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Sartorius (Analyse) – Der Abwärtstrend scheint überwunden

Veröffentlicht am 24.03.2024, 18:59
Aktualisiert 04.09.2023, 16:55

Sartorius

Die Stammaktie das Herstellers von Laborausrüstung gehörte zu den großen Gewinnern der Corona-Pandemie und hatte sich in deren Verlauf nahezu verfünffacht. Wie zu erwarten, gab die Aktie ihre Kursgewinne mit dem Abklingen der Nachfrage anschließend wieder weitestgehend ab. Mittlerweile hat sich das Kursniveau aber wieder stabilisiert und die Zeichen scheinen auch ohne die Corona-bedingte Nachfrage auf Wachstum zu stehen. Die Ertragszahlen für 2023 liegen jedenfalls immer noch deutlich über dem Niveau vor Corona.

Frankfurt/Main, den 22.3.2024: Mit einem Kursanstieg von 680 EUR zwischen März 2020 und September 2021 konnten die Besitzer der Stammaktie von Sartorius (ETR:SATG_p) (ISIN: DE0007165607) sich über einen satten Kurszuwachs von 455 % freuen. Sartorius hat während der Corona-Pandemie hohe Gewinne vor allem durch den Verkauf von Laborausrüstung und Verbrauchsmaterialien erzielt. Das Unternehmen ist ein führender Anbieter von Produkten für die Biotechnologie- und Pharmaindustrie und hat von der gestiegenen Nachfrage nach Laborprodukten profitiert, die durch die Covid-19-Krise verursacht wurde.

Mit dem Ende der Maßnahmen wurde es dann jedoch wieder ruhig um die Aktien der Göttinger. Aufgrund hoher Lagerbestände bei der Kundschaft hatte die Nachfrage stark nachgelassen und so wurden ca. 80 % der vorherigen Kursgewinne wieder abgegeben. Von einst 833 EUR in September 2021 fiel die Stammaktie innerhalb von 2 Jahren wieder zurück auf 180 EUR im Oktober 2023. Seitdem geht es wieder bergauf. Das Zahlenwerk des abgelaufenen Geschäftsjahres und die Aussichten für die kommenden Jahre sprechen für ein Anhalten der Aufwärtstendenz.

Im Vorjahresvergleich mag das Zahlenwerk für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 mit einem Ergebnisrückgang von 48 % – um Sondereffekte bereinigt – zunächst ernüchternd wirken. Im Vergleich zum Ertragsniveau vor der Pandemie kann man jedoch festhalten, dass Sartorius seine Ertragssituation auch ohne Corona-Nachfrage stark verbessert hat. Ende 2023 standen 3,07 Mrd. EUR an Auftragseingängen zu Buche, gegenüber 1,94 Mrd. EUR zum Ende 2019 (+58 %). Die Umsatzerlöse in 2023 betrugen 3,4 Mrd. EUR, und damit 86 % mehr als in 2019 (1,83 Mrd.). Das Ergebnis je Aktie legte um 61 % zu, von 3,06 EUR je Aktie in 2019 auf 4,94 EUR je Aktie in 2023 und der operative Cashflow konnte um 126 % gesteigert werden von 377 Mio. EUR in 2019 auf 853 Mio. EUR in 2023.

Mehrere Umstände der jüngeren Vergangenheit sind Analysten jedoch ein Dorn im Auge. Zum einen hat sich die Nettoverschuldung des Konzerns gegenüber 2022 auf 5 Mrd. EUR (2022: 2,38 Mrd.) verdoppelt, einhergehend mit einem Rückgang der Eigenkapitalquote von 38 auf 28 %. Um der erhöhten Verschuldung entgegenzuwirken, wurden zudem 613.000 eigene Vorzugsaktien in Umlauf gebracht mit einem Gesamterlös von ca. 200 Mio. EUR. Außerdem wurde bei der börsennotierten französischen Tochter Sartorius Stedim Biotech S.A. Mitte 2023 eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Dabei wurden 5,15 Millionen neue Aktien ausgegeben, die ca. 1,2 Mrd. EUR an frischem Kapital in die Kassen gespült haben dürften.

Damit wird deutlich, dass sich die Relation zwischen operativem Cashflow und Verschuldung deutlich verschlechtert hat und ein Großteil des hinzugewonnenen Cashflows wohl für den Schuldendienst verwendet werden muss, hinzu kommen Verwässerungseffekte aus den genannten Kapitalmaßnahmen. Dennoch rechnen Analysten für 2024 wieder mit einer moderaten Steigerung beim Nettoergebnis. Der Konzern selbst hat lediglich eine Umsatzprognose bekannt gegeben und rechnet mit einem prozentualen Umsatzwachstum im mittleren bis oberen einstelligen Bereich bei einem leichten Anstieg der operativen Marge vor Zinsen und Steuern. Branchenkenner erwarten in den nächsten Jahren auf den Kernmärkten von Sartorius, also der Biotechnologie- und Pharmaindustrie, weiteres Wachstum und eine steigende Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens. Die Analystenmeinungen sind uneinheitlich. Von 17 Analysten raten 7 zum Kauf, 8 zum Halten und 2 zum Verkauf.

Bewertung auf Basis der Dividende

Bewertung auf Basis der Dividende

Da die Relation zwischen Kursentwicklung und Dividende der Stammaktie über die letzten 6 Jahre sehr konstant war legen wir für unsere Bewertung die zu erwartende Dividende für 2024 – Ausschüttung in 2025 – zu Grunde. Dabei gehen wir konservativ vor und gehen davon aus, dass Sartorius in der Lage sein wird, die Dividende je Aktie mindestens konstant zu halten. Der jährliche Höchstkurs der Aktie notiert seit 2019 im Durchschnitt bei einer Dividendenrendite von 0,2 %, der jährliche Tiefstkurs bei 0,44 %. Damit ergibt sich durch Diskontierung einer Dividende von 0,73 EUR je Aktie eine Handelsspanne mit einem Einstiegskurs von 165 EUR und einem Kursziel von 365 EUR.

Charttechnik

Seit ihrem im Tief im Oktober 2023 befindet sich die Notierung der Stammaktie in einer stetigen Aufwärtsbewegung, in deren Verlauf eine Schulter-Kopf-Schulter Formation ausgebildet wurde. Die Tiefs bei 245 EUR im Juni 2023 und 234 EUR im Januar 2024 bilden dabei die Schultern. Die Nackenlinie der Formation verläuft leicht geneigt bei aktuell ca. 290 EUR. Im Verlauf der letzten Woche wurde der seit August 2022 bestehende Abwärtstrend überwunden und der Abstand zur 200-Tage-Linie (258 EUR) konnte weiter ausgebaut werden. Aktuell notiert der Aktienkurs knapp unterhalb der Nackenlinie der S-K-S Formation. Ein klares technisches Kaufsignal würde sich mit dem Überwinden der Marke von 290 EUR auf Tagesschlussbasis ergeben und bei regelkonformer Auflösung der Formation Kurspotential bis zur Marke von 400 EUR eröffnen. Die relative Stärke auf Basis von 14 Wochen notiert aktuell bei ca. 60 und tendiert nach oben. Ein erneuter Rückfall mit Unterschreiten der jüngsten Unterstützung bei 234 EUR würde erneut Abwärtspotential bis in den Bereich von 180 und darauffolgend 150 EUR eröffnen. Die nächsten charttechnischen Widerstände liegen bei 320 und 350 EUR.

Sartorius Wochenkurse

Fazit

Davon ausgehend, dass der Konzern sein Ertragsniveau mindestens stabil halten kann, erwarten wir, dass Sartorius auch 2025 wieder mindestens eine Dividende von 0,73 EUR je Stammaktie für das laufende Jahr ausschütten wird. Auf dieser Basis erachten wir die Aktie aktuell als leicht überbewertet und sehen bis zu unserem Kursziel bei 365 EUR noch Gewinnpotential von ca. 27 %. In Anbetracht dieser Gewinnchance und der technischen Aufwärtstendenz kaufen wir die Aktie trotz der vorliegenden leichten Überbewertung. Da jedoch das Risiko besteht, dass die Aktie zunächst auf das Einstiegsniveau zurückfällt und das Chance-Risiko-Verhältnis damit ungünstig ausfällt, platzieren wir eine Stop-Loss Order knapp unterhalb des letzten Tiefs bei 232 EUR (-20 %). Vorsichtige Anleger warten den klaren Bruch der Marke von 290 EUR auf Tagesschlusskursbasis ab.

Investmentidee(n) auf Sartorius (Stammaktie)

Mutige Anleger können alternativ auf einen Turbo-Bull auf Sartorius zurückgreifen, der von steigenden Kursen in der Aktie profitiert. Außerdem ist die Auswahl der Emittenten, die solche Papiere anbieten, sehr groß. Das hier ausgewählte Bull-Papier (ISIN: DE000VM5GFB1) hat einen Hebel von drei, vollzieht die Kursbewegungen in der Aktie also mit einem Faktor von 3 nach.

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