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Softbank-Aktie mit weiterem Gewinneinbruch – eine Beteiligungsgesellschaft in der Krise?!

Veröffentlicht am 14.02.2020, 09:58
© Reuters.
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Die Beteiligungsgesellschaft Softbank (F:9984) (WKN: 891624) hat in den letzten Wochen und Monaten viele schlechte Nachrichten für sich reserviert gehabt. Zunächst war es der geplatzte Börsengang rund um die umstrittene Beteiligung an WeWork, der hier für Aufsehen gesorgt hat. Dann die Verlängerung dieses Themas, die bedingt durch Abschreibungen zu einem gewaltigen Quartalsverlust im Herbstquartal des letzten Börsenjahres geführt hat.

Doch auch weiterhin scheint ein zumindest näherungsweise ähnlicher Newsflow vorprogrammiert zu sein. Denn auch mit den Quartalszahlen für das letzte Quartal des vergangenen Börsenjahres konnte die Beteiligungsgesellschaft nicht sonderlich glänzen.

Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren diesbezüglich wissen müssen beziehungsweise ob die Softbank sich in diesen Tagen in einer womöglich ausgewachseneren Krise befindet.

Ein weiterer Gewinneinbruch Wie wir mit Blick auf die Neuigkeiten im Investor-Relations-Bereich des Unternehmens vernehmen können, ist auch das vergangene Quartal von einem weiteren Gewinneinbruch geprägt gewesen. Immerhin, letztlich konnte die Beteiligungsgesellschaft unterm Strich wieder schwarze Zahlen schreiben. Die sind jedoch im Vergleich zum Vorjahr deutlich eingebrochen.

Für den Zeitraum Oktober bis Dezember belief sich der Gewinn lediglich auf 2,6 Mrd. Yen, was umgerechnet lediglich 21,7 Mio. Euro entspricht. Insbesondere der Vision Funds verbuchte dabei erneut einen starken Verlust von 225 Mrd. Yen, was umgerechnet ca. 1,88 Mrd. Euro entsprechen würde. Das breitere, grundsätzlich gemäßigtere Portfolio und wohl auch ein starker Anstieg der Hauptbeteiligung an Alibaba (NYSE:BABA) dürften dabei wohl Schlimmeres verhindert haben.

Der Frontmann der Beteiligungsgesellschaft, Masayoshi Son gibt sich jedoch kämpferisch und sieht, wohl auch nach dem WeWork-Fiasko, das Schlimmste inzwischen hinter sich. WeWork und Uber hätten sich bewertungstechnisch verbessert, möglicherweise möchte der Funktionär hier in den kommenden Quartalen auf ein gewisses Aufholpotenzial hinweisen.

Zusätzlich erklärte der Softbank-CEO, wohl auch mit etwas Druck im Rücken, dass man zu Aktienrückkäufen grundsätzlich bereit sei, um den Wert zu stützen. Ferner wolle man zukünftig transparenter werden und er betonte, dass er als maßgeblicher Investor mit allen weiteren Softbank-Aktionären im gleichen Boot sitze, was womöglich eine langfristige Perspektive offenbart.

Können wir hier von einer Krise sprechen? So mancher Investor dürfte sich nun womöglich fragen, ob die Softbank in Anbetracht des zweiten schlechten Quartals in einer Krise feststeckt. Eine Frage, die wohl auch im Hinblick auf den milliardenschweren Quartalsverlust im Herbstquartal gerechtfertigt erscheint. Allerdings können wir das wohl noch immer verneinen.

Grundsätzlich ist das Geschäftsmodell als Beteiligungsgesellschaft schließlich noch immer intakt und der zugegebenermaßen kleine Quartalsgewinn zeigt, dass hier auch schnell das Ruder wieder herumgerissen werden kann. Wobei gerade langfristig orientierte Investoren hier solche kleineren Wasserstandsmeldungen nicht überbewerten sollten.

Beim Investieren in eine Beteiligungsgesellschaft geht es, wie auch beim Foolishen Investieren generell, schließlich darum, ebenfalls langfristig vom Wert des Portfolios zu profitieren. So manches Mal mag das Investmentteam der Softbank dabei auch mal danebenliegen, im Beispiel von WeWork vielleicht auch mal stärker. Langfristig existieren jedoch noch immer viele starke Beteiligungen, die hier den Wert des Portfolios und somit auch des Aktienkurses bedeutend erhöhen können.

Nichtsdestoweniger bietet es sich natürlich an, zumindest einen Blick auf die größeren Beteiligungen zu riskieren, um hier ein gewisses Gespür für die Werte, aber auch die Risiken und weitere mögliche Kandidaten für größere Abschreibungen identifizieren zu können. Da der Shareholder-Value der Softbank allerdings noch immer mehr als doppelt so hoch liegt wie der derzeitige Aktienkurs, könnte hier sogar noch ein gewisser Sicherheitspuffer vorhanden sein.

Formtief, keine Krise! Im Endeffekt hat die Aktie der Softbank daher operativ wohl eher ein Formtief als eine Krise. Dabei sind es weiterhin die belastenden und zuletzt unglücklichen Beteiligungen, die nicht so recht anspringen wollen, während ein solider Kern im Portfolio der Japaner noch immer vorhanden ist.

Sofern man glaubt, dass dieser langfristig noch immer eine attraktive Wahl für Wertsteigerungen ist, so ist die Aktie der Softbank möglicherweise sogar interessant. Insbesondere, weil hier die Möglichkeit besteht, diversifiziert von vielen tech- und internetaffinen Unternehmen über Jahre und Jahrzehnte hinweg zu profitieren.

Vincent besitzt Aktien von Alibaba. The Motley Fool empfiehlt Softbank und Uber Technologies (NYSE:UBER).

Motley Fool Deutschland 2020

Dieser Artikel erschien zuerst auf The Motley Fool

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