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BHP Billiton - Kupferproduktion verloren

Veröffentlicht am 18.02.2015, 13:36
BHP
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Bis zu 70.000 eigentlich eingeplante Tonnen Kupfer könnten dieses Jahr am Markt fehlen. Denn der größte Rohstoffkonzern der Welt BHP Billiton (ASX:BHP) (WKN 908101) muss gleich drei Verarbeitungsanlagen auf seiner gigantischen Olympic Dam-Mine in Australien für Reparaturen stilllegen. Das bedeutet, der für 2015 erwartet Angebotsüberschuss am Kupfermarkt könnte wesentlich kleiner ausfallen als erwartet.

BHP verliert damit fast 38% des Ausstoßes, den man im vergangenen Fiskaljahr auf Olympic Dam erzielen konnte. Vor dieser Nachricht erwarteten zum Beispiel die Analysten der Australia & New Zealand Banking Group (ANZ) einen Überschuss von 120.000 Tonnen. Die Experten sehen die Wahrscheinlichkeit für einen Angebotsüberschuss damit gesunken und erwarten auch, dass das knappere Angebot den Kupferpreis stützen könnte.

Der Kupferpreis ist an der Metallbörse in London in den vergangenen 12 Monaten um 20% gefallen, nachdem Spekulationen aufkamen, dass sich das Wirtschaftswachstums Chinas, des größten Kupferkonsumenten überhaupt, verlangsamen könnte, während das Angebot steigt.

Durch die niedrigere Produktion auf Olympic Dam dürfte das globale Kupferangebot dieses Jahr nach Ansicht der ANZ um 5,1% wachsen. Das wäre kaum eine Veränderung gegenüber 2014 und läge unter der bisherigen Schätzung der Analysten, die zuvor von einem Angebotsanstieg von 5,8% ausgingen.

Die Anlagen von BHP werden für mindestens sechs Monate geschlossen sein und der Großteil der Produktionsausfälle bis Ende Juni erfolgen, so das Unternehmen. Olympic Dam produzierte im Geschäftsjahr bis Ende Juni 2014 184.400 Tonnen des roten Metalls und 82.200 Tonnen in den sechs Monaten bis zum 31. Dezember.

Die Analysten von Cowen & Co. sehen die Entwicklung auf der australischen Megamine nur als ein weiteres Beispiel für die Schwierigkeiten auf der Angebotsseite, denen sich der Kupfermarkt gegenüber sieht. Der Produktionsausfall auf Olympic Dam werde einen großen Teil des für dieses Jahr erwarteten globalen Kupferüberschusses wegfallen lassen, erklärten auch die Experten von INTL FCStone.

Die Prognosen in Bezug auf ein Angebotsdefizit oder einen Angebotsüberschuss können von Analyst zu Analyst erheblich schwanken und basieren auf den individuellen Prognosen der Experten. Die ICSG (International Copper Study Group) hatte beispielsweise noch im Oktober erklärt, dass der Kupfermarkt 2015 nach fünf Jahren im Defizit einen Überschuss von 393.000 Tonnen ausbilden könnte.

Der gesunkene Kupferpreis hatte sich aber bereits vor den Neuigkeiten von Olympic Dam auf das Angebot ausgewirkt. Einige Bergbaukonzerne, darunter Freeport-McMoRan (WKN 896476) haben ihre Investitionsbudgets für das laufende Jahr beschnitten, während andere wie Glencore (WKN A1JAGV) oder Rio Tinto (WKN 852147) ihre Produktion zurückfahren.

Freeport, der größte börsennotierte Kupferproduzent, geht davon aus, 2015 rund 20% weniger in Minenprojekte zu investieren, als man noch im Oktober vergangenen Jahres plante. Dabei sieht man bei dem Konzern das Angebot als relativ „knapp“ an. Auf jeden Fall scheint es laut Freeport-CEO Richard Adkerson wahrscheinlich, dass das Kupferüberangebot wesentlich geringer ausfallen wird als erwartet. Neues Angebot komme langsamer auf den Markt und Unterbrechungen seien häufiger geworden.


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