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EUR/USD doppelt belastet

Veröffentlicht am 13.04.2024, 08:32
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Der Einbruch der Zinssenkungserwartungen als Folge der enttäuschenden US-Inflationsdaten (siehe „Anleger reagieren heftig auf den US-Inflationsschock“) hat tiefe Spuren am Anleihemarkt hinterlassen. Die vielbeachtete Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe ist nun doch sehr klar aus ihrem Aufwärtstrendkanal nach oben ausgebrochen, nachdem zu Wochenbeginn noch ein Ausbruchsversuch gescheitert war (siehe „Der Bund-Future geht in die erwartete Seitwärtstendenz über“).

Der Dow Jones hat vor diesem Hintergrund auch gestern wieder ein neues Korrekturtief markiert. Noch größere Belastungen lassen sich aber beim EUR/USD feststellen, da der Wechselkurs gleich von zwei Seiten in die Mangel genommen wird.

EUR/USD doppelt belastet

Denn einerseits stärken anhaltend hohe Leitzinsen in den USA den Dollar, andererseits schwächt die Aussicht auf Zinssenkungen in der Eurozone den Euro, die von der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgestern bekräftigt wurden (siehe „Aus Konsolidierungen werden langsam Korrekturen“).

Am 20. und 21. März hatte der Wechselkurs noch einmal einen Versuch gestartet, in den Aufwärtstrendkanal zurück zu gelangen. Dieser Versuch scheiterte jedoch (siehe roter Pfeil im Chart). Der darauffolgende Rücksetzer mündete kurz vor dem Tief von Mitte Februar und dem 61,80%-Fibonacci-Retracement bei 1,07115 USD in einer Kurserholung (grüner Pfeil), die aber nun schon am Zwischenhoch vom 22. Februar bei 1,08882 USD und an kurzfristigen Abwärtstrendlinien scheiterte, so dass ein deutlich tieferes Hoch markiert wurde. Und die US-Inflationsdaten sowie die erneuten klaren Hinweise der Euro-Währungshüter auf eine Zinssenkung im Juni ließen den EUR/USD einbrechen.

Mit diesem Einbruch ist die Folge tieferer Tiefs jetzt wesentlich steiler als die Folge tieferer Hochs. Und daher sollte man mit einer anhaltenden Kursschwäche rechnen. Es ist daher wahrscheinlich, dass das untere Ende der Seitwärtsrange (gelb) wieder angesteuert wird.

Übergeordnete Seitwärtstendenz

Allerdings weise ich die Leser des Börsenbriefs „Target-Trend-Spezial“, in dem der EUR/USD regelmäßig charttechnisch analysiert wird, schon seit geraumer Zeit immer wieder darauf hin, dass sich das aktuelle Kursverhalten weiterhin innerhalb dieser Seitwärtsspanne abspielt und somit die kurzfristigen Signale weniger relevant und daher mit Vorsicht zu genießen sind.

Es ist daher keineswegs sicher, dass die Kurse nun einfach weiter nachgeben. Stattdessen kann es jederzeit wieder zu einem plötzlichen Richtungswechsel kommen. Seitwärtsbewegungen sind unberechenbar. Und gerade beim EUR/USD verläuft diese „unruhig und wechselhaft“, geprägt von vielen Fehlsignalen und mit einem Mangel an klaren Formationen, wie ich bereits am 19. Januar schrieb (siehe „EUR/USD: Welche Trading-Chancen bietet das wilde Auf und Ab?“).

Long-Positionen rechtzeitig abgesichert

Was die Long-Positionen angeht, die sich am 20. Februar beim Bruch der Abwärtstrendkanäle (rot) angeboten hatten (siehe „Der Devisenmarkt wirkt deutlich sensibler als der Aktienmarkt“), so gab ich am 13. März den Tipp, diese auf Einstiegskurs abzusichern für den Fall, dass der Wechselkurs am Aufwärtstrend abprallt und die Seitwärtstendenz fortgesetzt wird (siehe „EZB: Zinssenkungen durch die Hintertür?“). Angesichts der aktuellen Kursentwicklung war das sicherlich ein passender Rat.

Nicht ohne Grund hatte ich diese Long-Positionen als spekulativ beschrieben, weil ich auch hier darauf hinwies, dass sich das kurzfristige Geschehen innerhalb einer übergeordneten Seitwärtsspanne abspielt und die kurzfristigen Signale daher mit Vorsicht zu genießen sind.
Jetzt würde ich zunächst keine neuen Trades mehr eingehen, sondern eine Kursberuhigung abwarten und nach neuen Formationen Ausschau halten, auf die man dann wieder mit Long- oder Short-Positionen setzen kann.

Ich wünsche Ihnen jedenfalls weiterhin viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus


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