Die Whistleblower-Enthüllungen des Handelsblatts zeichnen ein düsteres Bild von Tesla (NASDAQ:TSLA). Interne Dokumente, bekannt als die „Tesla Files“, offenbaren technologische Schwächen, Managementprobleme und eine Vielzahl unerfüllter Versprechen – ein starker Kontrast zur einstigen Erfolgsstory des Unternehmens.
Probleme mit Produkten und Kundendienst
Die Enthüllungen zeigen gravierende Mängel in Teslas Fahrzeugen und Assistenzsystemen, wie etwa Phantombremsungen des "Autopilot"-Systems, das lange als fortschrittlich vermarktet wurde. Zudem dokumentieren die Dateien eine Kundendienststrategie, die systematisch vermeidet, schriftliche Spuren von Beschwerden oder Reparaturen zu hinterlassen. Kunden berichten von wochenlangen Reparaturen ohne nachvollziehbare Ergebnisse.
Auch die Hardware lässt zu wünschen übrig. Der Cybertruck, einst als Innovation gefeiert, kämpft mit Produktionsproblemen und Rückrufen. Trotz neuer Batteriezellen (4680-Format) bleibt die Ladeleistung im Vergleich zur Konkurrenz enttäuschend, ebenso die Effizienz des Fahrzeugs. Hersteller wie Mercedes (ETR:MBGn), BMW (ETR:BMWG) und BYD (F:1211) übertreffen Tesla inzwischen in Ladegeschwindigkeit und Batterietechnologie.
Rückschritt bei Innovationen
Tesla, einst Vorreiter in der Elektromobilität, verliert zunehmend den technologischen Anschluss. Während andere Hersteller 800- oder sogar 1.000-Volt-Plattformen präsentieren, kämpft Tesla mit vergleichsweise niedrigen Ladeleistungen und ineffizienten Modellen. Besonders chinesische Konkurrenten wie BYD setzen neue Maßstäbe und rücken an die Spitze der Branche.
Gebrochene Versprechen und überzogene Bewertungen
CEO Elon Musk fällt vor allem durch unrealistische Versprechen auf, etwa zum autonomen Fahren. Sein „Cybercab“ wurde für 2026 angekündigt – mit sechs Jahren Verspätung. Experten zweifeln jedoch an der Umsetzung, insbesondere da Tesla auf bewährte Technologien wie Lidar-Sensoren weiterhin verzichtet.
Musk selbst räumt ein, dass der Erfolg von Tesla eng mit der Entwicklung des Autopiloten verbunden ist. Doch die Realität bleibt hinter den Erwartungen zurück, was Tesla zunehmend unter Druck setzt. Trotz des schwindenden Vertrauens der Investoren und sinkender Verkaufszahlen scheint der Börsenwert des Unternehmens weiterhin überhöht – eine Blase, die entweder bald platzt oder ein massiver Anstieg des Kurses und damit möglicherweise eine Vorwegnahme künftiger Entwicklungen.
Die Aktie auf dem Prüfstand – Technische Chartanalyse
Die Aktie spiegelt die Entwicklung zunächst wider. Ende Dezember 2024 erreichte sie ein neues Allzeithoch bei 488,54$, verlor aber innerhalb weniger Wochen in der Spitze fast 56%. Ein Kahlschlag, der für große Nervosität unter den Anlegern gesorgt haben sollte. Ist es das gewesen? Wir die Aktie weiter fallen?
Der Blick in die Fundamentaldaten zeigt zwar auch die Probleme auf, aber die finanzielle Gesundheit des Unternehmens ist in einem guten Zustand. Das ist definitiv ein gutes Zeichen:
Der Witz ist: Tesla sieht trotz der schlechten Presse gar nicht mal schlecht aus. Die Aktie hat zwar ordentlich Federn gelassen, aber das entscheidende Preislevel nicht unterschritten. Wenn die Aktie unter 222,28$ fällt, ist eine Fortsetzung des Preisverfalls wahrscheinlich, fällt sie allerdings unter 181,17$ ist ein nachhaltiger Aufwärtstrend technisch nicht mehr möglich.
Wir glauben, dass die Aktie das Tief bei 222,28$ verteidigen und in den nächsten Monaten stark ansteigen kann. Im Chart sehen wir die ideale Bewegung nach oben, die sich auf Basis der beiden so genannten 1-2 Setups ergibt. Mittelfristig ist sogar mit einem neuen Allzeithoch zu rechnen.
Sollte die Aktie allerdings unter 181,17$ fallen, ist die Sache gelaufen. Dann kann sie locker bis auf 88$ oder sogar noch tiefer fallen. Es ist knapp.
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