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Es ist wohl gerade nicht der richtige Zeitpunkt, um auf Unternehmen zu setzen, die extrem zyklisch sind. Denn es wird immer wahrscheinlicher, dass die Weltwirtschaft im nächsten Jahr in eine Rezession abrutscht, wenn die aggressiven Zinserhöhungen der Wirtschaftstätigkeit schaden und die Nachfrage bremsen.
Doch trotz der gesamtwirtschaftlichen Risiken haben sich die Aktien der globalen Transportunternehmen FedEx (NYSE:FDX) und United Parcel Service (NYSE:UPS) im vergangenen Monat kräftig erholt, was darauf hindeutet, dass sie die Talsohle im aktuellen Marktabschwung erreicht haben.
Die globalen Fracht- und Logistikriesen sind in vielen Branchen tätig, von Konsumgütern bis hin zu Pharmazeutika, und eine Erholung ihrer Aktien nach einem steilen Rückgang ist ein Silberstreif am Horizont. Wenn Sie also einen dieser Akteure in Ihr Portfolio aufnehmen wollen, müssen Sie sich zwischen diesen beiden Unternehmen und ihren Wachstumsperspektiven entscheiden. Im Folgenden geben wir Ihnen einen tieferen Einblick:
Das in Memphis ansässige Unternehmen FedEx wirbt in diesen Tagen um das Vertrauen der Investoren, nachdem sein Geschäft im Zuge des pandemiebedingten Nachfragebooms nach Lieferdiensten an Schwung verloren hat.
Die größte Herausforderung für das Unternehmen besteht darin, in diesem hochinflationären Umfeld die Kosten einzudämmen und gleichzeitig die Margen zu verbessern. FedEx teilte den Anlegern im September mit, dass das Unternehmen in den nächsten 12 Monaten bis zu 2,7 Mrd. USD an Kosten einsparen will, um den Rückgang des Paketvolumens auszugleichen, insbesondere im der Express-Segment.
In diesem unangenehmen Makroumfeld kämpft FedEx außerdem gegen betriebliche Ineffizienzen, die die Kosten in die Höhe getrieben und den Aktienkurs gedrückt haben. Im Gegensatz zum One Network von UPS wird das Bodengeschäft von FedEx von unabhängigen Vertragspartnern betrieben, während das Expressgeschäft mit eigenen Flugzeugen und Fahrzeugen operiert und Mitarbeiter und Piloten direkt auf der Gehaltsliste hat.
Quelle: InvestingPro
Diese strukturellen Probleme haben die Anleger skeptisch gegenüber FedEx und der Attraktivität des Geschäftsmodells für Investoren gemacht. Schon vor der aktuellen Konjunkturschwäche hat FedEx die Anleger in der Vergangenheit immer wieder enttäuscht. Im Geschäftsjahr 2019, dem letzten vollen Jahr vor dem Ausbruch der Pandemie, hat das Unternehmen seine Prognosen bekanntgegeben, erhöht und dann zweimal gesenkt.
Im Vorjahr hatte FedEx ein Ziel für den bereinigten Gewinn bekanntgegeben, es gesenkt und dann zweimal erhöht. In neun der zehn Jahre, in denen FedEx ein Jahresziel für den Gewinn pro Aktie für das gesamte Jahr festgelegt hat, hat das Unternehmen dieses Ziel mindestens einmal gesenkt.
Der neue CEO des Unternehmens, Raj Subramaniam, versucht, diese Probleme im Rahmen einer Vereinbarung mit einem aktivistischen Investor D.E. Shaw zu lösen. Um die Anleger bei Laune zu halten, erhöhte er die vierteljährliche Dividende von FedEx um mehr als 50 %, strukturierte den Vorstand um und versprach tiefgreifende Kostensenkungen.
Trotz dieser ermutigenden Signale ist FedEx kein Wachstumswert mehr. Aus dem neuen Umstrukturierungsplan von FDX geht eindeutig hervor, dass ein größerer Teil der angestrebten Gewinne aus Kosteneinsparungen und weniger aus Wachstum stammen wird.
Aus diesen Gründen sehe ich FDX in Zukunft unter stärkerem Druck, wenn die Konjunktur kippt, vor allem, wenn das Unternehmen einen großen Turnaround durchläuft. Die derzeitige Entwicklung von FDX wird Zeit brauchen - und zwar Jahre, nicht Quartale.
UPS ist im Vergleich dazu in einer weitaus besseren Position. Das Unternehmen hat immer wieder gezeigt, dass es aufgrund seines Geschäftsmodells besser auf einen Wechsel im Konjunkturzyklus vorbereitet ist.
In den letzten Jahren hat UPS die Qualität seiner operativen Erträge erheblich verbessert. Im letzten Quartal war die Margenausweitung im US-amerikanischen Inlands-Paketgeschäft beeindruckend, obwohl UPS mit einem ähnlichen Kostendruck konfrontiert war, der die Margen von FedEx drückte.
UPS konnte seinen Umsatz pro Stück seit 2019 um 23 % steigern und dieses Wachstum in höhere Erträge umwandeln - dank einer überlegenen Bodenabfertigung und eines besseren Kostenmanagements. UPS plant außerdem weitere interne Veränderungen, wie z. B. eine stärkere Automatisierung der Sortieranlagen, um die Gewinnspanne weiter zu erhöhen. Aufgrund dieser Outperformance erfreut sich UPS einer hervorragende Bewertung in den Modellen von InvestingPro, die die Finanzkraft von Unternehmen analysieren.
Quelle: InvestingPro
Die Analysten der Deutsche Bank weisen genau auf diese Stärke hin und empfehlen in einer aktuellen Notiz den Kauf von UPS-Aktien. Dabei verweisen sie darauf, dass die makroökonomischen Risiken bereits im aktuellen Kurs der Aktie berücksichtigt seien. Weiter heißt es in der Mitteilung:
"Auf kurze Sicht konzentrieren sich die Marktteilnehmer unseres Erachtens zu sehr auf das Mengenwachstum und nicht auf Initiativen zur Verbesserung des Produktmixes und der Produktivität, die unserer Meinung nach trotz eines leicht rückläufigen Inlandsvolumens zu einem positiven Umsatzwachstum und soliden Deckungsbeiträgen führen können."
Die Deutsche Bank stufte UPS von "Hold" auf "Buy" hoch und hob das Kursziel von 197 USD auf 220 USD pro Aktie an. Das neue Ziel impliziert ein Aufwärtspotenzial von 20 % gegenüber der Notierung vom Montag bei 184,26 USD.
Offenlegung: Haris Anwar besitzt keine der in diesem Artikel erwähnten Aktien. Die in diesem Artikel dargelegten Ansichten geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wider und sind nicht als Anlageberatung zu verstehen.
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