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Die Ölpreise fallen, aber die Nachfrage nimmt zu - darauf gilt es jetzt zu achten!

Von Ellen R. Wald, Ph.D.Rohstoffe06.08.2021 07:45
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Die Ölpreise fallen, aber die Nachfrage nimmt zu - darauf gilt es jetzt zu achten!
Von Ellen R. Wald, Ph.D.   |  06.08.2021 07:45
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Die Ölpreise sind in dieser Woche gefallen, hauptsächlich wegen Sorgen, dass:

  • die Nachfrage aus China abnehmen könnte
  • die US-Konjunkturdaten im Moment nicht gerade ermutigend sind
  • die zunehmende Ölproduktion der OPEC+ die Preise nach unten ziehen wird

WTI Öl
WTI Öl

Die Händler sollten jedoch bedenken, dass die Nachfrage in anderen Regionen der Welt trotz der anhaltenden Besorgnis über das Coronavirus zunimmt. Worauf Sie in den kommenden Wochen achten sollten, erfahren Sie hier:

1. China

Daten aus China (die nicht immer korrekt sind) deuten darauf hin, dass sich die Wirtschaftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe des Landes im Juli abgekühlt hat, womit die Wachstumsrate der Fabrikproduktion zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr zu schrumpfen droht. Dies führte zu Befürchtungen, dass China, der Wirtschaftsmotor Asiens, Anzeichen von Schwäche zeigen könnte.

Sollte sich Chinas Konjunktur verlangsamen oder die Wirtschaftsleistung sogar schrumpfen, könnte die Ölnachfrage ins Stocken geraten. Ein zusätzlicher Grund zur Sorgen sind die Sperrmaßnahmen aufgrund von Coronavirus-Ausbrüchen im Land – 46 Städte schränken derzeit die Bewegungsfreiheit der Bürger deswegen ein.

China geht auch hart gegen seine "Teekannen", also kleine unabhängige Raffinerien, vor. Diese Raffinerien erhalten von der chinesischen Regierung Quoten für die Einfuhr von Rohöl. Offenbar haben sie mit den Rohölquoten gehandelt, um die Menge an Rohöl zu maximieren, die sie importieren können. Die übermäßige Kraftstoffproduktion dieser unabhängigen Raffinerien hat die Gewinnspannen der staatlichen chinesischen Raffinerien ausgehöhlt. Die Händler könnten infolge der Gegenmaßnahmen der Regierung einen Rückgang der Rohölimporte zu sehen bekommen.

2. Vereinigte Staaten

Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe ist im Juli gesunken, was wahrscheinlich auf die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt, den Mangel an Rohstoffen und die Inflation zurückzuführen ist. Die Daten des Personaldienstleisters ADP zeigen, dass der private Sektor im Juli zwar 330.000 neue Jobs geschaffen hat, jedoch weniger als die Hälfte der im Juni neu geschaffenen Stellen. Die Zahl lag deutlich unter den von Ökonomen erwarteten 653.000 neuen Arbeitsplätzen.

Nach Angaben der EIA sind die US-Rohölvorräte in der vergangenen Woche gestiegen, die Benzinreserven jedoch gesunken. Analysten zufolge war die wahrscheinliche Ursache für die höheren Rohöllagerbestände jedoch ein Rückgang der Exporte und nicht ein Nachlassen der Binnennachfrage.

Händler sollten in den kommenden Wochen also auf die Exportdaten achten. Sollten die Ausfuhren weiter nach unten tendieren, könnte dies auf eine nachlassende globale Nachfrage hindeuten.

Marktbeobachter sollten sich darauf einstellen, dass die US-Binnennachfrage nach Benzin in den kommenden Wochen abnehmen wird, da in vielen Teilen des Landes die Sommerferien zu Ende gehen. Im südlichen Teil der Vereinigten Staaten öffnen die Schulen Anfang oder Mitte August. Die Benzinnachfrage sinkt in den USA tendenziell, wenn die Ferien zu Ende gehen.

3. OPEC+

Berichte, wonach die OPEC-Ölproduktion den höchsten Stand seit April 2020 erreicht hat, waren diese Woche ein weiterer Belastungsfaktor für den Markt. Einer Reuters-Umfrage zufolge förderte die OPEC im Juli 610.000 Barrel pro Tag mehr Öl als im Juni. In diesem Monat (August) erhöht die OPEC+ ihre Produktion um weitere 400 000 Barrel pro Tag, und das Kartell plant, seine Fördermenge bis April 2022 jeden Monat um den gleichen Betrag zu erhöhen.

Dies könnte zu einem Überangebot führen, falls die Coronavirus-Beschränkungen wie von einigen erwartet zurückkehren. Marktbeobachter sollten jedoch bedenken, dass sich die OPEC+ weiterhin jeden Monat zusammensetzt und auf diesen Sitzungen immer noch entscheiden kann, ihre Produktionssteigerungen zu reduzieren, sollte der Markt Schwäche zeigen.

Aramco (SE:2222) hat seine offiziellen Verkaufspreise (OSP) für Öl nach Asien für den Monat September erhöht. Sollten die Käufer zögern, großen Versorgern wie Aramco mehr zu zahlen, wäre dies ein Zeichen dafür, dass die Nachfrage nicht ganz so stark ist wie vorhergesagt. Mehr als 60 % der Ölexporte von Aramco gehen nach Asien.

4. Indien

Marktbeobachter sollten das Wachstum der Kraftstoffnachfrage in Indien nicht außer Acht lassen. Den Daten zufolge stieg die Benzinnachfrage im Juli um 646.000 Barrel täglich, obwohl Indien nach Angaben der Johns Hopkins University das Land mit der zweithöchsten Zahl bestätigter Covid-Infektionen auf der Welt ist. Indien importiert fast seinen gesamten Rohölbedarf.

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