„Liberation Day“: Wer jetzt auf diese 3 Aktien setzt, könnte profitieren

Veröffentlicht am 02.04.2025, 19:24
  • Sollte Präsident Trumps Handelspolitik tatsächlich Realität werden – sein sogenannter „Befreiungstag“ – könnten bestimmte Sektoren stark davon profitieren.
  • Drei Unternehmen, die besonders gut auf dieses mögliche Szenario vorbereitet sind: Nucor, Weyerhaeuser und ONEOK.

  • Alle drei überzeugen durch ein starkes Geschäftsmodell und eine nachweislich solide Performance – und sollten deshalb zumindest auf Ihrer Watchlist stehen.

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Am heutigen Mittwoch – dem sogenannten "Tag der Befreiung" von Präsident Donald Trump – bereitet sich seine Regierung auf eine neue Welle von Zöllen vor. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die US-Industrie zu stärken und die Abhängigkeit von Importen zu verringern.

Die auf Konfrontation ausgelegte Handelspolitik, die sich direkt aus Trumps „America First“-Ansatz ableitet, zielt auf eine Umgestaltung der Märkte ab – unter anderem durch Gegenzölle und gezielte Abgaben auf Produkte wie Stahl, Holz und Energieimporte.

Diese Neuausrichtung dürfte für Turbulenzen an den Märkten sorgen, eröffnet aber gleichzeitig Chancen – vor allem für Unternehmen, die stark im US-Markt verankert sind.

Drei Aktien stechen in diesem Zusammenhang besonders hervor: Nucor (NYSE:NUE), Weyerhaeuser (NYSE:WY) und ONEOK (NYSE:OKE). Sie könnten besonders stark von dieser neuen Handelspolitik profitieren.

Hier sehen wir uns an, warum diese Unternehmen aktuell besonders interessant sein könnten.

1. Nucor

  • Kursentwicklung im laufenden Jahr: +2,5 %
  • Marktkapitalisierung: 27,6 Mrd. USD

Nucor ist der größte Stahlproduzent der USA und betreibt landesweit über 25 schrottbasierte Stahlwerke. Das Unternehmen stellt eine breite Palette von Produkten her – darunter Stahlbleche, Plattenstahl, Baustahl und Stabstahl –, die unter anderem in der Bauindustrie, im Automobilsektor und bei Infrastrukturprojekten zum Einsatz kommen.

Die NUE-Aktie notiert aktuell bei 119,66 USD, womit das in Charlotte, North Carolina, ansässige Unternehmen mit rund 27,6 Mrd. USD bewertet ist. Seit Jahresbeginn hat die Aktie um 2,5 % zugelegt.

Nucor KurschartQuelle: Investing.com

Trumps geplante Zölle auf importierten Stahl – die denen anderer Länder entsprechen oder sie sogar übertreffen könnten – zielen darauf ab, US-Hersteller wie Nucor vor günstiger ausländischer Konkurrenz zu schützen. Geringerer Wettbewerbsdruck aus dem Ausland könnte zu einer stärkeren Nachfrage nach heimischem Stahl und zu höheren Preisen führen – vor allem, wenn stahlverarbeitende Branchen vermehrt auf inländische Zulieferer setzen.

Schon während Trumps erster Amtszeit hatte eine ähnliche Zollpolitik die Marktstellung von Nucor deutlich gestärkt – und auch der aktuelle „Liberation Day“ verspricht, einen vergleichbaren Effekt zu entfalten.

Trotz der aktuellen Herausforderungen in der Branche steht Nucor finanziell auf soliden Beinen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13,7 liegt das Unternehmen deutlich unter dem Branchendurchschnitt – ein möglicher Hinweis auf eine Unterbewertung.

Nucor - Fair Value
Quelle: InvestingPro

Laut InvestingPro liegt das faire Kursziel bei 144,29 USD – das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 20,6 %. In Kombination mit einer Dividendenrendite von 1,9 % und einer starken Gesamtrendite für Aktionäre von 9,6 % bietet Nucor eine ausgewogene Mischung aus Wachstumsperspektive und laufendem Einkommen.

2. Weyerhaeuser

  • Kursentwicklung im laufenden Jahr: +3,5 %
  • Marktkapitalisierung: 21,1 Mrd. USD

Weyerhaeuser, einer der größten privaten Waldbesitzer weltweit, ist der führende Hersteller von Nadelschnittholz in den USA und belegt auch bei der Schnittholz-Produktionskapazität den Spitzenplatz. Darüber hinaus zählt das Unternehmen zu den größten Produzenten von Holzprodukten in ganz Nordamerika.

Die WY-Aktie schloss am Dienstag bei 29,14 USD, womit der in Seattle, Washington, ansässige Holz-REIT aktuell mit rund 21,1 Mrd. USD bewertet ist. Seit Beginn des Jahres 2025 hat die Aktie um 3,5 % zugelegt.

Weyerhaeuser KurschartQuelle: Investing.com

Die von Donald Trump vorgeschlagenen Zölle auf Holzimporte – vor allem aus Kanada – zielen darauf ab, das ausländische Angebot einzuschränken und die US-Produktion zu fördern. Dank seiner umfangreichen Waldflächen in den Vereinigten Staaten ist Weyerhaeuser bestens positioniert, um von dieser Entwicklung zu profitieren – vor allem, wenn Bauunternehmen vermehrt auf inländisches Schnittholz zurückgreifen, um zusätzliche Importkosten zu vermeiden.

Diese Marktverschiebung dürfte sowohl die Nachfrage nach als auch die Preise für Weyerhaeusers Produkte in die Höhe treiben – insbesondere, wenn Trumps Wirtschaftspolitik für stabile oder sogar steigende Bautätigkeit sorgt.

Wenngleich die jüngste Umsatzentwicklung verhalten war – im Geschäftsjahr 2024 sank der Erlös um 7,2 % auf 7,12 Mrd. USD – rechnen Analysten für 2025 mit einer Wachstumsrate von 5,7 %, angetrieben durch mögliche Impulse im Wohnungsbau.

Weyerhaeuser - Analystenschätzungen
Quelle: Investing.com

Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 36,00 USD und signalisiert damit ein Aufwärtspotenzial von 23,5 % gegenüber dem aktuellen Niveau. Gleichzeitig bietet die Dividendenrendite von 2,88 % Anlegern ein attraktives Einkommen, während sie auf eine Erholung des Holzmarkts setzen.

3. ONEOK

  • Kursentwicklung im laufenden Jahr: -0,9 %
  • Marktkapitalisierung: 59,5 Mrd. USD

ONEOK zählt zu den führenden Anbietern von Midstream-Dienstleistungen im Bereich Erdgas und Erdgasflüssigkeiten (NGLs). Das Unternehmen betreibt ein weit verzweigtes Netzwerk an Pipelines und Verarbeitungsanlagen, vor allem in den Regionen Mid-Continent, Permian Basin und den Rocky Mountains.

Die OKE-Aktie notiert aktuell bei 99,48 USD, was einem Marktwert von rund 59,5 Mrd. USD entspricht. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs weitgehend seitwärts bewegt.

ONEOK KurschartQuelle: Investing.com

Trumps Energiepolitik, die auf mehr Unabhängigkeit von ausländischem Öl setzt – etwa durch Zölle wie den 25-prozentigen Aufschlag auf Rohölimporte aus Venezuela – dürfte die heimische Produktion ankurbeln. Damit steigt auch der Bedarf an zuverlässiger Infrastruktur für den Transport von Öl und Gas – ein Bereich, in dem ONEOK eine zentrale Rolle spielt.

Die starke Ausrichtung auf Erdgas und NGLs passt gut zu Trumps Ziel, die USA zur dominierenden Kraft auf dem Energiemarkt zu machen. Für ONEOK eröffnet das weitere Wachstumsperspektiven im Midstream-Segment.

Im Gegensatz zu vielen anderen Energieunternehmen konnte ONEOK bereits beachtliches Wachstum vorweisen: Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2024 um 22,7 % auf 21,70 Mrd. USD. Analysten rechnen für 2025 mit einem weiteren Anstieg um 21,5 % – ein Zeichen für anhaltende Stärke.

Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis von 19 erscheint angesichts dieser Dynamik angemessen. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 111,55 USD, was einem Potenzial von rund 12 % entspricht.

ONEOK - Analystenschätzungen
Quelle: InvestingPro

Mit einer Dividendenrendite von 4,1 % bietet ONEOK nicht nur attraktive Erträge, sondern auch eine Art Puffer gegen Inflation. Die hohe Eigenkapitalrendite von 18,1 % unterstreicht zudem die Fähigkeit des Unternehmens, Kapital effizient und gewinnbringend einzusetzen.

Fazit

Während sich Trumps Handelskrieg weiterentwickelt, könnten Nucor, Weyerhaeuser und ONEOK zu den Gewinnern zählen. Ihre starke Positionierung innerhalb der US-Wirtschaft macht sie zu potenziellen Profiteuren einer Politik, die gezielt auf die Stärkung heimischer Industrien und die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit auf globaler Ebene abzielt.

Dank ihrer jeweils einzigartigen Produkte und Dienstleistungen könnten diese Unternehmen besonders gut von einer veränderten Handelsdynamik profitieren – vor allem dann, wenn Importbarrieren steigen und der Fokus auf nationale Ressourcen und Infrastruktur wächst.

Für Anleger, die sich im aktuellen Marktumfeld neu ausrichten möchten, bieten diese Aktien eine vielversprechende Kombination aus Wachstumspotenzial und Stabilität – gerade in Zeiten erhöhter Unsicherheit.

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Offenlegung: Jesse Cohen hält bei Redaktionsschluss über den SPDR®S&P 500 ETF (SPY) und den Invesco QQQ Trust ETF (QQQ) Long-Positionen auf den S&P 500 und den Nasdaq 100. Außerdem hält er eine Long-Position auf den Invesco S&P 500 Equal ETFRSP). Er richtet sein Portfolio aus Einzeltiteln und börsengehandelten Fonds auf der Grundlage einer laufenden Risikobewertung sowohl des makroökonomischen Umfelds als auch der Finanzlage der Unternehmen regelmäßig neu aus. Die in diesem Artikel dargelegten Ansichten geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder und sind nicht als Anlageberatung zu verstehen.

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