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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax bleibt im Aufwind

Aktien12.02.2019 18:20
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© Reuters. ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax bleibt im Aufwind

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt haben am Dienstag die Optimisten die Oberhand behalten. Der Dax (DAX) baute seine Vortagesgewinne aus und kletterte um 1,01 Prozent auf 11 126,08 Punkte. Der MDax (MDAX) für die mittelgroßen Unternehmen stieg um 0,96 Prozent auf 23 701,33 Punkte.

Wenige Tage vor einem drohenden neuen "Shutdown" der US-Regierung ist eine Einigung nähergerückt. Dies sowie erste zaghafte Signale, dass im Handelsstreit zwischen den USA und China Fortschritte erzielt wurden und noch binnen Monatsfrist eine Einigung erreicht werden könne, treibe den Markt an, sagte Analyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets.

Die Charttechnik-Experten von Index Radar machten deutlich, dass der Dax in den Vorwochen oberhalb von 11 320 Punkten durch die Verkaufsbereitschaft der Anleger gestoppt worden sei, gleichzeitig aber auch die jüngste Schwäche wieder rechtzeitig über der 10 800er-Marke gestoppt worden sei. In der Summe ergebe sich eine Seitwärtsbewegung, die noch einige Zeit anhalten könnte.

An der Dax-Spitze wurden die Continental-Aktien (4:CONG) von der sehr positiven Kursreaktion auf die Zahlen des Konkurrenten Michelin (9:MICP) mit nach oben befördert. Der französische Reifenhersteller hatte trotz schlechter Branchenstimmung seinen Umsatz im vergangenen Jahr gesteigert. Die Papiere von Michelin schnellten im Pariser Leitindex Cac 40 (CAC 40) um rund 13 Prozent in die Höhe, Continental legten um gut 3,5 Prozent zu.

Die Zahlen beflügelten auch andere Unternehmen der Branche. So waren die Aktien des Zulieferers Leoni (4:LEOGn) mit einem Plus von fast 8 Prozent Spitzenreiter im Kleinwerte-Index SDax (SDAX) - die Anteile waren in den vergangenen Tagen nach einer Gewinnwarnung auch unter die Räder gekommen. Auch der gesamte europäische Autosektor (Stoxx 600 Automobiles & Parts RP) präsentierte sich stark.

Die Anteilsscheine von Fresenius SE (4:FREG) zogen um mehr als 3 Prozent an. Analyst Gunnar Romer von der Deutschen Bank (DE:DBKGn) geht davon aus, dass der Medizinkonzern das Jahr 2018 in robuster Verfassung beendet haben wird.

In den schwer angeschlagenen Wirecard-Aktien (4:WDIG) jedoch blieb der Handel nervös: Die Papiere des im Fokus von Vorwürfen stehenden Zahlungsabwicklers hatten ihre Erholung vom Zwölfmonatstief zunächst um rund 4,5 Prozent auf 107,85 Euro fortgesetzt. Automatische Verkaufsorders brachten sie am Nachmittag aber wieder kräftig unter Druck und zeitweise mit im Tief 95,32 Euro auch wieder deutlich unter die runde Marke von 100 Euro.

Am Ende kosteten die Anteilsscheine 101,85 Euro - ein Minus von mehr als 1 Prozent zum Vortag. Als Impulsgeber für die ausgelösten Verkäufe nannte ein Börsianer eine skeptische Studie des US-Hauses Guggenheim Securities sowie die Meldung über eine deutlich aufgestockte Leerverkaufsposition des Hedgefonds Slate Path Capital. Leerverkäufer spekulieren auf fallende Kurse.

Auch von Thyssenkrupp (4:TKAG) kamen negative Nachrichten: Nach der Vorlage der jüngsten Geschäftszahlen waren die Aktien schnell ins Minus gedreht. Der vor der Aufspaltung stehende Stahl- und Industriekonzern verzeichnete zum Jahresauftakt ein schwächeres operatives Ergebnis, zudem erwirtschaftete das Unternehmen einen überraschend niedrigen Barmittelzufluss. Allerdings hielten die Essener an ihrer Prognose für das Gesamtjahr fest. Zum Handelsschluss verloren die Anteilsscheine am Dax-Ende fast 2 Prozent.

Der EuroStoxx 50 (Euro Stoxx 50) als Leitindex der Eurozone schloss 0,79 Prozent höher bei 3190,75 Punkten. Für den Pariser Leitindex Cac 40 ging es ähnlich deutlich nach oben, während der Londoner FTSE 100 (GB0001383545) nahezu auf der Stelle trat. Der Dow Jones Industrial (Dow Jones) wiederum stand zum Handelsschluss in Europa gut 1 Prozent im Plus.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,01 Prozent am Vortag auf plus 0,01 Prozent. Der Rentenindex Rex (DE0008469107) sank um 0,12 Prozent auf 142,38 Punkte. Der Bund-Future (DE0009652644) verlor 0,08 Prozent auf 166,07 Punkte. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1296 (Montag: 1,1309) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8853 (0,8843) Euro.

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