Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Investieren kann eine knifflige Angelegenheit sein – besonders, wenn es um einzelne Aktien geht. Risiken können sich schnell verändern, und wer nicht aufmerksam bleibt, sieht sein Portfolio womöglich innerhalb weniger Wochen um ein Viertel schrumpfen.
Das Schwierige daran: Bei manchen dieser problematischen Positionen handelt es sich nicht unbedingt um offensichtlich schwache Unternehmen oder um völlig überzogene Risiken. Trotzdem gibt es fünf große Positionen, bei denen wir derzeit zu besonderer Vorsicht raten – und die aus unserer Sicht jetzt verkauft werden sollten. Die meisten der damit verbundenen Probleme haben ihren Ursprung in einer aktuellen Marktdynamik: Anleger jagen verzweifelt nach Rendite.
Position #1: NVIDIA – Das Bewertungsproblem
Klartext: Wenn eine Aktie in den vergangenen Monaten um 100 % gestiegen ist, ist genau jetzt der denkbar schlechteste Zeitpunkt, um neu einzusteigen. Viele Anleger haben FOMO (Angst, etwas zu verpassen) und gehen automatisch davon aus, dass etwas, das stark gestiegen ist, einfach weiter steigt. In Wirklichkeit ist genau das der Moment, in dem das Risiko am größten ist.
Das Problem: Mit einer Marktkapitalisierung von über 4 Bio. USD ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von NVIDIA (NASDAQ:NVDA) auf einem gefährlich hohen Niveau. Diese Bewertung nährt die Sorge, dass sich die KI-Mega-Caps überhitzen könnten. Strategen warnen, dass es zu einer deutlichen Korrektur kommen könnte, falls die Erträge die hohen Erwartungen nicht erfüllen.
Warum diese Aktie jetzt riskant ist: Der aktuelle Kurs von NVIDIA lebt fast ausschließlich von den künftigen Gewinnerwartungen. Bleibt die Performance hinter den Prognosen zurück – oder fällt nur etwas schwächer aus als erhofft – kann die Aktie schnell deutlich nachgeben. Das ist auch ein mathematisches Problem: Damit sich eine Investition von 1.000 USD auf 2.000 USD verdoppelt, müsste die Marktkapitalisierung von aktuell 4 Bio. USD auf 8 Bio. USD steigen.
Zur Einordnung: Weltweit gibt es nur 11 Unternehmen mit einer Bewertung von mehr als 1 Bio. USD und gerade einmal drei, die die 3-Billionen-Marke überschreiten. Dass ein Unternehmen 8 Bio. USD erreicht, ist zwar nicht ausgeschlossen – aber äußerst unwahrscheinlich. Zum Vergleich: Wer in den Basiswert S&P 500 investiert, verdoppelt statistisch gesehen sein Kapital etwa alle sieben Jahre – und das seit über 70 Jahren sehr zuverlässig.
Fazit: Wer NVIDIA schon länger im Depot hat, muss die Aktie nicht zwangsläufig verkaufen – das Unternehmen selbst ist hervorragend. Problematisch wird es eher bei Anlegern, die jetzt, auf einem Allzeithoch, neu einsteigen wollen. Es gibt aktuell viele andere Top-Aktien, die in kürzerer Zeit ein attraktiveres Rendite-Risiko-Profil bieten.
Gute Investitionsentscheidungen mit den richtigen Tools
Bevor wir zur nächsten Position kommen, möchte ich eine Ressource vorstellen, die für mein Investment-Research enorm wertvoll ist: InvestingPro. Wenn Sie sich anmelden – aktuell für weniger als 8 Euro pro Monat – erhalten Sie Zugang zu ProPicks AI. Dieses Tool nutzt künstliche Intelligenz, um den Markt zu analysieren, und liefert Ihnen in kürzester Zeit eine Liste der vielversprechendsten Anlagechancen.
Was ich an ProPicks AI besonders schätze: die enorme Zeitersparnis. Statt stundenlang Dutzende Aktien einzeln durchzugehen, kann ich mit der von ProPicks erstellten Auswahl arbeiten – und innerhalb weniger Minuten fundierte Entscheidungen treffen.
Ein weiteres meiner Favoriten ist die Warren AI-Funktion – ein Gen-AI-Tool, das speziell auf die Finanzmärkte zugeschnitten ist und Ihr Research massiv beschleunigen kann.
Für diese Analyse habe ich Warren AI direkt gefragt, ob ein Einstieg in NVIDIA-Aktien sinnvoll wäre. Das Ergebnis: eine klare Liste mit soliden Pro- und Contra-Argumenten – die am Ende genau meine eigene Einschätzung bestätigt hat. NVIDIA ist zweifellos ein globales KI-Powerhouse mit beeindruckendem Wachstum, aber ein Großteil des Optimismus steckt bereits im aktuellen Kurs.
„Bei den Anlegern trifft diese Legende jetzt auf hohe Erwartungen – große Chancen, große Risiken.“
Nachfolgend finden Sie einen Screenshot der KI-Antwort. Die vollständige Analyse können Sie hier lesen:

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Position #2: Internationale ETFs – Falsches Timing, richtige Idee
Die aktuelle Situation: Der US-Aktienmarkt zeigt derzeit Schwäche, während internationale Märkte die USA im bisherigen Jahr 2025 klar übertroffen haben. Der S&P 500 legte bislang um etwa 6 bis 7 % zu, internationale Märkte dagegen um 16 bis 18 %. Ein wesentlicher Treiber: der schwächere US-Dollar. Fällt der USD, steigen die Kurse internationaler Aktien aus Sicht von US-Anlegern. Der USD-Index ist gegenüber einem Korb wichtiger Weltwährungen um 10,7 % gefallen.
Das Problem: Auch wenn die Performance der letzten sechs Monate klar für internationale Aktien spricht, hat der US-basierte S&P 500 über drei, fünf und zehn Jahre deutlich besser abgeschnitten als Aktien aus Industrieländern außerhalb der USA. Derzeit sehe ich, dass Anleger Teile ihrer Positionen im S&P 500 oder im Nasdaq 100 verkaufen, um internationale Fonds zu kaufen – und das ausgerechnet auf deren Allzeithoch, während sie den US-Markt kurzfristig übertreffen. Genau jetzt ist jedoch der falsche Zeitpunkt für eine solche Umschichtung.
Die bessere Strategie: Prüfen Sie, ob internationale Diversifikation zu Ihrer langfristigen Anlagestrategie passt. Wenn Sie nicht-US-Aktien ins Portfolio nehmen wollen, warten Sie auf ein günstigeres Einstiegsniveau – etwa, wenn sich die Märkte wieder im Gleichgewicht befinden. Ein Einstieg nach einer Entspannung bei geopolitischen, zoll- und handelspolitischen Spannungen könnte Ihnen deutlich preiswertere Kaufgelegenheiten bieten.
Position #3: Spekulationen im urbanen Luftverkehr – Achten Sie auf Ihre Risikoallokation
Die Chancen: Unternehmen wie Joby Aviation (NYSE:JOBY) und Archer Aviation entwickeln elektrische Senkrechtstarter und -lander, die den urbanen Kurzstreckenverkehr grundlegend verändern könnten. Ihr Ziel: Pendelzeiten von bisher 30–90 Minuten auf nur 10–20 Flugminuten zu reduzieren.
Das Versprechen: Beide Firmen verfügen über starke Partnerschaften und beeindruckende Finanzierungen:
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Joby Aviation kooperiert mit Delta, Toyota (NYSE:TM), Uber (NYSE:UBER) und der US Air Force.
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Archer arbeitet mit United Airlines (NASDAQ:UAL), Stellantis (NYSE:STLA), Enduro und Palantir (NASDAQ:PLTR) zusammen.
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Substanzielle Kapitalausstattung: 1,4 Mrd. USD (Cash) bei Joby, insgesamt 2 Mrd. USD bei Archer.
Die Risiken:
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Joby verbrennt jährlich rund 500 Mio. USD an Barmitteln.
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Archer erzielt bislang keinen Umsatz, verzeichnet jedoch vierteljährliche Verluste von ca. 100 Mio. USD.
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Offene regulatorische Fragen und Unsicherheit bei FAA-Zulassungen.
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Harte Konkurrenz durch Unternehmen wie Lilium und Whisk.
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Anhaltende Kritik von Leerverkäufern.
Das Problem übermäßiger Risiken: In vielen Portfolios sehe ich nicht nur eine oder zwei dieser spekulativen Positionen, sondern gleich fünf bis zehn – oft mit einem Anteil von 30–40 % am Gesamtvermögen. Solche Wetten scheitern statistisch deutlich häufiger, als dass sie sich auszahlen.
Meine Empfehlung: Begrenzen Sie den Anteil hochspekulativer Anlagen in Ihrem Portfolio auf maximal 10 %.
Position #4: Krypto-affine Unternehmen – direkte vs. indirekte Beteiligungen
Das Szenario: Bitcoin gewinnt in unserer zunehmend digitalen Finanzwelt stetig an Wert und Akzeptanz. Dennoch sehe ich bei vielen Anlegern ein überproportionales Engagement in Unternehmen wie Coinbase (NASDAQ:COIN) und MicroStrategy Incorporated (NASDAQ:MSTR).
Die Risiken:
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Beide Unternehmen profitierten stark vom Krypto-Hype, stehen aktuell jedoch unter regulatorischem und marktseitigem Gegenwind.
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MicroStrategy ist eng an den Bitcoin-Kurs gekoppelt und könnte bei einem deutlichen Rückgang der Kryptopreise massiv unter Druck geraten.
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Coinbase ist besonders anfällig für strengere Regulierungen im Kryptobereich.
Meine Präferenz: Ich bevorzuge Bitcoin selbst gegenüber Unternehmen, die versuchen, Geschäftsmodelle rund um Bitcoin aufzubauen. Wenn ich in Kryptounternehmen investieren und gleichzeitig das Risiko begrenzen möchte, nutze ich lieber wachstumsorientierte ETFs wie QQQM, SCHG oder VUG. Diese ETFs enthalten zwar Unternehmen wie Coinbase oder MicroStrategy, sind aber breit aufgestellt. Läuft das Investment gut, partizipiere ich an den Gewinnen – läuft es schlecht, gefährdet es nicht sofort mein gesamtes Portfolio.
Position #5: Übermäßige Barmittelpositionen und defensive Aktien – Opportunitätskosten
Der Kontext: In den Phasen hoher Marktvolatilität in diesem Jahr – insbesondere beim starken Rückgang im April – waren viele Anleger froh, einen Teil ihres Portfolios in stabilere Anlagen wie Anleihen oder Cash geparkt zu haben. Die Erinnerung an diesen Einbruch ist noch frisch – und das muss nicht unbedingt negativ sein.
Das Problem: In manchen Portfolios, deren Performance aktuell hinterherhinkt, sehe ich jedoch eine deutliche Übergewichtung defensiver Segmente oder zu hohe Cash-Bestände – beides erwirtschaftet keine nennenswerte Rendite.
Verpasste Chancen: Während des April-Einbruchs habe ich zu gezielten Käufen geraten. Wer diesem Rat gefolgt ist, anstatt das Geld am Seitenrand zu parken, konnte außergewöhnliche Gewinne erzielen:
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S&P 500 (SPY): Von rund 500 USD im April auf etwa 623 USD Mitte Juli (+20–24 %)
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NASDAQ 100 (QQQ / QQM): Von ca. 460 USD Anfang April auf 554 USD (+28 %)
Kursentwicklung im laufenden Jahr:
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S&P 500: +7 %
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NASDAQ Composite: +6,6 %
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Dow Jones Industrial Average: +4,3 %
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Anleihen: +3,2 %
Unsere Strategie: Ja, Anleihen haben während des Rückgangs Stabilität ins Portfolio gebracht und ihren Zweck erfüllt. Entscheidend für eine starke Gesamtperformance war jedoch, Cash oder geparkte Mittel nach dem Einbruch wieder in den Markt zu bringen. Anleihen sind wichtig für Rentner oder Anleger, die vom laufenden Einkommen ihres Portfolios leben. Wenn Sie jedoch jung sind und noch viele Jahre Wachstumspotenzial vor sich haben, kann ein zu hoher Anteil an sehr defensiven Positionen Ihre langfristige Rendite deutlich ausbremsen.
Sehen Sie sich hier das Video zu diesem Thema an:
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Haftungsausschluss: Ich bin kein Finanzberater, sondern Experte für Finanzen und Investitionen, der diese Themen an Universitäten lehrt. Dieser Inhalt ist ausschließlich für informative Zwecke bestimmt und darf nicht als persönliche Finanzberatung betrachtet werden.

