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Aktien Europa: Leichte Verluste - Durchwachsene Quartalszahlen

Veröffentlicht am 25.04.2024, 12:14
© Reuters.
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PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag wieder leicht nachgegeben. Dabei galt es, eine Flut von Quartalszahlen zu verarbeiten. Im Rohstoffsektor könnte sich unterdessen eine Großübernahme anbahnen.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor am Mittag 0,47 Prozent auf 4966,25 Punkte. Der französische Cac 40 sank mit 0,53 Prozent auf 8049,29 Zähler ähnlich stark, während der britische FTSE 100 dank der Gewinne des Rohstoffsektors ausscherte und um 0,63 Prozent auf 8091,31 Punkte kletterte.

Mit den leichten Abgaben habe der Markt auf den enttäuschenden Ausblick von Meta (NASDAQ:META) wie auch auf die eher uneinheitlichen Quartalszahlen mit einigen Enttäuschungen reagiert, stellte Analyst Pierre Veyret vom Broker Activtrades fest. Am Nachmittag könnten Angaben zum US-Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal neue Akzente setzen. "Die Wachstumszahlen in den USA werden erneut im Plus erwartet und entsprechend sind auch die Zinssenkungserwartungen gedämpft", merkten die Volkswirte der Helaba dazu an.

Stärkster Sektor waren die Rohstoffwerte. Grund dafür war die Möglichkeit einer der größten Übernahmen seit Langem: Die BHP (ASX:BHP) Group erwägt den Kauf von Anglo American (JO:AGLJ) . Dabei würde der Bergbaukonzern insgesamt mit 31,1 Milliarden britischen Pfund (rund 36,2 Mrd Euro) bewertet. Das Angebot bezeichnete BHP als "nicht bindend". Es sei noch offen, ob es zu einer verbindlichen Offerte kommet. BHP fielen um knapp drei Prozent, während Anglo um 12,3 Prozent kletterten.

Am Ende des Feldes lagen dagegen die Nahrungsmittelwerte. Der Branchenriese Nestlé (SIX:NESN) hatte zum Jahresauftakt weniger verkauft. Der Mengenrückgang sei ein "bemerkenswerter Fehlschlag" gewesen, hieß es von Jefferies. Das Schwergewicht fiel um 3,4 Prozent.

Im Technologiesektor brachen Aktien von Adyen (AS:ADYEN) um zwölf Prozent ein. Die Analysten von JPMorgan (NYSE:JPM) verwiesen auf das Verhältnis von Umsatz zu Transaktionsvolumen, das so schlecht gewesen sei wie noch nie seit dem Börsengang.

Besser sah es bei den Pharmawerten aus. Hier stiegen Sanofi (EPA:SASY) um 4,1 Prozent. Die Analysten von JPMorgan sprachen von soliden Quartalszahlen.

Das galt auch für den Konsumgüterhersteller Unilever (AS:ULVR) . Das Unternehmen hatte zum Jahresbeginn überraschend gute Geschäfte vor allem mit Hautpflege- und Hygieneprodukten gemacht. Die Aktie kletterte um fast sechs Prozent.

Bankenwerte legten ebenfalls zu. Hier gab es mit BNP Paribas (ETR:BNPP) , Barclays (LON:BARC) und Deutsche Bank (ETR:DBKGn) gleich von mehreren Adressen ansehnliche Zahlen zum Jahresauftakt. Barclays ragten dabei mit 3,7 Prozent Aufschlag heraus.

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