Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Investing.com - Vor den mit Spannung erwarteten US-Inflationsdaten und den Quartalszahlen der großen Banken bleiben die US-Aktienmärkte abwartend. Experten gehen davon aus, dass ein zentraler Indikator für die Entwicklung der Verbraucherpreise im Dezember leicht gestiegen ist – ein Faktor, der die geldpolitische Ausrichtung der Fed beeinflussen könnte. Während der Schwung nach den US-Wahlen zunehmend abklingt, richten Anleger ihre Aufmerksamkeit nun auf die anstehenden Unternehmenszahlen. Den Anfang machen heute JPMorgan Chase (NYSE:JPM) und Goldman Sachs (NYSE:GS).
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1. US-Futures stabil
Vorbörslich herrscht an den US-Börsen Zurückhaltung. Im Fokus der Anleger stehen heute die Veröffentlichung wichtiger Inflationsdaten und die Quartalszahlen der großen US-Banken.
Der Dow Future, der S&P 500 und der Nasdaq 100 bewegen sich aktuell kaum und handeln nahe ihrem Schlussniveau vom Vortag.
Die US-Börsen zeigten sich gestern nach einem turbulenten Handelstag uneinheitlich. Während der technologielastige Nasdaq Composite zu den Verlierern zählte, konnten der Dow Jones Industrial und der S&P 500 leichte Gewinne verbuchen.
Ein überraschend geringer Anstieg der US-Erzeugerpreise hatte zunächst für Aufwind gesorgt und die Kurse steigen lassen. Allerdings reichten diese Daten nicht aus, um die Erwartungen der Anleger hinsichtlich des künftigen Zinspfads der Fed grundlegend zu verändern.
2. Verbraucherpreisdaten stehen an
Das Hauptaugenmerk der Anleger richtet sich heute auf die Veröffentlichung der neuesten Verbraucherpreisdaten in den USA. Viele hoffen auf mehr Klarheit über den aktuellen Inflationsverlauf.
Für Dezember erwarten viele Ökonomen einen Anstieg des Verbraucherpreisindex um 0,4 % im Vergleich zum Vormonat – nach einem Plus von 0,3 % im November. Im Jahresvergleich wird ein Wert von 2,9 % prognostiziert, nachdem er im November noch bei 2,7 % lag.
Ohne volatile Posten wie Lebensmittel und Energie – also bei der sogenannten Kerninflation – dürfte der Anstieg auf Monatsbasis 0,3 % und auf Jahressicht 3,3 % betragen und damit das Niveau des Vormonats halten.
Im Vorfeld der Datenveröffentlichung herrscht jedoch Nervosität. Insbesondere nach den überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten der vergangenen Woche sind Sorgen über einen möglichen erneuten Anstieg der Inflation gewachsen. Hinzu kommen Unsicherheiten, die durch die angekündigten Zollmaßnahmen des designierten US-Präsidenten Donald Trump geschürt werden, sowohl gegenüber Handelspartnern als auch gegenüber potenziellen Rivalen.
3. Banken im Fokus
Mehrere große US-Banken legen heute ihre neuesten Quartalszahlen vor – ein Ereignis, das von vielen Anlegern mit Spannung erwartet wird, da sie sich davon neue Impulse für die zuletzt ins Stocken geratene Rallye an den Aktienmärkten nach den US-Wahlen erhoffen.
JPMorgan Chase, Goldman Sachs, Citigroup (NYSE:C) und der Vermögensverwalter BlackRock (NYSE:BLK) präsentieren ihre Ergebnisse bereits vor Börsenbeginn. Besonders im Fokus stehen dabei die Erträge aus dem Investmentbanking und dem Handel – insbesondere nach dem jüngsten Anstieg der Aktienkurse im Zuge des Wahlsiegs von Donald Trump.
Analysten gehen davon aus, dass die Zinssenkungen der US-Notenbank dazu beigetragen haben könnten, die Nettozinsmargen der Banken zu verbessern. Diese Marge beschreibt die Differenz zwischen den Zinsen, die Banken für Kredite einnehmen, und dem, was sie für Einlagen zahlen müssen – ein wichtiger Faktor für die Profitabilität im Kreditgeschäft.
4. USA wollen Chip-Lieferungen nach China weiter einschränken
Laut einem aktuellen Bericht von Bloomberg News planen die USA, ihre Exportbeschränkungen für moderne Computer-Chips von Herstellern wie TSMC (NYSE:TSM) und anderen weiter zu verschärfen.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen sehen vor, dass Unternehmen wie TSMC (TW:2330), Samsung Electronics (F:SAMEq) und Intel Corporation (NASDAQ:INTC) ihre Kunden künftig noch genauer überprüfen müssen – vor allem im Hinblick auf mögliche Verbindungen zu chinesischen Organisationen, die auf der schwarzen Liste stehen.
Erst vor wenigen Tagen hatten die USA zusätzliche Einschränkungen für den Export hochentwickelter KI-Chips angekündigt. Ziel ist es, China den Zugang zu Schlüsseltechnologien in diesem wachstumsstarken Bereich zu verwehren und seinen technologischen Fortschritt zu bremsen.
5. Rohölpreis zieht an
Der Rohölpreis legt heute deutlich zu, angetrieben durch sinkende US-Rohöllagerbestände und Sorgen über mögliche neue Sanktionen gegen russische Ölexporte, die das globale Angebot belasten könnten.
Aktuell notiert US-Rohöl (WTI) 0,5 % höher bei 76,75 Dollar pro Barrel, während die Nordseesorte Brent um 0,4 % auf 80,27 Dollar pro Barrel gestiegen ist.
Noch gestern geriet der Ölpreis unter Druck, nachdem die US-Energiebehörde (EIA) prognostiziert hatte, dass das Angebot in den kommenden zwei Jahren die Nachfrage übersteigen könnte – ein Signal für potenziell sinkende Preise.
Für etwas Stabilität sorgte jedoch ein Bericht des American Petroleum Institute vom späten Dienstag, der einen Rückgang der US-Rohöllagerbestände auswies.
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor bleibt der Umgang mit russischen Ölexporten. Viele Marktteilnehmer fragen sich, wie viel russisches Öl tatsächlich vom Weltmarkt verschwinden wird und ob andere Quellen diese Lücke füllen können.
