Leonardo-Aktie: Jetzt Kauf? Analysten sehen Potenzial
- In dieser Woche richten sich alle Augen auf die neuesten Schlagzeilen zu Trumps Zöllen, die US-Inflationsdaten, die Einzelhandelsumsätze und den Start der Berichtssaison für das 2. Quartal.
- JPMorgan (NYSE:JPM) Chase bleibt für uns ein klarer Favorit: Das breit aufgestellte Geschäftsmodell der Großbank und das aktuelle Marktumfeld bieten ideale Voraussetzungen für einen kräftigen Gewinnsprung.
- Anders sieht es bei PepsiCo (NASDAQ:PEP) aus: Angesichts nachlassenden Wachstums, sinkender Volumina und zunehmendem Margendruck stufen wir die Aktie in dieser Woche als Verkaufskandidat ein.
- Auf der Suche nach konkreten Investmentideen? Jetzt abonnieren und mit der KI-ausgewählten Gewinnerliste von InvestingPro starten – aktuell 50 % Rabatt!
Die US-Börsen schlossen am Freitag schwächer. Grund war die Ankündigung von Präsident Donald Trump, neue Zölle gegen mehrere Länder – darunter Kanada, Japan, Südkorea und Brasilien – zu verhängen. Die Handelswoche war damit von zunehmenden geopolitischen Spannungen geprägt.

Die Verluste am Freitag zogen die großen Indizes auch auf Wochensicht ins Minus: Der Dow Jones gab rund 1 % nach, während der S&P 500 um 0,3 % und der Nasdaq Composite um 0,1 % zurückgingen.
In der neuen Woche dürfte die Volatilität anhalten. Anleger werden ihre Einschätzungen zu Konjunktur, Inflation, Zinspolitik und Unternehmensgewinnen überdenken – vor allem im Kontext der sich verschärfenden globalen Handelskonflikte.
Trump kündigte am Samstag an, dass die USA ab dem 1. August Zölle in Höhe von 30 % auf Importe aus der Europäischen Union und Mexiko erheben wollen.
Am Dienstag stehen gleich mehrere wichtige Wirtschaftsdaten auf dem Programm: Der Verbraucherpreisindex (VPI) dürfte im Zentrum stehen – besonders, wenn die Inflationsdaten über den Erwartungen liegen und neue Zinssorgen schüren. Parallel erscheinen auch die neuesten Erzeugerpreise, die das Gesamtbild zur Preisentwicklung abrunden. Ebenfalls geplant: Daten zu den Einzelhandelsumsätzen sowie verschiedene Berichte aus dem verarbeitenden Gewerbe.

Der Startschuss zur neuen Berichtssaison fällt ebenfalls – mit zahlreichen Schwergewichten, die ihre Quartalszahlen vorlegen. Darunter: JPMorgan Chase, Bank of America (NYSE:BAC), Citigroup, Wells Fargo (NYSE:WFC), Goldman Sachs (NYSE:GS), Morgan Stanley (NYSE:MS), BlackRock (NYSE:BLK), Netflix (NASDAQ:NFLX), Taiwan Semiconductor (NYSE:TSM), Johnson & Johnson und PepsiCo.
Unabhängig davon, wohin sich der Markt kurzfristig bewegt, möchten wir im Folgenden zwei Aktien herausgreifen: Eine mit hoher Nachfragewahrscheinlichkeit – und eine, bei der es erneut zu Schwäche kommen könnte.
Wichtig: Unsere Einschätzung bezieht sich nur auf die laufende Handelswoche – Montag, 14. Juli bis Freitag, 18. Juli.
Unsere Long-Idee: JPMorgan Chase
JPMorgan Chase gehört in dieser Woche zu unseren Favoriten. Mehrere Indikatoren deuten darauf hin, dass die Bank die Gewinnerwartungen übertreffen könnte. Analysten erwarten eine starke Performance in den Kernbereichen Investmentbanking und Vermögensverwaltung – getrieben von einer erhöhten Marktaktivität und einem günstigen Umfeld für neue Deals.
Der Finanzriese wird seinen Bericht für das 2. Quartal am Dienstag um 6:55 Uhr EST vor der Eröffnung der Börse veröffentlichen. Sowohl Analysten als auch Anleger zeigen sich zunehmend optimistisch für die von Jamie Dimon geführte Megabank. Nach Markterwartungen könnte sich die Aktie nach Bekanntgabe der Zahlen um 3,7 % in beide Richtungen bewegen. Die größte US-Bank nach Marktkapitalisierung hat in der Vergangenheit wiederholt die Prognosen übertroffen.

Laut Konsensschätzungen wird ein Gewinn je Aktie von 4,48 USD bei einem Umsatz von 43,86 Mrd. USD erwartet. Es gibt mehrere Gründe, warum JPMorgan diese Erwartungen schlagen könnte:
-
Höhere Zinsen als Rückenwind: Als Universalbank profitiert JPMorgan direkt von der größeren Zinsdifferenz zwischen Krediten und Einlagen – ein entscheidender Treiber für höhere Nettozinserträge.
-
Erholung im Investmentbanking: Ein Aufschwung bei Fusionen, Übernahmen und Anleiheemissionen dürfte die Gebühreneinnahmen beleben.
-
Starker Aktienmarkt: Die Vermögensverwaltungssparte der Bank profitiert weiter von den gestiegenen Börsenkursen und steigenden Kundenzuflüssen.
CEO Jamie Dimon hat damit eine solide Basis für einen optimistischen Ausblick – unterstützt durch die starke Marktstellung der Bank im globalen Deal-Markt, bei Fusionen und IPOs.

Die JPM-Aktie schloss am Freitag bei 286,86 USD – knapp unter ihrem Rekordhoch von 296 USD (3. Juli). Mit einer Marktkapitalisierung von 797,2 Mrd. USD ist JPMorgan Chase aktuell die wertvollste Bank der Welt.
Laut InvestingPro überzeugt JPMorgan Chase mit soliden Gewinn- und Umsatzperspektiven, einer attraktiven Bewertung und einer makellosen Bilanz. Außerdem kann die Bank auf eine Serie von 55 Jahren ununterbrochener Dividendenausschüttung verweisen.
Bleiben Sie mit InvestingPro stets auf dem Laufenden über die neuesten Markttrends und deren Bedeutung für Ihre Handelsentscheidungen. Jetzt abonnieren – sichern Sie sich 50 % Rabatt und positionieren Sie Ihr Portfolio mit den besten Marktdaten.
Unsere Short-Idee: PepsiCo
Im Gegensatz dazu dürfte PepsiCo eine schwierige Woche bevorstehen. Das Unternehmen wird in Kürze seine Quartalszahlen vorlegen – und die Erwartungen sind gedämpft. Analysten rechnen damit, dass sowohl Gewinn als auch Umsatz hinter den Marktschätzungen zurückbleiben werden.
Der Getränke- und Snackriese kämpft derzeit mit mehreren Herausforderungen: Inflationsdruck, Störungen in den Lieferketten und ein Wandel der Verbraucherpräferenzen hin zu gesünderen Alternativen belasten die Margen und haben das Wachstum spürbar verlangsamt.
Eine aktuelle Umfrage von InvestingPro zu den Gewinnrevisionen zeigt, dass der Pessimismus unter Analysten im Vorfeld der Veröffentlichung zugenommen hat. Dies spiegelt die Sorge wider, ob PepsiCo in der Lage ist, sich in einem zunehmend schwierigen makroökonomischen Umfeld zu behaupten.
Händler bereiten sich auf eine erhöhte Volatilität vor, sobald die Zahlen veröffentlicht sind. Die Optionsmärkte preisen derzeit eine mögliche Kursbewegung von +/–4,1 % in beide Richtungen ein.

Die Wall Street erwartet für PepsiCo ein bereinigtes EPS von 2,03 USD je Aktie – das wäre ein Rückgang um 11 % gegenüber den 2,28 USD im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz soll im Jahresvergleich um 1,1 % auf 22,25 Mrd. USD sinken. Diese Prognosen spiegeln die anhaltenden Herausforderungen im gesamten Portfolio des Unternehmens wider.
PepsiCo kämpft mit rückläufigen Absätzen in seinen Kernsegmenten Getränke und Snacks – besonders in Nordamerika. Verbraucher greifen zunehmend zu gesünderen Alternativen, was die Beliebtheit etablierter Marken wie Pepsi und Lay’s spürbar beeinträchtigt.
Zusätzlich belasten steigende Inputkosten – vor allem für Zucker und Verpackungsmaterial – die Margen. Lieferkettenprobleme und ein zunehmender Wettbewerbsdruck im Getränke- und Snackbereich verschärfen die Lage weiter.
Vor diesem Hintergrund ist PepsiCo anfällig dafür, die aktuellen Gewinnerwartungen zu verfehlen und einen vorsichtigeren Ausblick zu liefern. Das könnte den Druck auf die Aktie zusätzlich erhöhen.

Die PEP-Aktie beendete den Freitag bei 135,26 USD, nur wenig über dem jüngsten Viermonatstief von 129,38 USD (25. Januar). Die gleitenden Durchschnitte bestätigen den Abwärtstrend – nur kurzfristige Zeiträume bieten aktuell eine leichte Unterstützung.
Laut InvestingPro ist die finanzielle Basis des Unternehmens zwar solide. Dennoch sprechen die fehlende Kursdynamik und die schwachen Renditen dafür, dass das kurzfristige Aufwärtspotenzial begrenzt bleibt.
Egal, ob Sie gerade erst ins Marktgeschehen einsteigen oder bereits ein erfahrener Anleger sind – mit den innovativen Tools von InvestingPro können Sie Chancen identifizieren und gleichzeitig Risiken im aktuellen, herausfordernden Marktumfeld minimieren.
Jetzt registrieren und bis zu 50 % sparen – sichern Sie sich sofort Zugang zu leistungsstarken Features, die Ihnen einen echten Vorsprung verschaffen:
- ProPicks KI: KI-gestützte Auswahl von Aktien mit überdurchschnittlicher Performance – basierend auf datengestützten Modellen.
- InvestingPro Fair Value: Auf einen Blick erkennen, ob eine Aktie unter- oder überbewertet ist.
- Aktien-Screener: Finden Sie die vielversprechendsten Titel in Sekunden – mit Hunderten erprobter Filter und Kriterien.
- Top-Ideen: Blicken Sie in die Portfolios von Investorenlegenden wie Warren Buffett, Ray Dalio, Michael Burry oder George Soros – und lassen Sie sich inspirieren.
Offenlegung: Jesse Cohen hält zum Redaktionsschluss Long-Positionen auf den S&P 500 und den Nasdaq 100 über den SPDR® S&P 500 ETF (SPY) und den Invesco QQQ Trust ETF (QQQ). Außerdem ist er im Invesco Top QQQ ETF (QBIG) sowie im VanEck Vectors Semiconductor ETF (RSP) investiert.
Er passt sein Portfolio aus Einzeltiteln und börsengehandelten Fonds regelmäßig an – auf Basis einer laufenden Risikobewertung des makroökonomischen Umfelds und der Finanzlage der Unternehmen.
Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln ausschließlich die persönliche Meinung des Autors wider und stellen keine Anlageberatung dar.
