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Euroraum-Inflation sinkt weniger – Wende bei Zinsen verschoben?

Veröffentlicht am 04.03.2024, 08:02
Aktualisiert 12.03.2024, 21:32
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Die Inflation in der Eurozone hat sich im Februar weniger stark abgeschwächt als erwartet: Die Zahlen stützen damit die Argumente der Falken im EZB-Rat, die die Senkung der Zinsen nicht überstürzt senken wollen. Darüber berichtet Bloomberg.

Eurozone: Inflation sinkt weniger – Wende bei Zinsen nach hinten verschoben?

Wie Eurostat am Freitag mitteilte, lagen die Verbraucherpreise im Februar 2,6% über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten im Mittel mit 2,5% gerechnet. Die Kerninflation, die volatile Komponenten wie Lebensmittel und Energie außen vor lässt, ging ebenfalls weniger stark zurück als erwartet. Sie betrug 3,1%.

Einen Rückgang der Teuerung gab es im Februar auf breiter Front angesichts des Umstands, dass die Energiepreise sinken und die europäische Konjunktur stockt. Im gerade zu Ende gegangenen Monat nahm die Inflation sowohl in Deutschland als auch in Frankreich und Spanien ab. Aus Italien wurde für Februar heute eine unveränderte Inflationsrate von 0,9% gemeldet.

Inflation Eurozone Zinsen

Bei der EZB-Zinsentscheidung in der nächsten Woche gehen Volkswirte davon aus, dass die Währungshüter die Zinsen die vierte Sitzung in Folge bei 4% belassen werden. Der Konsens im Notenbankrat scheint auf eine erste Lockerung im Juni zuzulaufen. Eine Minderheit drängt auf schnelleres Vorgehen.

Für eine raschere Senkung der Zinsen sprechen sich auch einige Stimmen aus der Politik aus. Unlängst erklärte Portugals Finanzminister Fernando Medina im Bloomberg-Interview, die Beibehaltung einer restriktiven Geldpolitik stelle ein großes Risiko dar:

“Verschiedene europäische Länder erleben einen sehr starken Abschwung”, sagte er am Donnerstag in Sao Paulo. “Bei manchen gibt es schon Stagnation und Rezession. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das Risiko, die Situation so zu belassen, größer als die Einleitung eines Prozesses zur Senkung der Zinsen. Die Wirtschaft hat sich bereits ausreichend verlangsamt.”

Die Investoren sind inzwischen auf die vorherrschende Meinung der EZB eingeschwenkt und haben ihre Wetten auf eine erste EZB-Zinssenkung im April zurückgefahren. Nun wird ein Lockerungsbeginn zwei Monate später für am wahrscheinlichsten gehalten. Auf Sicht des Gesamtjahres gehen die Anleger derzeit von Zinssenkungen um 88 Basispunkten (0,88%) aus.

Unterliegende Inflation beschleunigt sich wieder

Die Spekulation der Märkte auf sinkende Zinsen könnte sich als zu optimistisch erweisen: so weist die Commerzbank (ETR:CBKG) darauf hin, dass sich der Auftrieb der unterliegenden Inflation (Kerninflation) sich wieder bescheunigt hat:

„Auf den ersten Blick dürfte der Rückgang der Inflationsrate im Euroraum von 2,8% im Januar auf 2,6% im Februar den Tauben im EZB-Rat Aufwind geben. Doch ein guter Teil des Rückgangs ist darauf zurückzuführen, dass der starke Preisanstieg im Februar 2023 aus dem Vorjahresvergleich herausgefallen ist. Auf kürzere Sicht hat sich der unterliegende Preisauftrieb sogar wieder verstärkt. Darüber kann auch der Rückgang der Kernteuerungsrate von 3,3% auf 3,1% nicht hinwegtäuschen“.

Ausschlaggebend für den Aufwärtsdruck bei der Inflation sind vor allem die steigenden Löhne, wie die Commerzbank weiter konstatiert:

„Angesichts der kräftigen Lohnsteigerungen kommt diese Entwicklung nicht überraschend. Die Tariflöhne dürften nach Schätzungen der EZB im Durchschnitt dieses Jahres um 4,5% steigen – ähnlich wie im vierten Quartal 2023. Vor allem bei den häufig arbeitsintensiven Dienstleistungen schlagen die höheren Lohnkosten immer stärker zu Buche. Hinzu kommt, dass mit der Stabilisierung der Energiepreise der preisdämpfende Effekte von dieser Seite nachlässt.“

FMW/Bloomberg

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