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Buffett reduziert Apple: Zeit zum Verkauf oder Chance für Value-Anleger?

Veröffentlicht am 06.05.2024, 12:17
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Viele haben es nicht geglaubt, nun ist es Realität geworden: Warren Buffett hat seine Apple-Position um 13 % reduziert. Das vorbörsliche Kursminus zeugt davon, dass einige Anleger sich nun deswegen Sorgen machen. Doch sollte man die Aktie jetzt wirklich verkaufen?

Erwartungen übertroffen

Schauen wir uns dazu die jüngsten Quartalszahlen an: Apple (NASDAQ:AAPL) verzeichnete im letzten Quartal einen Umsatz- und Gewinnrückgang, schlug aber die Erwartungen der Wall Street.

Bei den Einzelsparten verzeichneten die Segmente iPhone und Wearables einen Umsatzrückgang von jeweils 10 %, während bei den iPads die Erlöse sogar um 16 % im Vorjahresvergleich fielen. Zuwächse gab es dagegen in den Bereichen Services (+14 %) und Macs (+4 %).

Positiv: Das wichtige China-Geschäft schnitt mit einem Umsatz von 16,37 Mrd. USD deutlich besser als erwartet ab. „Ich habe ein gutes Gefühl in Bezug auf China. Ich denke mehr an die langfristige Entwicklung und nicht an die nächste Woche“, so Apple-Chef Tim Cook.

Wie Du der nachfolgenden Grafik entnehmen kannst, lag Apple beim Gewinn pro Aktie in den letzten acht Quartalen sieben Mal über den Erwartungen der Analysten.

Massiver Aktienrückkauf

Der Grund, warum die Aktie Am Freitag über 6 % stieg, war jedoch die Genehmigung eines neuen Aktienrückkaufprogramms im Wert von 110 Mrd. USD und die Erhöhung der Quartalsdividende um 4 % auf 0,25 USD. Damit bleibt das Unternehmen seiner Linie treu und beteiligt seine Aktionäre fürstlich an seinem Erfolg.

Ich teile nicht die Sorgen mancher Aktionäre, dass das Rückkaufprogramm sich negativ in den Büchern von Apple niederschlagen wird. 110 Mrd. USD entsprechen ungefähr dem jährlichen Free Cashflow von Apple. Das ist für Apple zu stemmen. Dennoch bin ich als Apple-Aktionär bezüglich des Rückkaufs eher zwiegespalten. Denn es ist ein Eingeständnis dafür, dass die Zeit des großen Wachstums bei Apple vorbei ist und das Management derzeit keine anderen Impulse generieren kann.

Dazu sei gesagt: Aktien sollten nur zu attraktiven Preisen zurückgekauft werden, sonst passiert das, was Apple in den letzten Jahren bereits passiert ist. Der Kurs steht trotz massiven Rückkaufs da, wo er vor 2,5 Jahren schon stand. Anders gesagt betreibt Apple Financial Engineering. Siehe auch die jüngsten Quartalszahlen. Der Nettogewinn ging um 2 % auf 23,64 Mrd. USD zurück, während der Gewinn pro Aktie (1,53 $) dem Vorjahreswert entsprach. Grund: Reduzierung des Aktienbestandes.

Apple ist eine exzellente Value-Aktie

Am Ende bleibt jedoch auch eine Erkenntnis: Apple ist eine Cash-Maschine mit einem nahezu perfekten Geschäftsmodell. Und in dieser Funktion immer eine herausragende Alternative zu anderen Value-Titeln beziehungsweise Anleihen und sonstigen Geldwerten.

Ich bleibe an Bord und habe auch in meinem Börsenbrief eine kleine Position in Apple eröffnet. Die Wahrscheinlichkeit, dass Tim Cook „das nächste große Ding“ aus dem Ärmel zaubert, ist jedoch nun kleiner geworden. Ich betrachte Apple auch nicht mehr als Wachstumswert, sondern als eine exzellente Value-Aktie.

Und in Bezug auf Buffett denke ich, dass dieser Schritt angesichts der Übergewichtung von Apple notwendig war. Auch nach dieser Reduzierung macht der iPhone-Gigant knapp 40 % seines Aktiendepots aus. Er wird wahrscheinlich weiter reduzieren, Apple wird jedoch bis auf Weiteres seine größte Position bleiben. Das hat er in der Hauptversammlung von Berkshire Hathaway (NYSE:BRKa) am Samstag selber bestätigt.

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Hinweis auf Interessenskonflikte: Dieser Beitrag stellt eine Meinung des Autors dar. Der Autor hält Aktien des besprochenen Unternehmens: Apple. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Autor, Herausgeber oder Mitarbeiter beabsichtigen, die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern und könnten dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren. Ausführlichen Disclaimer finden Sie hier.


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