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Thailand senkt Leitzins auf Rekordtief - Eurokurs zu Thai Baht etwas stärker

Devisen05.02.2020 10:07
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© Reuters.

von Robert Zach

Investing.com - Thailands Zentralbank hat die Geldpolitik gelockert. So will sie das Land wieder auf einen höheren Wachstumspfad zurückbringen und den schwächelnden Exportsektor ankurbeln. Die Märkte reagierten prompt und schickten den Thai Baht vorübergehend nach unten. Der Eurokurs zu THB legte leicht zu. Sorgen vor einer Ausweitung des Coronavirus belasten die thailändische Währung zusätzlich.

Die Bank of Thailand (BoT) hat am Mittwoch die Investoren überrascht und den Leitzins herabgesetzt. Auf ihrer Website teilte die thailändische Zentralbank mit, dass sie den Schlüsselsatz um 25 Basispunkte auf ein Rekordtief von 1,00 Prozent gesenkt habe. Von Investing.com befragte Volkswirte hatten mit einem unveränderten Zins gerechnet.

"Schon vor dem Virus war die Wirtschaft in einem schlechten Zustand, und erste Aussagen der Zentralbank deuten darauf hin, dass der Hauptgrund für die Zinssenkung die schlechten Wirtschaftsaussichten waren“, so Capital Economics-Ökonom Gareth Leather in einer Notiz. "Eine weitere starke Wachstumsverlangsamung im ersten Quartal ist unvermeidlich".

Der thailändische Baht ist auf die Zinsentscheidung vorübergehend unter Druck geraten. Zuletzt lag der Eurokurs bei 34,40 Thai Baht (09:10 Uhr MEZ). Im Hoch erreichte der EUR/THB 34,51 Thai Baht und näherte sich damit wieder den Vorwochenhochs bei 34,66 Thai Baht an.

Auch der USD/THB legte zu. Das Devisenpaar gewann 0,40 Prozent auf 31,085 Thai Baht (09:10 Uhr MEZ). Für den GBP/THB ging es um 0,44 Prozent nach oben (09:10 Uhr MEZ).

Die Zehnjahresrendite aus Thailand verlor 5 Basispunkte auf 1,289 Prozent und der thailändische Leitindex SET 50 stieg 0,47 Prozent auf 1.028 Punkte.

Bereits in der letzten Woche war die thailändische Währung durch den neuartigen Coronavirus aus China belastet worden, der die für das Land so wichtige Tourismusbranche bedroht. In Thailand gibt es bisher 25 bestätigte Infektionsfälle.

In ein bis zwei Monaten könnte es eine "Epidemie" geben, sagte Tanarak Plipat, ein stellvertretender Direktor im Gesundheitsministerium, gegenüber Bloomberg. Die Regierung werde alles tun, um ein solches Szenario zu verhindern, so Plipat.

Das Coronavirus 2019-nCoV tauchte erstmals im Dezember 2019 in der Millionenstadt Wuhan der chinesischen Provinz Hubei auf und hatte sich von dort aus in ganz China und in 24 Ländern ausgebreitet.

Als Nachbar Chinas ist Thailand entsprechend einem hohen Risiko ausgesetzt, vor allem weil das Land als beliebtes Urlaubsziel für chinesische Touristen gilt. "Tägliche Daten deuten darauf hin, dass die Zahl der Touristenankünfte seit Mitte Januar, als die Sorge vor einer Verbreitung des Virus sprunghaft anstieg, auf gut -40 Prozent im Jahresvergleich eingebrochen ist“, sagte Leather.

Die Ausgaben der Touristen aus China entsprechen etwa 4 Prozent des BIP, wie Capital Economics errechnet hat. Das mache Thailand extrem anfällig im Falle einer großflächigen Ausbreitung des tödlichen Virus. Auch die Schließung großer Teile des chinesischen Industriesektors dürften die thailändische Industrie bald belasten, so der Südostasienökonom.

Mit der jüngsten Zinssenkung hat die Zentralbank bereits ein Großteil der konventionellen Gegenmaßnahmen ergriffen. Im Falle einer dramatischen Eintrübung der Konjunktur in Thailand könnte die BoT auf unkonventionelle Maßnahmen zurückgreifen, die den thailändischen Baht nachhaltig schwächen sollten.

Hinweis: Hier geht es zur Seite mit den Wechselkursen, hier zum Währungsrechner und hier zu den Devisen-Optionen. Die wichtigsten Wirtschaftsereignisse des Tages finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

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Kommentare (1)
Markus Maier
Bachelor 05.02.2020 14:29
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irgendwann werden die armen Leute das Sparen ganz einstellen nachdem es keine Zinsen mehr dafür gibt. Ich freu mich schon auf die Zeit in der die Menschen keine Rücklagen mehr haben, da es Ihnen vermiest wurde zu sparen und die Staaten, um ein menschliches Massaker zu vermeiden für sie aufkommen müssen !  Mal sehen, wie lange die Mittel hierfür dann noch ausreichen. Offensichtlich müssen die Bananenrepublik-Staaten jeden Mist unübrlegt mitmachen der von den Industriestaaten vorgemacht wird. Vernünftige Entscheidungen im Sinne der Völker werden nicht mehr getroffen. Die Geschichte hat es schon öfter vorgemacht wie so etwas endet.
 
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