Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Im Jahr 2015 stellte Google SpaceX einen Scheck über 900 Millionen US-Dollar aus und sicherte sich damit rund 7,5 Prozent an dem damals noch jungen Raumfahrtunternehmen von Elon Musk. Die Bewertung lag zu diesem Zeitpunkt bei etwa 12 Milliarden US-Dollar. Zehn Jahre später gilt dieses frühe Engagement zunehmend als außergewöhnlich erfolgreicher Deal - nicht nur wegen des enormen finanziellen Ertrags, sondern auch aufgrund der strategischen Vorteile, die sich daraus für den Technologiekonzern ergeben haben.
SpaceX hat kürzlich angekündigt, einen Börsengang zu einer angestrebten Bewertung von 1,5 Billionen US-Dollar zu prüfen. Auf diesem Niveau wäre Googles ursprüngliche Investition von 900 Millionen US-Dollar heute rund 112 Milliarden US-Dollar wert. Zum Vergleich: Googles zuletzt ausgewiesener Jahresgewinn belief sich auf 98 Milliarden US-Dollar. Eine Wertsteigerung um das 125-fache innerhalb eines Jahrzehnts ist außergewöhnlich - ebenso bemerkenswert ist die strategische Weitsicht, die dieser Investition zugrunde lag.
Mit der zunehmenden Komplexität von KI-Modellen rückt der Energiebedarf von Rechenzentren immer stärker in den Fokus. Bereits heute belasten große Rechenzentren Stromnetze, Wasserressourcen und lokale Gemeinden. Ein möglicher Ansatz zur Entlastung der bestehenden Infrastruktur sind weltraumgestützte Rechenzentren. SpaceX hat mit inzwischen rund 7.500 Satelliten im Orbit demonstriert, dass das Unternehmen in der Lage ist, hochkomplexe Systeme im All zuverlässig zu betreiben.
Ein wesentlicher Vorteil weltraumgestützter Rechenzentren liegt in der deutlich höheren Effizienz von Solarenergie im All im Vergleich zur Erde. In einem Auszug von Travis Beals, Senior Director, Paradigms of Intelligence, heißt es dazu:
„Die Sonne ist die ultimative Energiequelle unseres Sonnensystems und sendet mehr Leistung aus, als das 100-Billionen-Fache der gesamten Stromproduktion der Menschheit. In der richtigen Umlaufbahn kann ein Solarpanel bis zu achtmal produktiver sein als auf der Erde und nahezu kontinuierlich Energie liefern, wodurch der Bedarf an Batteriespeichern sinkt. In Zukunft könnte der Weltraum der beste Ort sein, um KI-Rechenleistung zu skalieren.“
Die Beteiligung an SpaceX war für Google nie nur ein finanzielles Investment, sondern eine gezielte Wette darauf, ein zentrales Ressourcenproblem der KI-Zukunft zu adressieren. Der Weltraum bietet nahezu unbegrenzte Solarenergie, passive Kühlung sowie Unabhängigkeit von Flächen- und Wasserrestriktionen, die für große Cloud-Anbieter zunehmend zum Engpass werden. Googles strategischer und finanzieller Erfolg mit dieser Investition verdeutlicht, wie konsequent Kapital, Infrastruktur und langfristiger Rechenbedarf miteinander verknüpft wurden. Eine von Jarsy erstellte Grafik zeigt die Zusammensetzung der Investoren von SpaceX.

Ausblick auf die Woche
In dieser Woche gewinnt die Veröffentlichung staatlicher Konjunkturdaten wieder deutlich an Dynamik. Den Auftakt macht am Dienstag das US-Arbeitsministerium (BLS) mit seinem Arbeitsmarktbericht. Erwartet wird lediglich ein Stellenzuwachs von 25.000, während die Arbeitslosenquote unverändert bei 4,4 Prozent liegen soll. Eine begleitende Grafik stellt aktuelle ADP-Daten den zeitverzögerten Beschäftigungszahlen des BLS gegenüber und verdeutlicht die Schwäche, die sich möglicherweise auch im offiziellen Bericht widerspiegeln wird.
Ebenfalls am Dienstag werden die Einzelhandelsumsätze veröffentlicht. Die Beurteilung der Konsumlage ist zu dieser Jahreszeit jedoch anspruchsvoll, da saisonale Effekte rund um das Weihnachtsgeschäft eine zentrale Rolle spielen. Erfahrungsgemäß liefern die Daten für den Zeitraum von Oktober bis Dezember ein klareres Bild des Konsumverhaltens als einzelne Monatswerte. Am Donnerstag folgt schließlich die Veröffentlichung der Verbraucherpreise (CPI) durch das BLS. Erwartet wird ein Anstieg um 0,3 Prozent, was die Jahresrate auf 3,0 Prozent anheben würde.
Vor dem Hintergrund unterschiedlicher Einschätzungen innerhalb der US-Notenbank ist in den kommenden Tagen zudem mit verstärkten Wortmeldungen sowohl von geldpolitischen Falken als auch von Tauben zu rechnen. Beide Lager dürften ihre konjunkturellen Bewertungen darlegen und erläutern, welche geldpolitischen Schlussfolgerungen sie daraus ziehen.


