Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Die Märkte sehen Nvidia (NASDAQ:NVDA) weiterhin als den klaren Branchenführer in der KI-Chip-Produktion. Für viele wirkt der technologische Vorsprung nahezu uneinholbar. Doch die jüngsten Entwicklungen bei Google zeigen, dass durchaus Konkurrenz entstehen könnte. Google (NASDAQ:GOOGL) setzt zunehmend auf seine eigenen Tensor Processing Units (TPUs), mit denen das Unternehmen sowohl seine KI-Plattform trainiert als auch betreibt.
Diese Chips gelten als kostengünstiger und energieeffizienter als Nvidias GPUs. Durch den verstärkten Einsatz von TPUs verbessert Google offenbar seine Stückkosten und reduziert gleichzeitig die Abhängigkeit von Nvidia-Hardware.
Und Google steht mit diesem Ansatz nicht allein. Meta Platforms (NASDAQ:META) entwickelt mit MTIA einen eigenen Chip für generative KI-Workloads. Amazons (NASDAQ:AMZN) Tranium verfolgt einen ähnlichen Zweck. Angesichts der jüngsten Kursgewinne von Google ist es gut möglich, dass diese TPU-Strategien weiter beschleunigt werden.
Damit geraten einige Grundannahmen ins Wanken – insbesondere jene, die Nvidias außergewöhnlich hohe Margen und das „Jeder gewinnt“-Narrativ untermauern, das in Teilen der Mag-7-Bewertungen mitschwingt. John Authers von Bloomberg bringt es so auf den Punkt:
Vorerst bleiben die TPUs von Google proprietär. Und obwohl die fortschrittlichen Chips von Nvidia wohl weiterhin sehr gefragt sein werden, argumentiert Laszlo Kishonti von aiMotive, dass andere Hyperscaler ermutigt sein könnten, ihre eigenen maßgeschneiderten Chip-Produkte zu entwickeln – möglicherweise zu einem Bruchteil der Kosten von Nvidia. Sundar Pichai, der CEO von Google, kündigte bei den jüngsten Geschäftszahlen an, dass TPUs bald breiter verfügbar sein sollen:
„Wir investieren in TPU-Kapazitäten, um die enorme Nachfrage von Kunden und Partnern zu bedienen. Wir freuen uns, dass Anthropic kürzlich Pläne veröffentlicht hat, Zugang zu bis zu 1 Million TPUs zu erhalten.“
Die folgende Grafik macht deutlich, dass der Markt den zunehmenden Einsatz von TPUs und den damit verbundenen potenziellen Rückgang von Nvidias Marktanteilen sehr genau beobachtet. Gleichzeitig sollte man nicht vergessen, dass Nvidia sich immer wieder als außerordentlich innovativ und wegweisend erwiesen hat. Es ist also durchaus wahrscheinlich, dass das Unternehmen eigene, wettbewerbsfähige TPU-Lösungen entwickeln wird – und gleichzeitig weiterhin eine nahezu monopolartige Stellung bei KI-GPUs behauptet.

Ausgeglichenere Bewertungen
Vor Kurzem haben wir das PEG-Verhältnis angesprochen und erläutert, warum Nvidia trotz seines hohen KGVs auf den ersten Blick relativ günstig erscheint. Daraufhin haben uns mehrere E-Mails mit der Bitte um zusätzliche Details erreicht. Deshalb möchten wir einige Zahlen nachreichen, um die Bewertungsrelationen transparenter zu machen. Das PEG-Verhältnis ergibt sich aus dem Kurs-Gewinn-Verhältnis, geteilt durch die erwartete Wachstumsrate. Üblicherweise beziehen sich Investoren hierbei auf das erwartete EPS-Wachstum der kommenden 3 bis 5 Jahre. Zur Einordnung beginnen wir mit Nvidia.
Nvidia weist ein P/E-Verhältnis von 43 und ein PEG-Verhältnis von 0,92 auf. Die implizite Wachstumsrate lässt sich einfach zurückrechnen: 43 / .92 = 46. Der Markt unterstellt also ein Gewinnwachstum von rund 46 %. Zum Vergleich: Der S&P 500 kommt bei einer erwarteten Gewinnsteigerung von 12 % auf ein PEG-Verhältnis von 1,82.
Verizon (NYSE:VZ) besitzt zwar ein sehr niedriges KGV von 8,5, doch bei einer erwarteten Wachstumsrate von lediglich 3 % ergibt sich ein PEG-Wert von nahezu 3.
Bei Apple (NASDAQ:AAPL) liegt das KGV mit 37 in einer ähnlichen Größenordnung wie bei Nvidia. Die erwartete Gewinnwachstumsrate beträgt jedoch nur 10 %, was zu einem deutlich höheren PEG-Verhältnis führt.
Diese Beispiele zeigen, dass das KGV zwar ein hilfreiches Bewertungsinstrument ist, jedoch ohne den Kontext der erwarteten Wachstumsraten leicht in die Irre führen kann. Die nachstehende Tabelle von FinViz verdeutlicht dies anhand der PEG-Verhältnisse der S&P-500-Unternehmen.

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