
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Mario Draghi hat dem deutschen Leitindex (DAX), durch die Aussicht auf weitere Lockerung der Geldpolitik, am Dienstag Flügel verliehen. Selbst Donald Trump wurde darauf aufmerksam. Mitunter stärker als der Leitindex selbst hat die Aktie der BASF (DE:BASFN) zugelegt und zwar um 2,8%. Das ist fundamental mitunter mit dem Programm zur Restrukturierung zu begründen. Ziel der BASF: verbesserte Wettbewerbsfähigkeit.
Im Vorstand der BASF wird für das zweite Quartal mit einem Buchgewinn in Höhe von über 1 Mrd. gerechnet. Mit ein Grund dafür ist die Zusammenführung der Aktivitäten der BASF Tochter Wintershall mit denen des Konkurrenten DEA im Bereich der Erdöl- und Erdgas-Exploration.
Das fusionierte Unternehmen soll 2020 an die Börse gehen, wobei BASF wird die Mehrheit an diesem Unternehmen halten wird.
Mittelfristig sieht BASF (DE:BASFN) Potential im Bereich der Batterien für E-Autos. BASF versorgt den Markt mit Grundmaterialien, die für die Produktion der Batteriezellen notwendig sind.
Diese Grundmaterialien machen 70% des Wertes einer Batterie aus. Interessant dürften entsprechend die Margen dieser Grundmaterialien sein, da auf der Produktion der Batterien ein enormer Kostendruck liegt, sind diese doch der aktuelle Hauptkostentreiber der E-Autos.
Die Kennzahlen zeigen, dass die Maßnahmen einer Restrukturierung durchaus angebracht sind. Mit einer soliden Eigenkapital Rentabilität von 13% sind die übrigen Kennzahlen eher mittelprächtig einzuschätzen.
Durch die Restrukturierung plant der Vorstand die EBIT Marge leicht zu erhöhen und die Erwartung des positiven Q2 Resultats mit einem einstelligen Milliardenbetrag als Buchgewinn hat durchaus Potential sowohl Analysten als auch Anleger durchaus positiv zu überraschen.
Die Bewertung der Aktie ist aktuell verglichen zur Branche günstig mit knapp 15. Der Branchenwert liegt im Durchschnitt bei über 20.
Der technische Blick auf die Charts unterstreicht das Potential der BASF Aktie.
Es macht den Anschein, dass die BASF Aktie Ihren Boden bei ca. 58,41 gefunden haben könnte. Um dieses Preislevel herum, hat die Aktie bereits mehrere Male in der Vergangenheit erfolgreich zum Turn Around angesetzt.
Der Trend auf dem Wochenchart ist Short. Dennoch ist es, vor dem Hintergrund einer potentiellen Bodenbildung, eine gute Idee die Indikatoren im Blick zu behalten. Die Indikatoren Stochastik und MACD werden leicht positiv ohne dabei ein Kaufsignal auf dem Wochenchart zu erzeugen.
Die Bollinger Bänder sind noch reicht weit, hier ist auch noch ein wenig Geduld gefragt, bis sich das obere Band deutlicher in Richtung der Kurse eindreht.
Der Tageschart zeigt bei der 63,15 ein interessantes Preislevel. Wird dieses mit Schlusskurs überstiegen, ist ein kleiner Aufwärtstrend aktiviert, welcher zum Ziel die 71,75 haben könnte. Bei der 71,75 wäre dann auch das Abwärts Gap vom 06.05 geschlossen.
Unterstützend haben die beiden gleitenden Durchschnitte bereits in bullische Richtung gekreuzt.
Stochastik und MACD liefern aktuell keine eindeutigen Indizien. Die Bollinger Bänder hingegen sind auf Tagessicht bereits sehr eng. Der nächste Impuls könnte bevorstehen.
Freundlich kommt die BASF Aktie auf Stundenansicht bereits daher. Mit dem Bruch der abwärts gerichteten Trendlinie hat die Aktie ein erstes Kaufsignal ausgelöst. Erstes Ziel ist der Widerstand bei 63,15.
Wer auf diesen Zug noch aufspringen möchte, könnte auf einen Rücksetzer des Werts bspw. an den 20er gleitenden Durchschnitt abwarten, um sich günstig in den neu entstandenen Aufwärtstrend einzukaufen. Das entspricht in etwa der gestrichelten Linie bei ca. 60,73.
Der Stochastik Oszillator hat in einem Trend wenig Bedeutung, könnte allerdings bei unterschreiten des 80er Levels eine Korrektur anzeigen, was für den Rücksetzer sprechen könnte und dieser Rücksetzer wiederum für einen Long Einstieg genutzt werden könnte.
Fassen wir die Situation zusammen:
Aktuell positiv zu bewerten sind die Auswirkungen der Restrukturierung. BASF erwartet im Q2 einen einstelligen Milliardenbetrag als Buchgewinn. Potenzial wird im Grundmaterial für die Produktion von Batteriezellen für E-Autos gesehen.
Solide EK Rentabilität bei sonst eher neutralen Kennzahlen.
Technisch hat die Aktie möglicherweise Ihren Boden gefunden und bietet Potential für einen Turn Around. Auch kurzfristig überwiegen die Chancen die Risiken.
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