Wöchentlicher Marktbericht der Global Investa
Aktien
Kräftige Kursverluste gab es in der vergangenen Woche an den Aktienmärkten zu beobachten. Von den Wochentiefs konnten sich die meisten Indizes jedoch sehr deutlich absetzen. Der marktbreite US-Index S&P 500 verbuchte auf Wochensicht noch ein Minus von 1,39 Prozent auf 4.174 Punkte. Der DAX erkämpfte sich ein Plus von 0,11 Prozent und verabschiedete sich mit 15.417 Zählern ins Wochenende. Die Märkte reagierten empfindlich auf weitere Indizien für ein Anziehen der Inflation, was wiederum die US-Notenbank Fed zu einem früher als bislang erwarteten Anziehen der geldpolitischen Zügel veranlassen könnte. Die Verbraucherpreise in der weltgrößten Volkswirtschaft waren im April im Jahresvergleich um 4,2 Prozent und damit so stark wie zuletzt im September 2008 gestiegen. Experten hatten im Schnitt mit 3,6 Prozent gerechnet. Auch die Erzeugerpreise und Importpreise übertrafen die Markterwartung. Andererseits dämpften mehrere schwächer als erwartet hereingekommene US-Konjunkturdaten (Einzelhandelsumsätze/Industrieproduktion/Verbraucherstimmung) die Sorge, dass eine Rückführung der Lockerungsmaßnahmen („Tapering“) zeitnah auf die Agenda rücken dürfte. Die Märkte preisten zuletzt eine erste Leitzinserhöhung der Fed für das Frühjahr 2023 ein.
Devisen
Am Devisenmarkt spiegelte der US-Dollar genau diese Unsicherheit mit einem sehr volatilen Handelsverlauf ebenfalls wider. Am Ende hielten sich die Veränderungen in engen Grenzen. Der Dollar-Index notierte im Wochenvergleich 0,09 Prozent fester. Für EUR/USD ging es um 0,20 Prozent abwärts auf 1,2144 USD. Der Bitcoin sackte um 14,53 Prozent auf ein 2-Monats-Tief bei 49.141 USD ab und versucht sich aktuell auf der steigenden 100-Tage-Linie zu stabilisieren. Die Kryptowährung litt darunter, dass Tesla (NASDAQ:TSLA) aus Umweltschutzgründen die Möglichkeit der Zahlungsabwicklung mit Bitcoin abgeschafft hat. Ethereum markierte derweil ein neues Allzeithoch bei knapp unter 4.400 USD und ging anschließend in den Konsolidierungsmodus über. Auf Wochensicht haussierte der Coin um 14,05 Prozent und endete bei 3.847 USD.
Rohstoffe
Die Rohstoffpreise markierten gemessen am S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise ein 7-Jahres-Hoch und trugen damit weiter zu den gestiegenen Inflationssorgen bei. Erst am Donnerstag kam es zu einem Rücksetzer mit deutlich fallenden Ölpreisen. Diese standen mit dem Wiederhochfahren der wichtigsten US-Benzin-Pipeline, die rund eine Woche nach einer Hacker-Attacke geschlossen worden war, unter Druck. Zudem sahen Händler in der Entwicklung in Indien mit Blick auf die weiter wütende Corona-Pandemie einen wichtigen Belastungsfaktor. Indien ist der drittgrößte Rohölimporteur der Welt. Brent-Öl verteuerte sich auf Wochensicht dank eines kräftigen Anstiegs am Freitag dennoch um 0,63 Prozent auf 68,71 USD. Gold legte nach einer mehrtägigen Seitwärtsbewegung um 0,37 Prozent auf 1.838 USD zu
Trotz sorgfältiger Analyse übernimmt Global Investa keine Gewähr für Inhalt, Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen.