Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Am Freitag werden die Non-Farm Payrolls veröffentlicht, einer der wichtigsten Reports des Monats. Sie sorgen fast immer für massive Volatilität an den Märkten. Viel Chance, aber eben auch viel Risiko.
Kontext: Wo kommen wir her?
Die letzten NFP-Daten waren enttäuschend. Wir hatten eine deutliche Downward Revision, also eine nachträgliche Korrektur nach unten. Das hat für Unsicherheit gesorgt und dazu geführt, dass Zinssenkungen für September eingepreist wurden.
Auf der anderen Seite läuft die US-Wirtschaft extrem stark: Das GDP Nowcast liegt über 3 %, die Q2-Daten wurden zuletzt sogar auf 3,3 % nach oben revidiert. Von einer echten Rezession ist die US-Wirtschaft also weit entfernt.
Leading Indicator für Rezession: Initial Claims
Ein Indikator, den du unbedingt kennen musst, sind die Initial Jobless Claims. Sie gelten als Frühwarnsystem für den Arbeitsmarkt. Aktuell zeigen die Claims jedoch keinerlei Anzeichen einer Rezession. Ganz im Gegenteil: Der Arbeitsmarkt wirkt stabil.
Für mich ist deshalb das negative Pricing, das wir in den letzten Wochen gesehen haben, überzogen. Das Chancen-Risiko-Verhältnis spricht klar für positive Überraschungen.
Diese Szenarien habe ich auf dem Schirm
Die Non-Farm Payrolls sind kein einfacher Schwarz-Weiß-Report. Es geht nicht nur um „gut“ oder „schlecht“, sondern darum, wie stark die Daten vom Konsens abweichen und wie die Märkte diese Abweichung interpretieren.
Szenario 1: Leicht schwächere Daten
Wenn die NFPs leicht unter den Erwartungen liegen, spielen die Märkte in der Regel das Spiel „Bad News = Good News“. Warum? Weil schwächere Daten die Wahrscheinlichkeit für Zinssenkungen erhöhen. Für Aktienmärkte ist das positiv, da niedrigere Zinsen die Bewertungen stützen. Der Dollar kann kurzfristig unter Druck geraten, die Bewegungen bleiben aber meist begrenzt.
Szenario 2: Etwas bessere Daten
Kommen die Zahlen leicht stärker als erwartet, werden Zinssenkungen zwar teilweise ausgepreist, aber die Wachstumsstory bleibt intakt. Das bedeutet: Der Dollar gewinnt an Stärke, während Aktien trotzdem stützend reagieren können – eben weil die Konjunktur robust bleibt.
Szenario 3: Sehr starke Daten („hot print“)
Ein klarer Ausreißer nach oben kann Inflationsängste wecken. Dann rückt das Risiko in den Fokus, dass die Fed restriktiver bleibt oder länger hoch bleibt. Für Aktien bedeutet das Gegenwind, während der Dollar in diesem Szenario oft deutlich zulegt.
Szenario 4: Sehr schwache Daten
Das schlechteste Szenario: Sollten die NFPs massiv enttäuschen, werden zwar Zinssenkungen stark eingepreist, diesmal aber nicht im positiven Sinne. Stattdessen entstehen Rezessionsängste. Dann gilt: Bad News = wirklich Bad News. Aktienmärkte reagieren negativ, der Dollar kann unter Druck geraten, die Marktreaktion wird unruhig und schwer einschätzbar.
Trading-Ideen für Freitag
US-Dollar
Der Dollar ist massiv überverkauft. Für mich ist die Long-Seite die spannendste Option. Das einzige Szenario, in dem der Dollar wirklich stark abverkauft wird, ist Szenario 4.
Meine Idee: Long Dollar, am besten über Short EUR/USD, da die Korrelation invers ist. Außerdem sehen wir extreme COT Positionierungen im Euro.
US-Aktien (S&P 500)
Es gibt wenig Gründe von fallenden Kursen auszugehen. Selbst schwächere Daten könnten über den Mechanismus „Bad News = Good News“ (weil Zinssenkungen dann wahrscheinlicher werden) stützend wirken.
Nur wenn die Daten zu schlecht ausfallen, kippt das Bild in Richtung Rezessionsangst.
Mein Ausblick: steigende US-Aktienmärkte.
Gold
Bei robusten Daten ist Gold anfällig für Abwärtsdruck, da ein stärkerer Dollar oft gegensätzlich wirkt. Aktuell ist die Korrelation invers. Diese kann sich über die Zeit wieder ändern, da sie dynamisch ist.
