Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Seit über einem Jahrhundert gilt New York City als das pulsierende Herz des globalen Kapitalismus. Umso größer war der Schock, als die Stadt in diesem Monat mit Zohran Mamdani, einem selbsternannten demokratischen Sozialisten, einen neuen Bürgermeister wählte.
Mamdani, 34, wird damit nicht nur der jüngste Bürgermeister seit mehr als 100 Jahren, sondern zugleich der erste Muslim in diesem Amt. Noch zu Beginn des Jahres war er nahezu unbekannt – doch er setzte sich gegen den ehemaligen Gouverneur Andrew Cuomo durch, unterstützt von US-Präsident Donald Trump. Ob diese Rückendeckung ihm tatsächlich geholfen hat, darf allerdings bezweifelt werden.
Aufstieg eines neuen Populismus
Populismus galt lange als Markenzeichen der politischen Rechten – man denke an Trump oder den Brexit. Inzwischen zeigt sich jedoch eine neue, linke Ausprägung dieser Bewegung. Mamdanis Botschaften – Mietendeckel, Unterstützung für kleine Unternehmen und ein Mindestlohn von 30 Dollar – trafen vor allem bei jungen Wählern auf breite Zustimmung. Laut Umfragen stimmten 78 % der New Yorker unter 30 Jahren für ihn, während nur 18 % Cuomo ihre Stimme gaben.
Der Investor Kevin O’Leary („Mr. Wonderful“) schrieb auf LinkedIn, Mamdani habe „einen fantastischen Job gemacht, weil er die sozialen Medien verstanden hat“. In der heutigen Aufmerksamkeitsökonomie ist der Algorithmus tatsächlich König. Genau dieser Mechanismus veranlasste Elon Musk im Jahr 2022, Twitter zu übernehmen – und spielte wohl auch bei Donald Trumps politischem Comeback eine zentrale Rolle.
Zugleich wächst bei jungen Menschen das Misstrauen gegenüber traditionellen Institutionen. Stattdessen wenden sie sich Alternativen zu – sei es in der Politik oder in Form dezentraler Vermögenswerte wie Bitcoin und Stablecoins.
Progressiver Kurs – wirtschaftliche Risiken
Ein Teil von Mamdanis Programm erinnert an klassische Wirtschaftsförderung: niedrigere Gebühren, beschleunigte Genehmigungsverfahren und eine digitalisierte Verwaltung. Doch seine progressiven Kernforderungen – ein Mindestlohn von 30 Dollar, kostenlose Busse und kostenlose Kinderbetreuung – sorgen bei Unternehmern und Steuerzahlern für Unbehagen.
Für viele kleine Betriebe machen Löhne bereits 15 bis 30 % der Einnahmen aus. Zusätzliche Belastungen könnten Investitionen ausbremsen. Maßnahmen wie Mietendeckel oder die Verstaatlichung von Versorgungsunternehmen mögen populär klingen, bergen jedoch das Risiko, privates Kapital abzuschrecken.
BCA Research bringt es auf den Punkt:
„Mamdani wird es schwer haben, NYC zu regieren und sein Programm der kostenlosen Dinge umzusetzen.“
Flucht aus New York
Große Unternehmen reagieren bereits. JPMorgan Chase, Goldman Sachs und Citigroup haben Tausende Arbeitsplätze von New York nach Texas und Florida verlagert – in Regionen mit niedrigeren Steuern und weniger Regulierung.
Nach Angaben der National Taxpayers Union Foundation (NTUF) haben diese beiden Bundesstaaten in den vergangenen zehn Jahren zusammen rund 250 Mrd. USD an bereinigtem Einkommen hinzugewonnen, während New York 111 Mrd. USD verlor.
Im State Competitiveness Index 2026 der Tax Foundation belegt New York bei den Unternehmenssteuern den letzten Platz. Mit einer kombinierten Spitzensteuer von fast 15 % bieten andere Bundesstaaten inzwischen deutlich attraktivere Standortbedingungen.
Das Kernproblem: Die reichsten 1 % der Steuerzahler tragen rund 40 % der städtischen Einkommensteuer. Sollte diese Gruppe das Vertrauen verlieren – und der Stadt den Rücken kehren –, droht New York ein erheblicher Einnahmeverlust.
Kapitalismus im Wandel
Mamdanis Wahlsieg steht sinnbildlich für den Wertewandel einer ganzen Generation. Laut einer Gallup-Umfrage bewerten nur noch 54 % der Amerikaner den Kapitalismus positiv – vor wenigen Jahren waren es noch 60 %. Unter den Demokraten zeichnet sich ein noch deutlicheres Bild ab: Mehr von ihnen sehen den Sozialismus inzwischen positiver als den Kapitalismus.

Der Risikokapitalgeber Peter Thiel brachte es bereits 2020 in einer E-Mail auf den Punkt:
„Wenn es zu viele Studentenschulden gibt oder das Wohnen unerschwinglich ist, besitzt man negatives Kapital. Und wer keinen Anteil am System hat, wendet sich irgendwann dagegen.“
Gold als letzter Zufluchtsort?
Politische Veränderungen gehen häufig wirtschaftlichen Umbrüchen voraus. Sollte der Trend anhalten, dass Unternehmen in wachstumsfreundlichere Bundesstaaten wie Florida, Texas oder Tennessee abwandern, könnten sich dort attraktive Chancen in den Bereichen Immobilien, Infrastruktur und Kommunalanleihen eröffnen.
Gleichzeitig dürften Sektoren profitieren, die im Einklang mit Mamdanis Agenda stehen – etwa erneuerbare Energien, sozialer Wohnungsbau oder der öffentliche Nahverkehr. Diese Bereiche könnten durch neue Finanzierungsströme zusätzlichen Auftrieb erhalten.
Ich bin zuversichtlich, dass sich die Märkte anpassen werden. Bis dahin erscheint es sinnvoll, auf Sachwerte wie Gold und Silber zu setzen – klassische Anlageformen, die Investoren in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit traditionell bevorzugen. Tatsächlich verzeichneten laut Daten von Lipper Goldminenfonds in den USA im dritten Quartal Zuflüsse von rund 5,4 Mrd. US-Dollar – der höchste Wert in einem einzelnen Quartal seit Dezember 2009.
***
Alle zum Ausdruck gebrachten Meinungen und bereitgestellten Daten können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Einige dieser Meinungen sind möglicherweise nicht für jeden Anleger geeignet. Wenn Sie auf die oben stehenden Links klicken, werden Sie zu Websites Dritter weitergeleitet. U.S. Global Investors unterstützt nicht alle Informationen, die auf diesen Websites bereitgestellt werden, und ist nicht für deren Inhalt verantwortlich.
***
Alle hier geäußerten Meinungen und bereitgestellten Daten können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Einige dieser Meinungen sind möglicherweise nicht für jeden Anleger geeignet. Wenn Sie auf die obigen Links klicken, werden Sie auf eine Website eines Dritten weitergeleitet. U.S. Global Investors macht sich nicht alle Informationen dieser Websites zu eigen und ist nicht für deren Inhalt verantwortlich.

