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Domino-Effekt verstärkt Immobilien-Krise

Von Markus FugmannMarktüberblick12.02.2024 10:55
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Domino-Effekt verstärkt Immobilien-Krise
Von Markus Fugmann   |  12.02.2024 10:55
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Die Krise am Markt für Immobilien erzeugt einen Domino-Effekt: Weil Anleger versuchen, aus Immobilien-Fonds auszusteigen und daher ihre Fonds-Anteile verkaufen, zwingen sie damit institutionelle Investoren, die diese Fonds anbieten, Immobilien aus ihrem Portfolio zu verkaufen.

Immobilien-Krise: Anleger verkaufen, also müssen Immobilien-Fonds auch verkaufen

Privatanleger ziehen jeden Monat mehr als eine Milliarde Euro aus europäischen Immobilien-Fonds ab, da die sinkende Nachfrage und der Anstieg der Kreditkosten Bedenken hinsichtlich der Bewertung vor allem von Gewerbeimmobilien aufkommen lassen.

Die Geld-Abflüsse der Anleger führten dazu, dass das Gesamtnettovermögen der europäischen offenen und börsengehandelten Immobilien-Fonds von Dezember 2022 bis zum Ende des letzten Jahres um mehr als 10% auf 180,7 Milliarden Euro sank, wie die von Morningstar zusammengestellten Daten zeigen. Seit nunmehr elf Monaten in Folge sind Abflüsse zu verzeichnen, da das Ende des billigen Geldes Immobilien als Anlageklasse weniger attraktiv macht.

Während die Anleger derzeit vor allem wegen des US-amerikanischen Gewerbeimmobilienmarktes (Commercial Real Estate, CRE) nervös sind, haben sich diese Befürchtungen in dieser Woche auch auf Europa übertragen: Anleihen der Deutschen Pfandbriefbank AG und anderer Emittenten fielen aufgrund ihres Engagements in diesem Markt. Immobilien-Fonds stellen eine Bedrohung für die Finanzstabilität dar, da sie 40% der Gewerbeimmobilien-Märkte im Euroraum ausmachen, wie EZB-Notenbanker letztes Jahr warnten.

Immobilien-Fonds Geld-Abflüsse
Immobilien-Fonds Geld-Abflüsse

Problem der Illiquidität

Die Diskrepanz zwischen der Liquidität, die Anlegern in Immobilien-Fonds geboten wird, und der Illiquidität ihrer Vermögenswerte wurde nach dem Brexit-Votum deutlich, als viele britische Fonds den Handel aussetzen und ihre Vermögenswerte nach einer Flut von Rücknahmeanträgen schnell verkaufen mussten. Dieses Mister wiederholte sich dort während der Coronavirus-Pandemie, und viele von ihnen haben inzwischen geschlossen.

„Viele offene Fonds stehen unter Verkaufsdruck, um die zunehmenden Rücknahmeanträge zu erfüllen“, schrieb Oliver Salmon, Researcher bei Savills Plc, letzte Woche.

Dennoch dürften sich die Aussichten für Gewerbeimmobilien im Laufe dieses Jahres verbessern, wenn die EZB wie erwartet mit der Senkung der Zinsen beginnt und sich das Narrativ der sanften Landung der Wirtschaft bewahrheiten sollte.

Die Morningstar-Daten zeigen jedoch, dass die Geld-Abflüsse in ganz Europa in den letzten drei Monaten des Jahres 2023 jeweils eine Milliarde pro Monat Euro überstiegen haben. Deutsche Anleger, die ihr Geld erst nach einer einjährigen Kündigungsfrist abziehen können, zogen nach Angaben von Barkow Consulting in den letzten fünf Monaten des Jahres mehr als 750 Millionen Euro aus Immobilien-Fonds ab.

Wohn-Immobilien hatten 2023 den in Deutschland den größten je gemesssenen Wertverlust verzeichnet: Eigentumswohnungen fielen im Preis um 8,9 Prozent, Einfamilienhäuser um 11,3 Prozent und bei Mehrfamilienhäusern um 20,1 Prozent.

FMW/Bloomberg

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Kommentare (1)
Natascha Wolf
Natascha Wolf 12.02.2024 12:12
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Es wird keine oder nur marginale Zinssenkungen geben
12.02.2024 12:12
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Wie wahrscheinlich ist es, dass Andreas Isak richtig liegen wird und diese sogar weiter steigen auf bis zu über 9 Prozent bis Ende 2026?
Roland Bernschneider
Roland Bernschneider 12.02.2024 12:12
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0,0000% ,dieser Mann hat soviel Ahnung wie ich als Astronaut der eine Rakete steuern soll
Markus Unfugmann
Markus Unfugmann 12.02.2024 12:12
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4Mal 0.25% reicht für den Anfang
Ichweissesnicht Indiefresse
Ichweissesnicht Indiefresse 12.02.2024 12:12
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Das ist aber optimistisch Herr Unfug Mann. Der Typ ist bei Finanzen net schon x mal als Spam erdacht gesperrt. Weil er eine Schrottaktie Amplify pushen wollte. Sollen andere ins fallende Hackebeil greifen, nur weil er selber wohl Kohle versemmelt hat. Genau so steigen auch die Leitzinsen - NICHT
 
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