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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Weiter Aufbruchstimmung nach Zinsenscheid

Veröffentlicht am 02.11.2023 21:33 Aktualisiert 02.11.2023 21:45
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NEW YORK (dpa-AFX) - Die positiv aufgenommenen Aussagen der US-Notenbank Fed zur Leitzinsentwicklung haben am Donnerstag an den New Yorker Börsen nochmals schwungvoll nachgewirkt. Im Fokus blieb auch die Berichtssaison der Unternehmen mit einer Vielzahl neuer Geschäftszahlen, die in vielen Fällen erfreulich ausfielen. Damit verläuft der Auftakt in den Börsenmonat November weiter verheißungsvoll.

Der Dow Jones Industrial legte um 1,70 Prozent auf 33 839,08 Punkte zu. Das Kursbarometer verbuchte damit den vierten Gewinntag in Folge. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 1,89 Prozent auf 4317,78 Punkte bergauf. Der technologielastige Nasdaq 100 verbuchte einen Anstieg um 1,74 Prozent auf 14 919,55 Punkte.

"Die Fed fährt inmitten der zahlreichen Unsicherheitsfaktoren und bei begrenztem Handlungsspielraum auf Sicht. Der vorsichtige Tonfall lässt die Märkte aufatmen", hieß es in einem Kommentar von BayernLB. Die Notenbank priorisiere angesichts der sich abkühlenden Inflation und neuer Unsicherheitsfaktoren ein bedachtes Vorgehen. An den Anleihemärkten werde daraufhin der deutliche Renditeanstieg der letzten Monate teilweise wieder zurückgenommen.

Auf Unternehmensseite gab es viele kursrelevante Quartalsberichte. Qualcomm (NASDAQ:QCOM) zogen nach einem überraschend optimistischen Umsatzausblick auf das laufende Quartal um 5,8 Prozent an. Der Chipkonzern signalisierte eine Erholung des zuletzt schrumpfenden Smartphone-Marktes und schürte Hoffnungen, dass sich das Problem der Branche mit überbordenden Lagerbeständen auflöst.

Getoppt wurde dies von Starbucks (NASDAQ:SBUX) mit einem Kurssprung um 9,5 Prozent. Besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen trieben die Anleger in die Aktie der Kaffeehauskette. Ein Börsianer lobte unter anderem das starke US-Geschäft. Die Entwicklung der Filialbesucher sei dort erfreulich in einer Zeit, in der sich die Perspektiven für die Systemgastronomie eigentlich eintrübten.

Ein Kursplus von 4,7 Prozent gab es beim Pharmakonzern Eli Lilly (NYSE:LLY) . Aufwendungen im Zusammenhang mit Übernahmen belasteten zwar das Konzernergebnis, doch Anleger gewichteten die Fantasie für das im Rampenlicht stehende Diabetes-Medikament Mounjaro höher. Das Unternehmen hofft auf eine baldige Zulassung auch als Appetitzügler.

Unter den Nebenwerten fielen nach Zahlenvorlagen noch einige mit spektakulären Kurssprüngen auf: Die Aktien des Fitnessgeräte-Anbieters Peloton (NASDAQ:PTON) , des Fleischersatz-Unternehmens Beyond Meat (NASDAQ:BYND) , des Softwareanbieters Shopify (NYSE:SHOP) und des Streaminggeräte-Spezialisten Roku (NASDAQ:ROKU) verbuchten Kurszuwächse zwischen 13 und 31 Prozent.

Airbnb (NASDAQ:ABNB) konnte seine Anleger mit den Quartalszahlen hingegen nicht überzeugen, hier betrug der Abschlag 3,3 Prozent. Die Unterkunfts-Plattform stellt sich auf ein Abflauen des Reise-Booms nach der Corona-Pandemie ein. Dazu passend gab es auch negative Kursreaktionen bei den Hotelketten Marriott (NASDAQ:MAR) und Hyatt .

Ein besonders großer Verlierer waren die Papiere von Moderna (NASDAQ:MRNA) , die um 6,5 Prozent absackten. Laut UBS-Analystin Eliana Merle enttäuschte der Impfstoff-Hersteller mit reduzierten Jahreszielen und seinem Ausblick auf 2024. Dies zog im US-Handel die Anteilscheine von Biontech (NASDAQ:BNTX) mit minus 1 Prozent in Mitleidenschaft.

Der Kurs des Euro profitierte von der generell steigenden Risikobereitschaft der Anleger. Im New Yorker Handel wurden zuletzt 1,0619 US-Dollar für einen Euro bezahlt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zwischenzeitlich auf 1,0661 (Mittwoch: 1,0537) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9379 Euro.

Auch die US-Anleihen wurden von der Hoffnung auf einen Zinsgipfel angetrieben. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen stieg um 0,54 Prozent auf 107,44 Punkte. Im Verlauf wurde der höchste Stand seit Mitte Oktober erreicht. Die Rendite für die Staatspapiere mit dieser Laufzeit fiel im Gegenzug auf zuletzt 4,66 Prozent.

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