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Aktienmarkt: Jetzt droht mehr denn je eine größere Korrektur

Von Stockstreet GmbH (Sven Weisenhaus)Marktüberblick27.11.2021 09:55
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Aktienmarkt: Jetzt droht mehr denn je eine größere Korrektur
Von Stockstreet GmbH (Sven Weisenhaus)   |  27.11.2021 09:55
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Vorgestern lief die Meldung über die Nachrichtenticker, dass in Südafrika eine neue Variante des Coronavirus entdeckt wurde. Und laut Experten könnte diese ansteckender sein als der aktuell grassierende und bereits sehr ansteckende Typ Delta. Zudem ist fraglich, ob bisherige Impfstoffe gegen die neue Mutante wirksam sind, die auch in Hongkong und nach neuesten Meldungen auch bereits in Belgien nachgewiesen wurde. Die Variante mit der Bezeichnung B.1.1.529 habe eine sehr hohe Zahl an Mutationen und ein Spike-Protein, das sich dramatisch von dem der ursprünglichen Variante unterscheide, so Experten.

Kontinuierliche und dynamische Kursverluste seit Mitternacht

Als der Future-Handel in den USA dann zu Beginn des gestrigen Tages um Mitternacht öffnete, kam sofort Verkaufsdruck auf, der sich auf andere Märkte ausweitete und kontinuierlich und relativ dynamisch fortsetzte, bis kurz nach Beginn des Xetra-Handels ein vorläufiges Tief erreicht wurde.

Dabei wurden die Kursverluste immer wieder angetrieben durch Meldungen, wonach ein Land nach dem anderen Reisebeschränkungen einführt. An vorderster Front waren Großbritannien und Israel, es folgten Japan, Indien und Deutschland. Wenig später meldete auch die Europäische Union, den Flugverkehr aus dem südlichen Afrika kappen zu wollen. Entsprechend kamen konjunktursensible und insbesondere Reisewerte am stärksten unter die Räder. Nach einer Kurserholung und Konsolidierung gaben die Märkte letztlich weiter nach.

DAX korrigiert mehr als 61,80 % der letzten Aufwärtsbewegung

Dem DAX brachten diese Entwicklungen im gestrigen Tagestief von nur noch 15.244,46 Punkten, welches exakt zum Ende des Xetra-Handels markiert wurde, einen Tagesverlust von stolzen 4,23 % ein. Das am Mittwoch dieser Woche noch genannte nächste Kursziel für die Bären von 15.554,45 Punkten (50%-Fibonacci-Retracement) wurde dabei bereits mit der Abwärtslücke übersprungen. Und auch die 61,80er Marke bei 15.380,82 Zählern hat der DAX mit den Kursverlusten bis kurz nach Beginn des Xetra-Handels unterschritten.

DAX - kurzfristige Chartanalyse
DAX - kurzfristige Chartanalyse

Damit gilt die vorherige Aufwärtsbewegung aus Sicht der Fibonacci-Marken als beendet. Aus Sicht der Elliott-Wellen war dies zwar zu erwarten, weil die Aufwärtsbewegung bereits einen 5-gliedrigen Verlauf angenommen hatte, doch das Problem ist nun das Ausmaß des Rücksetzers. Da die Kurse relativ weit und sehr dynamisch gefallen sind, ist es unwahrscheinlich, dass wir es mit einer bloßen Gegenbewegung in Form einer ABC-Korrektur zu tun haben. Stattdessen ist nun eher zu erwarten, dass sich die monatelange Seitwärtstendenz des DAX fortsetzt.

DAX - Target-Trend-Analyse
DAX - Target-Trend-Analyse

Ich verwende nun ungerne den Satz, dass ich Sie genau vor diesem Szenario gewarnt hatte. Aber noch am Mittwoch hatte ich Ihnen geschrieben, dass ich persönlich fürchte, dass der DAX eher in Richtung 15.500 Punkte tendieren wird, als auf ein neues Rekordhoch.

DAX und Dow Jones zurück im Bereich der monatelangen Seitwärtstendenz

Und meine Skepsis bezog ich dabei aus dem Blick auf die Aktienindizes in den USA. Auch das hatte ich hier in der Börse-Intern sehr deutlich formuliert (z. B. am 12. November). Nun hat der Dow Jones auch die erst vorgestern noch genannte Aufwärtstrendlinie gebrochen und ist ebenfalls in den Bereich seiner monatelangen Seitwärtstendenz zurückgefallen (gelbes Rechteck im folgenden Chart).

Dow Jones - Chartanalyse
Dow Jones - Chartanalyse

Natürlich kann man angesichts der jüngsten Aufwärtsbewegung und des vorangegangenen Aufwärtstrends dabei eigentlich nicht mehr von einer Seitwärtstendenz sprechen, aber der Begriff soll verdeutlichen, dass der Dow Jones nun wieder dort gelandet ist, wo er auch schon im Mai 2021 stand und dass er dieses Niveau zwischenzeitlich immer wieder angesteuert hat. Und da der Index nach dem starken Ausbruch auf neue Rekordhöhen nun wieder dorthin zurückgefallen ist, liegt nun schon ein deutlich bearishes Signal vor.

Zumal die Kurse dabei auch unter das Hoch der Welle 1 gefallen sind (grüne Ziffern im Chart oben). In der vorgestrigen Börse-Intern hieß es dazu: „Und gerät der Index dabei unter das Zwischenhoch der Welle 1 bei 34.975,19 Punkten, ist das bullishe Elliott-Wellen-Szenario in dieser Form aufgrund der Überschneidung in den Wellen 1 und 4 hinfällig und das Chartbild trübt sich stärker ein.“ Das ist nun also bereits der Fall.

Zudem wurde auch das 61,80%-Fibonacci-Retracement der impulsiven Aufwärtsbewegung bei 34.847,57 Punkten unterschritten (graue horizontale Linien im Chart). Damit gilt auch hier, wie im DAX, die Aufwärtsbewegung aus Sicht der Fibonacci-Marken als beendet.

Herbe Kursverluste nach einem fahnenstangenartigen Anstieg

Ich erinnere dazu daran, dass der jüngste Kursanstieg in einer bereits massiv überkauften Lage extrem dynamisch ablief und es sich somit dabei um den von mir befürchteten fahnenstangenartigen Anstieg gehandelt haben kann, der meist das Finale eines Aufwärtstrends darstellt (siehe unter anderem auch „Kursanstiege nehmen bereits fahnenstangenartige Züge an“). Und eventuell wurde demnach nun die längst überfällige größere Korrektur eingeleitet.

Bestätigt werden dürfte dies, wenn die Aktienmärkte in der Nähe der Tagestiefs aus dem Handel gehen und es am Montag zu weiter fallenden Kursen kommt. Für diesen Fall hoffe ich, dass Sie meinem Rat gefolgt sind und bereits Gewinne mitgenommen oder diese zuletzt enger abgesichert hatten. Denn nun könnte die Zeit kommen, dass Sie die verkauften oder ausgestoppten Positionen bald zu deutlich günstigeren Kursen zurück ins Depot holen können.

Im DAX ist dies theoretisch schon der Fall. Denn am 16. November hatte ich dazu geraten, die Stopps bei vorhandenen Long-Trades auf den DAX bis an die 16.140er Rechteckgrenze nachziehen. Ich würde nun aber vor einem Rückkauf von Long-Trades noch etwas abwarten und beobachten, ob die Märkte jetzt nachhaltig Schwäche zeigen und es endlich zu einer Marktbereinigung kommt oder es, wie zuletzt immer wieder, schnelle und deutliche Kurserholungen gibt.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus

Aktienmarkt: Jetzt droht mehr denn je eine größere Korrektur
 

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Kommentare (10)
Oliver Schaffer
Swordfish 29.11.2021 14:57
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Jetzt zunächst in Ruhe abwarten…wie üblich erstmal viel mediales Geblubber…Schlagzeilen lassen sich mit Angst besser verkaufen…am Freitag war in US nur ein halber Handelstag,zumal wegen Thanks Giving sehr dünnes Volumen…ob Delta oder Südafrika Variante…es werden uns noch viele Varianten begegnen,die Impfstoffe werden angepasst werden…daher halte ich die hysterische Reaktion letzten Freitag an den Märkten für völlig übertrieben…weitere News gab es zudem nicht…Biontech äussert sich in 10 Tagen zu der neuen Variante…bis dahin werden unseriöse Schlagzeilen verkauft.
Thomas Baumgartner
Thomas Baumgartner 29.11.2021 9:39
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Weder weise noch zielführend
Trom Peter
Trom Peter 29.11.2021 6:50
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Durch und durch widersprüchlicher Arti. Was denn jetzt, long oder short. Crash oder nicht. Macht der Typ aber immer so. Hält sich alles offen und im nächsten Artikel schreibt er dann, ich hab es euch ja dann und dann gesagt.
Marco Wenzel
Marco Wenzel 28.11.2021 8:26
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Tatsächlich glaube ich auch das er jetzt wieder steigen wird aber es ist mir zum handeln zu viel risiko
Manu Ela
Manu Ela 27.11.2021 18:43
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👍
Thomas Schoeps
Thomas Schoeps 27.11.2021 17:35
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Dass immer die Dummdödels hier die meisten Kommentare hinterlassen, ist schon auffällig. Zu dämlich für die Chartanalyse, aber meinen, was zu sagen zu haben.
Roul Roul
Roul Roul 27.11.2021 17:35
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Ja unglaublich. Was die Jungs von Stockstreet da abliefern ist wirklich erstklassig! Man sollte die Kommentare hier moderieren oder grundsätzlich sperren.
Damian Fähgesack
Damian Fähgesack 27.11.2021 17:35
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am besten gleich mal bei deinem Beitrag anfangen
Wittek Nos
Wittek Nos 27.11.2021 17:35
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eher deinem du vogel
Al Capone
Al Capone 27.11.2021 16:14
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Gegenbewegung kommt bald
Rafael Urbaniak
Rafael Urbaniak 27.11.2021 15:38
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brrrrrrrtttt
Halid Velid
Halid Velid 27.11.2021 14:51
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Was nun?
Ralf Hirsch
Ralf Hirsch 27.11.2021 14:51
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Hedgen und das Depot mit Puts absichern!!
Raaja Raaju
Raaja Raaju 27.11.2021 14:46
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Danke für den Artikel :-)
 
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