Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Eine disziplinierte Rotation zwischen überkauften und überverkauften Sektoren, Faktoren oder Einzeltiteln zählt zu den bewährten Ansätzen, um die Gesamtmarktperformance zu übertreffen. Wie bei jeder taktischen Strategie liegt die größte Herausforderung jedoch im Timing – also in der Einschätzung, wann ein Paar aus Sektoren, Faktoren oder Aktien tatsächlich vor einer Trendwende steht.
Aktuell zeigt sich eine ausgeprägte Divergenz zwischen Softwarewerten und Basiskonsumgütern. Im Jahr 2026 hat der Software-ETF IGV bislang rund 20 % verloren, während der XLP, der den US-Basiskonsumgütersektor abbildet, um 12 % zulegen konnte. Der S&P 500 notiert im bisherigen Jahresverlauf dagegen weitgehend unverändert. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob es an der Zeit ist, Konsumgütertitel zu reduzieren und Softwarewerte aufzustocken.
Zur besseren Einordnung dieser Beziehung und möglicher Handelsansätze verweisen wir auf drei aussagekräftige Grafiken. Die beiden Diagramme auf der linken Seite zeigen, dass das Call-Volumen im Softwaresektor auf ein historisch hohes Niveau gestiegen ist, während gleichzeitig auch das Put-Volumen bei den Basiskonsumgütern erhöht bleibt. Sowohl spekulative Investoren als auch Hedger positionieren sich damit offenbar für ein Szenario, in dem sich die Performance-Divergenz zwischen beiden Sektoren wieder schließt.
Zur Analyse dieses Spread-Plays haben wir unsere technische Analyse herangezogen. Das rechte Diagramm zeigt das Preisverhältnis (blau) von IGV zu XLP. Dieses Verhältnis ist seit November deutlich rückläufig. Unterhalb der Grafik ist ein proprietärer technischer Momentum-Indikator dargestellt, der signalisiert, dass der IGV gegenüber dem XLP deutlich überverkauft ist. Ein klares Kaufsignal, das auf eine unmittelbar bevorstehende Umkehr der Performance-Divergenz hindeuten würde, liegt jedoch bislang nicht vor.
Auch die beiden unteren Indikatoren, MACD und Stochastik, bestätigen eine überverkaufte Marktsituation, ohne bislang entsprechende Kaufsignale auszulösen. Wie bei der technischen Analyse einzelner Aktien oder Indizes gilt dabei: Der IGV muss den XLP nicht zwingend outperformen – es reicht aus, wenn die Underperformance endet, damit sich die technischen Indikatoren wieder in Richtung ihres fairen Werts bewegen.

Ereignisse der laufenden Woche
Der Wirtschaftskalender hält in dieser Woche mehrere relevante Veröffentlichungen bereit. Am Mittwoch legt das Bureau of Labor Statistics (BLS) den verspäteten Beschäftigungsbericht vor, der ursprünglich für den vergangenen Freitag angesetzt war. Erwartet wird ein Stellenaufbau von 50.000 neuen Arbeitsplätzen im vergangenen Monat. Die Arbeitslosigkeit dürfte zugleich um 0,1 % auf 4,5 % ansteigen.
Die zuvor veröffentlichten ADP-Daten mahnen zur Vorsicht und deuten darauf hin, dass das Ergebnis unter den Konsenserwartungen liegen könnte. Am Freitag folgt die Veröffentlichung der VPI-Daten durch das BLS. Dabei wird insbesondere darauf geachtet, ob die offiziellen Inflationszahlen einen ähnlich deutlichen Rückgang zeigen wie die Truflation-Daten (siehe unten) im Januar. In diesem Zusammenhang ist auch bemerkenswert, dass die Einjahres-Inflationserwartungen der University of Michigan am Freitag von 4,00 % auf 3,50 % gefallen sind.
Auf Unternehmensseite fällt der Ergebniskalender in dieser Woche vergleichsweise überschaubar aus. Hervorzuheben sind die Zahlen von McDonald’s (NYSE:MCD), die am Mittwoch veröffentlicht werden. Der nächste marktbewegende Ergebnisbericht steht anschließend mit den Zahlen von Nvidia (NASDAQ:NVDA) an, die für den 25. Februar erwartet werden.

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