "Der steigende ifo-Index, die Anleihekäufe der EZB, der schwache Euro, der starke Anstieg der DAX-Dividendensumme und die attraktive DAX-Dividendenrendite sind für uns die entscheidenden Trends, warum wir 2015 ein Comeback des DAX erwarten." Die Bank sieht den Index Ende 2015 bei 10.800 Punkten.

Weiter nach oben

Auch aus charttechnischer Sicht spricht Analysten zufolge einiges für die Fortsetzung der Rallye. Dirk Oppermann von der DZ Bank spricht von einem "Befreiungsschlag" durch das Überwinden der 200 Tage-Linie. "Mit dem massiven Kurssprung vom Freitag hat der DAX eine ganze Reihe wichtiger Widerstände hinter sich gelassen", erklärt auch Christian Schmidt von der Helaba. Die hohe Dynamik sowie ein nahezu idealtypisches Bild bei den Indikatoren ließen Raum für das Entstehen einer positiven Fortsetzungsformation. Die nächsten Hürden fänden sich 9.748 und 9.891 Zählern.

Für Christoph Geyer von der Commerzbank sind die Warnsignale zwar noch nicht abgearbeitet, ein Rückschlag in den nächsten Wochen sei zu erwarten. "Die technische Lage hellt sich aber zunehmend auf. Sollten die jüngsten Tops beim DAX überwunden werden, sind die alten Tops vom Sommer kurzfristig wieder erreichbar."

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten

Montag, 24. November

10.00 Uhr. Deutschland: ifo-Geschäftsklima November.

Donnerstag, 27. November

Opec-Treffen: Durch den Preisrückgang beim Rohöl um rund 30 Prozent seit Sommer kommt dem Treffen besondere Aufmerksamkeit zu. Die DekaBank geht davon aus, dass der Preiskampf weitergehen wird, zu einer konzertierten Produktionskürzung werde es wohl nicht kommen. Den Analysten zufolge produzieren die OPEC-Länder 1 Million Barrel über ihrem eigenen Förderziel. Um das Überangebot vom Markt zu nehmen,

sei eine Reduktion des Ölangebots von rund 1,5 Million Barrels notwendig.

9.55 Uhr. Deutschland: Arbeitslosenzahlen November. Die Postbank rechnet damit, dass der November - unter anderem aufgrund des milden Wetters - an das gute Vormonatsergebnis anknüpfen wird. Die Eintrübung der konjunkturellen Aussichten werde sich noch nicht auswirken. Die Analysten prognostizieren einen saisonbereinigten Rückgang der Arbeitslosenzahl um 10.000 gegenüber dem Vormonat, die Arbeitslosenquote werde bei 6,7 Prozent verharren.

14.00 Uhr. Deutschland: Verbraucherpreise November. Die Inflationsraten in Deutschland und der Eurozone befinden sich laut Postbank auf besorgniserregend niedrigen Niveaus. In Deutschland verharre die Inflationsrate schon seit mehreren Monaten bei 0,8 Prozent. Die Analysten rechnen damit, dass sie auf 0,7 Prozent fällt.

Donnerstag, 27. November

USA: Feiertag (Thanksgiving): Die Märkte bleiben geschlossen.

Freitag, 28. November

USA: Verkürzter Handel bis 13 Uhr.

11.00 Uhr. EU: Verbraucherpreise Eurozone. Laut DekaBank ist die Inflation in der Eurozone im November auf 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Dazu hätten die gesunkenen Preise von Benzin, Diesel und Heizöl beigetragen. Besorgniserregender sei aber der geringe Preisauftrieb in den übrigen Bereichen.

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Von Anna-Maria Borse, Deutsche Börse AG

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© 24. November 2014

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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