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Diese fünf Regeln sollten Trader kennen – und befolgen

Veröffentlicht am 31.01.2022, 15:29
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Die Aktienmärkte dürften wegen der hohen Inflation, Zinserhöhungsspekulationen, gestiegenen geopolitischen Risiken und anhaltenden Pandemiegefahren schwankungsanfälliger werden – und somit vor allem Tradern attraktive Renditechancen bieten. Wer gut und vor allem nachhaltig erfolgreich agieren will, sollte jedoch einige Regeln beherzigen.

Knapp 12,1 Millionen Deutsche waren 2021 in Aktien, Aktienfonds oder ETFs investiert, wie die Mitte Januar veröffentlichten Aktionärszahlen des Deutschen Aktieninstituts zeigen. Das ist der dritthöchste Stand der Erhebungen und entspricht trotz eines Rückgangs um 280.000 Anlegern in etwa dem Niveau des Vorjahres. Rund jeder Sechste Einwohner in Deutschland ist demnach am Aktienmarkt engagiert.

Attraktive Alternativen zur Börse sind rar

Aber: Zu viele Deutsche nutzen für Ihre Ersparnisse weiterhin traditionelle Sparformen wie das Tagesgeldkonto oder Sparbuch und machen somit unter dem Strich – also nach Abzug der Inflation – ein Minusgeschäft. Attraktive Renditechancen bietet – auch nach dem starken Börsenjahrgang 2021 – die Börse. Angesichts geopolitischer Risiken, der nach wie vor anhaltenden Corona-Pandemie und der anstehenden möglichen Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed könnte es in den nächsten Monaten an den Finanzmärkten aber durchaus ein wenig turbulenter zugehen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die wichtigsten Triebkräfte der letzten Jahre – allen voran fiskalische und geldpolitische Stützungsmaßnahmen sowie die niedrige Inflation – dem Ende neigen.

Rosige Zeiten für Trader

Grund zur Panik besteht nun aber nicht, im Gegenteil. Vor allem für Trader, die sich auf kurzfristige Positionen konzentrieren und auf aktiven Handel setzen, ist dieses Umfeld wie geschaffen. Im Unterschied zu Anlegern, die einen längeren Zeithorizont verfolgen, können sie mit geschicktem Agieren die höhere Volatilität oftmals in Gewinne ummünzen. 

Chancen erhöhen und Risiken reduzieren

Zum wichtigsten Rüstzeug eines Traders gehören die unterschiedlichen Orderarten. Sie helfen dabei, um flexibler, sicherer und erfolgreicher am Markt zu agieren. Bei einer sogenannten Quote-Request Order etwa erhalten Trader für die von ihnen angefragte Stückzahl den Kauf- beziehungsweise Verkaufskurs, zu dem der Handelspartner bereit ist, die Order auszuführen. Der Handelspartner hält an diesem Kurs in der Regel für circa fünf Sekunden fest. Bei einer Market-Order wiederum erfolgt die Ausführung zum nächstmöglichen Kurs – und dieser kann dann von dem vorher angezeigten Kurs in Ausnahmefällen auch schon mal gerne deutlich abweichen. Daher halte ich die Quote-Request-Order für den überlegenen Ordertyp, soll meine Order unverzüglch ausgeführt werden. Möchten Trader hingegen unabhängig von dem Ausführungszeitpunkt – und dem Risiko, dass die Order gar nicht ausgeführt wird – nur einen bestimmten Kurs bezahlen, beziehungsweise beim Verkauf erhalten, ist die Limit-Order das richtige Instrument. Die Stop-Order sorgt unter anderem dafür, große Verluste zu vermeiden, wird mit dieser Order doch auch festgezurrt, dass ein Wertpapier verkauft wird, sobald der Stop-Kurs berührt wird. Besonders anleger- / traderorientierte Broker bieten auch Kombinationen unterschiedlicher Ordertypen wie die Stopp-Limit-Order, die One Cancels Other-Order oder die Trailing-Stop Order an. 

Kurzum: Mit dem Einsatz verschiedener Ordertypen können Chancen erhöht und Risiken reduziert werden. Um auf lange Sicht erfolgreich zu traden, sollten aber auch noch einige weitere wichtige Regeln befolgt werden: 

  1. Nehmen Sie keinen Kredit auf, um Wertpapiere zu handeln. Denn: Sicher ist an der Börse vor allem, dass nichts sicher ist. Oder, um es mit den Worten von Börsenlegende André Kostolany zu sagen: „An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.“ 
  2. Betreiben Sie konsequentes Money Management. Halten Sie keine Positionen, die zu groß sind und Ihre Nerven so sehr belasten, dass Sie vor Nervosität beginnen, Fehler zu machen. Und: Verwenden Sie stets eine Stop-(Limit)-Order, um Ihr Risiko zu begrenzen.
  3. Investieren Sie kein Geld, das eigentlich für andere Zwecke benötigt wird – auch dann nicht, wenn dieser Zeitpunkt noch weit entfernt scheint.
  4. Lernen Sie Verluste zu akzeptieren und auch zu realisieren. Verluste sind nicht nur ein normaler Bestandteil des Tradens, sondern sie sind die Lehrmeister der Börse. 
  5. Beachten Sie das K.I.S.S.-Prinzip: „Keep it simple, stupid!“ Heißt: Setzen Sie sich eiserne Regeln, die sie ohne Wenn und Aber befolgen. Bleiben Sie stets informiert, um reagieren zu können.

Über den Autor

Michael B. Bußhaus ist Gründer und Geschäftsführer von justTRADE. Er war Geschäftsführer der onvista bank und verantwortete bis 01/2019 als Head of Brokerage das gesamte Wertpapiergeschäft der comdirect bank AG.

Über justTRADE

justTRADE ist ein Frankfurter Online-Broker, der Tradern den Handel von Wertpapieren und Kryptos konsequent für 0,- € Orderprovision (zzgl. marktübliche Spreads) und aus einem Depot heraus anbietet. Gehandelt werden können mobil über iOS und Android oder über den Desktop-Browser mittlerweile über 500.000 Wertpapiere – Aktien, ETFs, ETCs, Zertifikate, Optionsscheine und Hebelprodukte sowohl börslich über drei Börsen (LS Exchange, Quotrix und Tradegate Exchange) als auch außerbörslich über vier Handelspartner (Citi, Société Générale (PA:SOGN), UBS (SIX:UBSG) und Vontobel). Rund 1.500 ETFs, ETCs und ETPs von zehn Anbietern (21Shares, Amundi, DWS, iShares, GlobalX, Lyxor, Vanguard, VanEck, UBS und WisdomTree) ergänzen das Angebot. Mit der Möglichkeit, die 20 verfügbaren Kryptowerte aus demselben Depot heraus zu handeln wie alle Wertpapiere, bietet justTRADE seinen Kunden ein noch nie dagewesenes Angebot in Deutschland. Zudem sind bei justTRADE Insgesamt rund 200 Wertpapiere sparplanfähig.

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