Von Dhirendra Tripathi
Investing.com - Die Credit Suisse Aktie (SIX:CSGN) (NYSE:CS) fiel im vorbörslichen Handel am Freitag um 0,5 %. Zuvor wurde berichtet, dass die Schweizer Bank weitere 750 Mio. Dollar an die Investoren der Greensill Lieferketten-Finanzierungsfonds auszahlen wird.
Die neuen Rückzahlungen, die für die Woche zum 5. Juli geplant sind, erhöhen die Gesamtsumme der Auszahlungen an die Investoren im Rahmen der Abwicklung auf 5,6 Mrd. Dollar, so Reuters.
Die Credit Suisse hat rund 6,1 Mrd. Dollar der 10 Mrd. Dollar an Anleihen, die von dem insolventen Lieferkettenfinanzierer besichert wurden, zurückerhalten, teilte die Vermögensverwaltung den Investoren heute mit.
Nun kümmert sich die Bank um die Rückzahlung von Krediten in Höhe von 2,3 Mrd. Dollar, die Greensill an drei einzelne Kontrahenten vergeben hat, so Reuters. Der größte Brocken umfasst 1,2 Mrd., Dollar an die GFG Alliance von Sanjeev Gupta.
Die Financial Times berichtete am Freitag, dass sich Gupta in Gesprächen mit Glencore (OTC:GLNCY) befindet. Es geht um eine mögliche Refinanzierung des angeschlagenen Stahlimperiums.
Im März war die Vermögensverwaltungsabteilung der Credit Suisse gezwungen, Finanzierungsfonds mit einem Volumen von 10 Mrd. Dollar zu schließen, welche in Anleihen von Greensill investiert hatten. Dies folgte auf den Verlust des Kreditversicherungsschutzes der britischen Firma, was kurz darauf zu einem Insolvenzantrag führte.
Unabhängig davon warnte die oberste Bankenaufsichtsbehörde der Eurozone am Freitag vor strengeren Kapitalanforderungen für das Geschäft mit fremdfinanzierten Krediten. Gerade in diesem Bereich ist die Credit Suisse sehr aktiv. Die Europäische Zentralbank reguliert die Credit Suisse nicht, dafür ist die Schweizerische Finanzmarktaufsicht (Finma) zuständig. Aber wenn die EZB so vorgeht, werden auch andere Aufsichtsbehörden in Europa unter ähnliche Maßnahmen ergreifen müssen.
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