Eilmeldung
0
Werbefreie Version. Jetzt upgraden für ein Surferlebnis auf Investing.com ganz ohne Werbung. Sparen Sie bis zu 40%. Weitere Details

Scholz grenzt sich von Union und Grünen ab

Ausland09.05.2021 16:42
Gespeichert. Lesezeichen ansehen.
Dieser Artikel wurde bereits unter Lesezeichen gespeichert
 
© Reuters.

Berlin, 09. Mai (Reuters) - SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat sich auf dem Bundesparteitag von Union und Grünen abgegrenzt. Zugleich warb der 62-jährige Bundesfinanzminister für eine von ihm angeführte Regierung nach der Bundestagswahl am 26. September. "Ich möchte eine Regierung anführen, die unser Land nach vorne bringt", sagte Scholz "Wir brauchen mehr Zusammenhalt in unserer Gesellschaft." Er plädierte für mehr Respekt etwa durch einen auf zwölf Euro hochgesetzten Mindestlohn und eine gerechtere Besteuerung. Scholz nahm für sich in Anspruch: "Ich stehe auf der Seite der ganz normalen Leute." Beim Klimaschutz gelte: "Schluss mit dem Zaudern und Klein-Klein. Wir haben schon zuviel Zeit verloren."

Während Scholz CDU und CSU die Wirtschaftskompetenz absprach, betonte er mit Blick auf die Grünen seine Regierungserfahrung. "Eine weitere von CDU und CSU geführte Regierung wäre ein Risiko für Wohlstand und Arbeitsplätze - ein Standortrisiko für unser Land", sagte Scholz. Früher habe es bei den Konservativen geheißen, man stehe für Maß und Mitte. "Heute stehen sie für Maaßen und Maskenschmu", sagte Scholz. Über die Koalition sagte der Vizekanzler: "Ich bin es leid, dass wir bloß dafür sorgen können, dass es nicht ganz so schlimm kommt."

Die Grünen griff Scholz indes nicht direkt an. Er spielte aber offenkundig auf die mangelnde Regierungserfahrung von deren Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock an. "Gute Ideen sind das eine", sagte Scholz. "Sie Wirklichkeit werden zu lassen das andere. Dazu braucht es die Erfahrung und die Fähigkeit, Ideen durchzusetzen, einen Regierungsapparat zu steuern." Auch beim Klimaschutz seien "gute Absichten nicht genug". Dafür werde vor allem sehr viel technologischer, wissenschaftlicher und sozialer Fortschritt benötigt.

"MINDESTLOHN VON ZWÖLF EURO WIRD KOMMEN"

"Wir brauchen mehr Zusammenhalt in unserer Gesellschaft", forderte Scholz. Er plädierte für mehr Respekt etwa durch einen höheren Mindestlohn und eine gerechtere Besteuerung. Er wolle einen Mindestlohn von zwölf Euro: "Und darum wird er kommen." Das bedeute eine Lohnerhöhung für rund zehn Millionen Arbeitnehmer. Er strebe den Bau von 400.000 Wohnungen jährlich an, davon 100.000 im sozialen Wohnungsbau. Da gebe es viele Bedenkenträger: "Aber mit Bedenken baut man keine Wohnungen." In Gebieten mit angespannten Wohnungsmärkten werde ein Mietenstopp den Preisanstieg auf die Inflation begrenzen.

Die SPD wolle "neuen Wohlstand und neue Sicherheit für das ganze Land schaffen", sagte Scholz. "Ich habe diesen präzisen Plan für den Weg in die Zukunft." CDU und CSU seien "verantwortlich für den Fortschrittsstau". Fortschrittspartei sei die SPD. Die Bekämpfung des Klimawandels wie auch die Themen Mobilität, Digitalisierung und Gesundheit seien Zukunftsmissionen, für die die SPD mit ihrem Wahlprogramm einen konkreten Plan habe. Diese werde er als Kanzler "zu meinen persönlichen Anliegen" machen. Benötigt würden handfeste Lösungen mit den Menschen und für alle Menschen, die Deutschlands wirtschaftliche Stärke ausmachten. Als Bundeskanzler wolle er sich daran messen lassen, ob Deutschland bis 2030 ein besseres Land sein werde.

Beim Klimaschutz griff Scholz Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet an. Der CDU-Chef habe einen höheren Preis für den Kohlendioxidausstoß gefordert. Das bedeute, dass etwa Heizöl teurer würde. Es sei Laschets Partei, die gerade verhindere, dass aufgrund des CO2-Preises steigende Heizkosten vom Vermieter getragen würden: "Die Mieterinnen und Mieter können dann entweder mehr zahlen - oder weniger heizen und frieren. Das ist dann 'soziale Kälte" im wahrsten Sinn des Wortes."

Scholz grenzt sich von Union und Grünen ab
 

Verwandte Beiträge

CDU-Politiker Kurt Biedenkopf ist tot
CDU-Politiker Kurt Biedenkopf ist tot Von Euronews - 13.08.2021

Der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen, Kurt Biedenkopf, ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Das teilte die sächsische Staatskanzlei am Morgen nach Angaben mehrerer Medien...

Kommentieren

Richtlinien zur Kommentarfunktion

Wir möchten Sie gerne dazu anregen, Kommentare zu schreiben, um sich mit anderen Nutzern auszutauschen. Teilen Sie Ihre Gedanken mit und/oder stellen Sie anderen Nutzern und den Kolumnisten Fragen. Um jedoch das Niveau zu erhalten, welches wir wertschätzen und erwarten, beachten Sie bitte die folgenden Kriterien:

  • Bereichern Sie die Unterhaltung
  • Bleiben Sie beim Thema. Veröffentlichen Sie nur Texte, die zu den genannten Inhalten passen. 
  • Respektieren Sie einander. Auch negative Meinungen und Kritik kann positiv und diplomatisch ausgedrückt werden. 
  • Benutzen Sie die anerkannten Ausdrucks- und Rechtschreibregeln. 
  • Beachten Sie: Spam, Werbenachrichten und Links werden gelöscht. 
  • Vermeiden Sie Profanität, Beleidigungen und persönliche Angriffe auf Kolumnisten oder andere Nutzer. 
  • Bitte kommentieren Sie nur auf Deutsch.

Diejenigen, die die oben genannten Regeln missachten, werden von der Webseite entfernt und können sich in der Zukunft je nach Ermessen von Investing.com nicht mehr anmelden.

Was denken Sie?
 
Sind Sie sicher, dass Sie diesen Chart löschen möchten?
 
Senden
Posten auf
 
Angehängten Chart durch einen neuen Chart ersetzen?
1000
Sie sind gegenwärtig aufgrund von negativen Nutzerbeurteilungen von der Abgabe von Kommentaren ausgeschlossen. Ihr Status wird von unseren Moderatoren überprüft.
Warten Sie bitte eine Minute bis zur erneuten Abgabe Ihres Kommentars.
Danke für Ihren Kommentar. Bitte beachten Sie, dass alle Kommentare erst nach vorheriger Überprüfung durch unsere Moderatoren veröffentlicht werden und deshalb nicht sofort auf unserer Webseite erscheinen können.
Kommentare (1)
Hans imglück
Hans imglück 10.05.2021 7:07
Gespeichert. Lesezeichen ansehen.
Dieser Kommentar wurde bereits unter Lesezeichen gespeichert
Recht hat er der Scholz ..Zusammenhalt in der Gesellschaft ..top ..Aber warum nicht im Bundestag 😞😞😞nur so geht es wirklich vorwärts ....
 
Sind Sie sicher, dass Sie diesen Chart löschen möchten?
 
Senden
 
Angehängten Chart durch einen neuen Chart ersetzen?
1000
Sie sind gegenwärtig aufgrund von negativen Nutzerbeurteilungen von der Abgabe von Kommentaren ausgeschlossen. Ihr Status wird von unseren Moderatoren überprüft.
Warten Sie bitte eine Minute bis zur erneuten Abgabe Ihres Kommentars.
Chart zum Kommentar hinzufügen
Sperre bestätigen

Sind Sie sicher, dass Sie %USER_NAME% sperren möchten?

Dadurch werden Sie und %USER_NAME% nicht mehr in der Lage sein, Beiträge des jeweils anderen auf Investing.com zu sehen.

%USER_NAME% wurde erfolgreich zu Ihrer Sperrliste hinzugefügt.

Da Sie diese Person entsperrt haben, müssen Sie 48 Stunden warten, bevor Sie sie wieder sperren können.

Diesen Kommentar melden

Sagen Sie uns Ihre Meinung zu diesem Kommentar

Kommentar markiert

Vielen Dank!

Ihre Meldung wurde zur Überprüfung an unsere Moderatoren geschickt
Haftungsausschluss: Fusion Media would like to remind you that the data contained in this website is not necessarily real-time nor accurate. All CFDs (stocks, indexes, futures) and Forex prices are not provided by exchanges but rather by market makers, and so prices may not be accurate and may differ from the actual market price, meaning prices are indicative and not appropriate for trading purposes. Therefore Fusion Media doesn`t bear any responsibility for any trading losses you might incur as a result of using this data.

Fusion Media or anyone involved with Fusion Media will not accept any liability for loss or damage as a result of reliance on the information including data, quotes, charts and buy/sell signals contained within this website. Please be fully informed regarding the risks and costs associated with trading the financial markets, it is one of the riskiest investment forms possible.
Mit Google registrieren
oder
Registrierung