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Für britische Anleger war es bisher ein äußerst turbulentes Jahr. Nachdem sich der FTSE 100 bis Oktober besser als alle anderen Märkte der Industrieländer entwickelt hatte, stürzte er letzte Woche ab, als die neue Premierministerin Liz Truss einen Mini-Haushalt angekündigt hatte, der die finanzielle Glaubwürdigkeit des gesamten Landes in Frage stellte und damit die Anleger abschreckte.
Die daraus resultierende Marktschwäche bescherte Risikoanlagen, Anleihen und dem britischen Pfund in der vergangenen Woche eine steile Talfahrt.
Der Abverkauf der Landeswährung war so dramatisch, dass sich Truss genötigt sah, ihren Plan rückgängig zu machen, was in den letzten Tagen zu einer Erholung des FTSE führte.
Die Volatilität und der günstige Wechselkurs haben jedoch ausländischen Anlegern, die nach Qualitätsaktien suchen, zahlreiche Gelegenheiten eröffnet.
Für solche Investoren bieten britische Pharmawerte aufgrund ihres defensiven Charakters und ihrer großen globalen Präsenz einen interessanten Schwerpunkt. Schließlich werden genau diese Unternehmen von der Schwäche des Pfund Sterling profitieren, da sie den Großteil ihrer Umsätze in US-Dollar erzielen.
Besonders gut gefällt mir die Aktie von GlaxoSmithKline (LON:GSK), die in den letzten drei Monaten etwa ein Drittel ihres Wertes verloren hat und deren Dividendenrendite in der Konsequenz auf über 5 % gestiegen ist.
Aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass GSK in diesem unsicheren Umfeld ein guter Kaufkandidat für Value-Investoren ist:
Das in London ansässige Unternehmen GSK hat in den letzten Jahren aufgrund einer Reihe von Schwierigkeiten, unter anderem Misserfolge in der Onkologie und das Versäumen des lukrativen Marktes für die ersten COVID-19-Impfstoffe, eine unterdurchschnittliche Performance erzielt, obwohl es einer der weltweit größten Hersteller von Impfstoffen ist.
Nach der massiven Umstrukturierung unter der Leitung von Emma Walmsley ist das Unternehmen mittlerweile jedoch viel schlanker und zielgerichteter.
Im Juli schloss der Pharmariese die Ausgliederung der Consumer-Healthcare-Geschäfts Haleon ab. Haleon stellt u.a. das Schmerzmittel Panadol und die Zahnpasta Sensodyne her.
Im Rahmen der Abspaltung erhielt GSK eine Sonderdividende in Höhe von rund 7 Mio. Pfund, wodurch die Schuldenlast des Unternehmens erheblich reduziert wurde und es gleichzeitig mehr Flexibilität für Investitionen in seine Medikamentenpipeline erhielt.
Letzten Sommer vereinbarte das Unternehmen den Kauf von Affinivax Inc. für 3,3 Mrd. USD und ergänzte sein Portfolio damit durch Impfstoffkanditaten der nächsten Generation. Diesem Deal folgte im April die Übernahme von Sierra Oncology, einem Hersteller von zielgerichteten Therapien für seltene Formen von Krebs.
Das neue GSK, dessen Schwerpunkt auf dem Biopharmazie- und Impfstoffgeschäft liegt, verfügt über eine starke Medikamentenpipeline, zu der auch Impfstoffe gegen das respiratorische Synzytialvirus gehören, gegen das es noch keine zugelassene Therapie gibt.
Darüber hinaus wird erwartet, dass sich die Umsatzzahlen für Shingrix, ein Medikament gegen Gürtelrose, das zu den meistverkauften Produkten von Glaxo gehört, in den nächsten fünf Jahren verdoppeln werden.
Das ist vielleicht der Grund dafür, dass mehrere Investitionsmodelle von InvestingPro ein erhebliches Aufwärtspotenzial für diese Aktie signalisieren.
Eine der Hauptmotivationen für die Investition in Pharmaaktien ist die Suche nach stabilen Erträgen, da der Sektor in Zeiten der Krise als sicherer Hafen gilt. Nach der Abspaltung von Haleon halte ich die Ausschüttung von GSK für viel sicherer und sehe mehr Aufwärtspotenzial.
Im Ergebnisbericht für das 2. Quartal, dem ersten nach Abschluss der Umstrukturierung, meldete GSK einen Umsatzsprung von 13 % im Vergleich zum Vorjahr und ein Wachstum des Gewinns pro Aktie von 6 %.
GSK teilte außerdem mit, dass die bereinigte Betriebsgewinnmarge um 7 % gestiegen ist. Das Unternehmen hob außerdem seine Prognose für das Gesamtjahr aufgrund steigender Umsätze und Margen im 2. Quartal an.
Auch die Quartalsdividende von GSK, die in diesem Jahr wegen der Abspaltung von 0,63 USD auf 0,341 USD gekürzt wurde, erweist sich nach dem jüngsten Ausverkauf wieder als attraktiv. Mit einer Rendite von mehr als 5 % zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bietet die GSK-Aktie eine günstige Einstiegsmöglichkeit für eine ordentliche Rendite.
Fazit
Nach seiner jüngsten Umstrukturierung ist GlaxoSmithKline zu einem wachstumsorientierten Unternehmen avanciert. Die globale Präsenz von GSK und das umfangreiche Portfolio an Arzneimittelpatenten schützen die Umsätze vor dem derzeitigen Wirtschaftschaos im Vereinigten Königreich. Der jüngste Ausverkauf der Aktie bietet daher eine gute Gelegenheit für Anleger, die sich eine höhere Dividendenrendite sichern wollen.
Offenlegung: Der Autor besitzt keine Aktien von GSK. Die in diesem Artikel dargelegten Ansichten geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wider und sind nicht als Anlageberatung zu verstehen.
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DAX Analyse ab dem 27. Februar 2025
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