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Fixed Income 06.12.2011‏

Veröffentlicht am 06.12.2011, 09:37
Aktualisiert 01.01.2017, 08:20
Highlights

■ 15 EUR-Länder auf Credit Watch Negative durch S&P gestellt – Deutschland und Frankreich sind auch dabei.
■ Merkel und Sarkozy skizzieren Eckpunkte einer stärkeren fiskalischen Integration.
■ EZB reduziert Staatsanleihekäufe.
■ Mit der Verabschiedung des Sparpakets sinken die italienischen Renditen.

Markttechnik
Der Bund-Future ist wieder etwas eingeknickt, so dass auf Schlusskursbasis die 135 nicht gehalten werden konnte. Als gute Unterstützung erwies sich der Bereich bei 134,00, danach dürfte die 133,60 stabilisieren.

MACD-Analyse
Der MACD-Indikator liegt weiterhin im negativen Bereich.

RSI-Analyse
Der 14-Tage RSI bewegt sich in der neutralen Zone.

Fixed Income 06.12.2011‏


Marktkommentar
Die Rating-Agentur S&P hat die Bonitätsnote von 15 EUR-Ländern mit einem Credit Watch Negative versehen, darunter auch die beiden größten Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich. Begründet wurde der Schritt mit systemischen Risiken, die sich in der letzten Zeit für die Eurozone erhöht haben. Länder wie Deutschland, Österreich, Belgien, Finnland, die Niederlande und Luxemburg könnten um eine Stufe herabgestuft werden, bei den anderen neun Ländern ist sogar eine Verschlechterung des Ratings um zwei Stufen möglich. Entscheidend für die weitere Beurteilung dieser Länder durch S&P dürften nun die Ergebnisse des EU-Gipfels Ende dieser Woche sowie das weitere Verhalten der EZB sein. Letztere könnte Teil einer Lösung der Schuldenkrise sein. Frankreich erklärte jedoch nach der Ankündigung
von S&P, dass das Land keine weiteren Sparmaßnahmen auf den Weg bringen wird.


Die Märkte hoffen unverändert auf den großen Durchbruch bei der Schuldenkrise, so dass gestern sowohl die Renditen der Treasuries als auch die der Bunds moderat aufwärts tendierten. Merkel und Sarkozy haben gestern in Paris Eckpunkte einer stärkeren fiskalischen Integration in der Eurozone skizziert. Sie einigten sich darauf, dass es bei Verstößen gegen
Defizitregeln künftig automatische Sanktionen geben soll, die nur mit einer qualifizierten Mehrheit von 85% im Rat zu verhindern seien. Die dafür unerlässlichen Vertragsänderungen sollten möglichst für alle 27 EU-Länder durchgeführt werden, notfalls sei aber auch eine Änderung nur für alle 17 EUR-Länder denkbar. Die Einführung des ESM soll nach Angaben von
Merkel und Sarkozy von 2013 auf 2012 vorgezogen werden. Merkel hatte zudem gefordert, dass bei Verstößen gegen die Stabilitätskriterien Klage beim Europäischen Gerichtshof eingereicht werden kann. Dagegen sperrte sich allerdings Paris. Darüber hinaus machten die beiden Politiker erneut deutlich, dass es keine gemeinsamen Staatsanleihen in der Eurozone
geben wird. Frankreich fordert zudem weiterhin eine stärkere Einbindung der EZB in eine Lösung der Schuldenkrise, was Deutschland (vorerst noch) ablehnt. Die EZB hat in der vergangenen Woche ihre Staatsanleihekäufe im Vergleich zu den Vorwochen mit einem Volumen von 3,7 Mrd. EUR deutlich zurückgefahren, so dass sich das Gesamtvolumen der Käufe mittlerweile
auf 207 Mrd. EUR summiert. Mit der steigenden Summe nimmt das Risiko zu, dass die EZB diese Ankäufe nicht mehr sterilisieren kann.


Nach einer ersten Schätzung hat die Wirtschaftsleistung in der Eurozone im dritten Quartal mit einer Veränderungsrate von 0,2% gegenüber dem Vorquartal nahezu stagniert. Damit verliert die Konjunkturerholung immer mehr an Fahrt – der Sparkurs in vielen EUR-Ländern macht sich zunehmend bemerkbar. Ab dem Jahresende sollte die Eurozone sogar in eine milde Rezession rutschen, so dass für das Gesamtjahr 2012 kaum mit einer Ausweitung der Wirtschaftsaktivität zu rechnen ist. Heute werden die Komponenten des BIP für das dritte Quartal und damit die Wachstumstreiber veröffentlicht. Um den Dienstleistungssektor ist es weiterhin nicht gut bestellt. Darauf deutet jedenfalls der EUR-Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen hin, der unter der Wachstumsgrenze von 50 verharrt, auch wenn er wieder
gestiegen ist. Für die USA liegt derselbe Index weiterhin auf Wachstumskurs – trotz des leichten Rückgangs im November entgegen den Erwartungen. Für das verarbeitende Gewerbe war zuletzt noch ein unerwartet deutlicher Anstieg gesehen worden.

Um die gesamte Analyse zu lesen, klicken Sie bitte auf den Anhang

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