Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Nicht vor allzu langer Zeit stiegen die Anleiherenditen, während Sorgen über Defizite, Inflation und eine Reihe schwacher Treasury-Auktionen die Schlagzeilen bestimmten. Wir weisen darauf hin, weil die 10-jährige Treasury-Auktion am Mittwoch zwar ebenfalls eher schwach ausfiel, die Reaktion am Anleihemarkt jedoch gering blieb.
Zusätzlich sind die staatlichen Defizite heute genauso problematisch wie im Mai, als die Rendite der 30-jährigen Treasury bei 5,15 % lag. Im Mai, als die Renditen ihren Höhepunkt erreichten und ertragsseitig negative Markterzählungen die Furcht vor deutlich höheren Zinsen schürten, lag die jährliche CPI-Rate bei 2,37 %. Heute liegt sie etwas über 3 %.
Seit Mai sind die Renditen um rund einen halben Prozentpunkt gefallen, während die Inflation gestiegen ist und kein Ende der hohen Staatsausgaben in Sicht scheint. Zudem betreibt die Fed weiterhin QT, was Liquidität entzieht und das Angebot an Treasury-Papieren höher hält, als es sonst wäre. Das zeigt, dass das negative Narrativ am Anleihemarkt an Wirkung verloren hat. Wie wir im Januar schrieben:
„Die Stimmung der Anleiheinvestoren beeinflusst die Renditen und lässt sich – anders als am Aktienmarkt – relativ genau quantifizieren. Im Anleihemarkt spricht man dabei vom ‘Term Premium oder Discount’. Die Quantifizierung dieses Auf- beziehungsweise Abschlags und – ebenso wichtig – das Verständnis der Markterzählungen, die dafür verantwortlich sind, sind wertvoll.“
„Mit diesem Wissen lässt sich beurteilen, ob die zugrunde liegenden Erzählungen stichhaltig sind. Damit stellt sich die Frage: Wird der Auf- oder Abschlag wahrscheinlich bestehen bleiben? Wenn die Narrative unlogisch sind, kann sich eine Chance ergeben, sobald sich der Auf- oder Abschlag normalisiert.“
Die untenstehende Grafik zeigt, dass die Term-Prämie (lila) stetig gesunken ist – ein Hinweis darauf, dass das Narrativ, insbesondere die negative Stimmung gegenüber Anleihen, weniger Einfluss hat als zuvor.

The Big Short macht dicht
Michael Burry, bekannt für seine Vorhersage des Immobilien- und Subprime-Crashs von 2008 und als Vorlage für eine zentrale Figur in Michael Lewis’ Buch und dem Film „The Big Short“, beendet seinen Hedgefonds Scion Asset Management. Kürzlich ließ er seine SEC-Registrierung auslaufen und verschickte den untenstehenden Brief an seine Anleger.
Scion verwaltete zuletzt lediglich 155 Millionen US-Dollar. Trotz der geringen Fondsgröße hatte Burry eine erhebliche Präsenz in den sozialen Medien. Zuletzt wies er darauf hin, dass einige Kunden von Nvidia (NASDAQ:NVDA) deutlich längere Abschreibungszeiträume für ihre Chips ansetzen, als diese tatsächlich nutzbar sind.
Das erhöhe künstlich die Gewinne, weil die Kosten geringer ausfallen. Laut Benzinga schätzt er, dass die Gewinne von Oracle (NYSE:ORCL) um 26,9 % und die von Meta (NASDAQ:META) um 20,8 % überzeichnet sein könnten. Zudem deutete er kürzlich auf weitere Details in einer Veröffentlichung am 25. November hin – im Rahmen seiner breiteren pessimistischen Positionierung, zu der unter anderem Short-Positionen auf Nvidia und Palantir (NASDAQ:PLTR) sowie Hinweise auf Anleiheemissionen von Meta und Google (NASDAQ:GOOGL) gehören.

Healthcare-Aktien holen auf: Welcher Sektor ist als Nächstes dran?
Über weite Teile dieses Jahres hinkten Healthcare-Aktien dem breiten S&P 500 hinterher. Am 22. Juli veröffentlichten wir dazu einen Kommentar unter dem Titel Will The Healthcare Sector Be The Next Rotation?. Darin schrieben wir:
Wie unten gezeigt, liegt das KGV des Healthcare-Sektors im Vergleich zum S&P 500 auf dem niedrigsten Stand der vergangenen 30 Jahre. Zudem befindet sich sein absolutes KGV im unteren Drittel der Werte der letzten drei Jahrzehnte. Auch kurzfristig war der Sektor sehr günstig und stark überverkauft.
Die Antwort auf unsere Frage lautet: Ja, Healthcare-Aktien sind zuletzt wieder in den Fokus gerückt. Die folgende Tabelle zeigt die relative Performance der einzelnen Sektoren gegenüber dem S&P 500 über die letzten zehn Tage und in 90-Tage-Schritten zurück bis Ende 2024. Wie zu sehen ist, haben Healthcare-Werte den Markt in den vergangenen zehn Tagen um 6,72 % übertroffen.
Zudem zeigt die Grafik unter der Tabelle, dass jüngste Käufe den absoluten Score des Sektors auf 0,90 gehoben haben – ein sehr überkauftes Niveau. Auch wenn der Sektor sowohl relativ als auch absolut konsolidieren könnte, besteht weiterhin erhebliches Aufholpotenzial gegenüber dem Gesamtmarkt. Ein Blick auf die jüngsten 10-Tage-Renditen im Vergleich zu den drei vorherigen 90-Tage-Perioden verdeutlicht dies.
Sind Konsumgüter, Finanzwerte oder der Energiesektor die nächsten Kandidaten, die dem Healthcare-Trend folgen und Boden gutmachen?



