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Mit diesem ETF profitieren sie von einem weiteren Stimulus in den USA

Von Investing.com (Tezcan Gecgil/Investing.com )Marktüberblick09.02.2021 05:49
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Mit diesem ETF profitieren sie von einem weiteren Stimulus in den USA
Von Investing.com (Tezcan Gecgil/Investing.com )   |  09.02.2021 05:49
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Finanzdienstleister und der Bankensektor rücken mit der zunehmenden Wahrscheinlichkeit eines zusätzlichen US-Konjunkturpakets immer stärker ins Rampenlicht. 2020 entwickelten sich Finanzaktien schlechter als der Gesamtmarkt, aber die erneute Hoffnung auf höhere Renditen im Jahr 2021 bedeutet, dass vermutlich mehr Kapital in diesen Sektor fließen wird.

Daher befassen wir uns im heutigen Beitrag mit einem Exchange Traded Fund (ETF), der sich ausschließlich auf Finanztitel fokussiert.

Hochzyklischer Sektor

Der Begriff "Finanzdienstleistungen" wird hauptsächlich mit Banken in Verbindung gebracht. Da das Bankwesen ein bedeutender Teil der Finanzbranche ist, erhalten Bankaktien die größte Aufmerksamkeit, insbesondere während der Quartalssaison. Zu diesem Sektor gehören aber auch Versicherungsunternehmen, Finanztechnologieunternehmen (Fintech), Real Estate Investment Trusts (REITs), Vermögensverwalter, Makler, Börsen und Finanzdatenanbieter.

Das Segment ist zyklisch. Änderungen am Konjunkturausblick wie beim Wirtschaftswachstum, den Zinssätzen, der Immobilienmarktaktivität, der Weltgesundheit, politische und handelspolitische Entwicklungen wirken sich auf Finanzunternehmen aus.

Es gibt ermutigende Anzeichen für eine baldige Erholung der US-Wirtschaft nach der Pandemie. Der Präsident der Boston Federal Reserve Bank, Eric Rosengren, rechnet in der zweiten Jahreshälfte 2021 mit einer robusten Erholung. Das sehen auch die anderen Regionalbankpräsidenten der Fed so.

Dennoch sind Arbeitsplatzverluste immer noch Teil der konjunkturellen Realität. Am 5. Februar veröffentlichte das US-Arbeitsministerium die "Zusammenfassung der Beschäftigungssituation" per Berichtsmonat Januar. Obwohl die Wirtschaft 49.000 Arbeitsplätze hinzugefügt hat, sind die Analysten der Ansicht, dass das Beschäftigungswachstum ins Stocken geraten ist, was ein weiteres Argument für mehr staatliche Unterstützung ist.

US-Präsident Joseph Biden sagte vor kurzem "4 Millionen Menschen waren sechs Monate oder länger arbeitslos und 2,5 Millionen Frauen wurden aus dem Erwerbsleben ausgeschlossen."

Aufgrund dieser Arbeitsplatzverluste war das Kreditrisiko ein Hauptproblem der Banken. Eine erhöhte Arbeitslosigkeit kann in der Konsequenz dazu führen, dass die Kreditnehmer Schwierigkeiten haben, ihre ausstehenden Schulden zu begleichen. Im vergangenen Jahr haben die Banken umfangreiche Rückstellungen für uneinbringliche Forderungen gebildet.

Angesichts der Tatsache, dass in den kommenden Wochen mehr Geld in die Taschen von Verbrauchern und kleinen Unternehmen gelangen wird, gehen Analysten davon aus, dass die Forderungsausfälle, d. h. die Schulden, die von den Gläubigern (z. B. Banken) wahrscheinlich nicht mehr eingetrieben werden können, nicht ansteigen werden. In ähnlicher Weise können auch notleidende Kredite (Nonperforming Loans, NPLs) stabil bleiben. In den USA werden notleidende Kredite als "mehr als 90 Tage überfällige Kredite und nicht periodengerechte Kredite (d.h. Kredite, für die eine Bank keine Zinsen mehr erhält)." definiert.

Erhöhte NPLs bedeuten für Banken geringere Gewinne. Solche Faktoren können die Solidität einer Bank belasten, was sich auf die gesamte Wirtschaft auswirken kann. Darum kann mehr Stimulus viele Banken vor Kreditverlusten bewahren.

Weiterer Gegenwind kam vom Niedrigzinsumfeld. Geschäftsbanken vergeben Kredite, die den größten Teil ihres Vermögens ausmachen. Einlagen, die Einleger oder Gläubiger manchmal nach Belieben zurückverlangen können, sind ein erheblicher Teil ihrer Verbindlichkeiten. Im Allgemeinen haben Vermögenswerte (d.h. Kredite) längere Laufzeiten als Verbindlichkeiten.

Geschäftsbanken profitieren in der Regel von der Spanne zwischen Einlagensätzen und Kreditzinsen. Banken bevorzugen es daher, Geld zu einem höheren Zinssatz zu verleihen als die Zinsen, die sie an Einleger zahlen. Hohe Zinsen tragen dazu bei, die Margen und die Rentabilität der Banken zu verbessern. Die Märkte preisen allmählich höhere Zinsen bis 2023 ein, was Bankaktien unterstützen könnte.

Nach gesunden Stresstests im Dezember erlaubt die Fed den US-Banken jetzt, wieder Aktienrückkäufe zu tätigen. Routinierte Investoren halten bevorzugt Bankaktien, da diese in der Regel für ihre hohen Dividenden und Aktienrückkäufe bekannt sind. Seit der Entscheidung der Fed hat JPMorgan Chase (NYSE:JPM) ein neues Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 30 Milliarden US-Dollar angekündigt. Bislang hat die JPM-Aktie in 2021 eine Rendite von rund 9% gebracht.

Damit sind wir bei unserem heutigen Fonds angelangt.

Vanguard Financials Index Fund ETF Shares

  • Aktueller Kurs: 76,67 USD

  • 52-Wochen-Spanne: 42,34 - 78,17 USD

  • Dividendenrendite: 2,1%

  • Kostenquote: 0,10% pro Jahr

Der Vanguard Financials Index Fund ETF Shares (NYSE:VFH) mit 412 Beteiligungen bildet den Spliced US IMI (LON:IMI) Financials 25/50 Index ab. Der Fonds wurde im Januar 2004 aufgelegt und das verwaltete Vermögen beläuft sich auf rund 7,3 Mrd. USD.

Die vier wichtigsten Segmente sind Diversifizierte Banken, Regionalbanken, Vermögensverwalter & Treuhandbanken sowie Börsenunternehmen & Datenanbieter. Über 40% des gesamten Nettovermögens des Fonds stecken in den zehn größten Unternehmen. Zu den größten Werten zählen JPMorgan Chase, Berkshire Hathaway (NYSE:BRKa) Class B (NYSE:BRKb), Bank of America (NYSE:BAC), Citigroup (NYSE:C), Wells Fargo (NYSE:WFC) und BlackRock (NYSE:BLK).

Zu den Beteiligungen gehören natürlich auch Investmentbanken, die sich dank starker Ergebnisse im Wertpapierhandel und an den Kapitalmärkten, insbesondere in der Vermögensverwaltung sowie bei festverzinslichen Wertpapieren, besser entwickelt haben als Geschäftsbanken.

In den letzten 12 Monaten ist der VFH um 0,56% gesunken. Seit Jahresbeginn hat er jedoch eine Rendite von 5,24% abgeworfen. Uns spricht die Diversifikation und die Dividendenrendite des Fonds an. Buy-and-hold-Anleger, die die Dips kaufen, dürften auch in den kommenden Quartalen einen Kapitalzuwachs sehen.

Fazit

Es gibt ein vielfältiges Angebot an Finanzsektor-Fonds, angefangen von großkapitalisierten Unternehmen mit Sitz in den USA über regionale Banken bis hin zu globalen Firmen. Weitere ETFs, die das Interesse der Anleger wecken, könnten, sind:

  • Fidelity® MSCI Financials Index ETF (NYSE:FNCL) — plus 5,38% seit Jahresbeginn

  • Financial Select Sector SPDR® Fund (NYSE:XLF) — plus 4,78% seit Jahresbeginn

  • iShares Global Financials ETF (NYSE:IXG) — plus 3,87% seit Jahresbeginn

  • iShares U.S. Regional Banks ETF (NYSE:IAT) — plus 10,34% seit Jahresbeginn

  • SPDR® S&P Regional Banking ETF (NYSE:KRE) — plus 13,47% seit Jahresbeginn

  • SPDR® S&P Bank ETF (NYSE:KBE) — plus 10,09% seit Jahresbeginn.

Wie immer gilt: interessierte Anleger müssen ihre eigene Recherche anstellen und die Beteiligungen eines jeweiligen Fonds im Hinblick auf ihr persönliches Chance-Risiko-Profil prüfen.

Anmerkung des Autors: Nicht jeder in diesem Artikel beschriebene ETF (Exchange-Traded Fund) ist zwangsläufig auch in Ihrem Land handelbar. Lassen Sie sich von einem zugelassenen Broker oder Finanzberater beraten, bevor Sie eine Investitionsentscheidung treffen. Die in diesem Artikel enthaltenen oder beschriebenen Informationen und Produkte dienen zu reinen Informationszwecken. Führen sie selbst eine gründliche Recherche durch, bevor Sie eine Investitionsentscheidung treffen.

Mit diesem ETF profitieren sie von einem weiteren Stimulus in den USA
 

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