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IOTA als Rückgrat für IoE

Von Investing.com (Robert Zach/Investing.com)Kryptowährungen11.12.2017 12:24
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IOTA als Rückgrat für IoE
Von Investing.com (Robert Zach/Investing.com)   |  11.12.2017 12:24
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von Robert Zach

Keinen anderen Begriff habe ich in den letzten Tagen so häufig gelesen wie den des Internet of Things (IoT). Ein Begriff, der für eine ganze Vision steht und unser Leben grundlegend verändern kann. Er birgt das Potenzial der am schnellsten wachsende Markt der nächsten Jahre zu werden. Vor allem nachdem nun das letzte Puzzleteil gefunden scheint. Und so bietet sich nicht nur für das Internet of Things eine ganz neue Perspektive, sondern auch für die Industrie 4.0.

Der kometenhafte Aufstieg der Kryptowährungen hat einmal mehr bewiesen, dass an der Ideologie der Dezentralisierung künftig kein Weg mehr vorbeiführen wird. Unsere Gesellschaft lechzt regelrecht nach dezentralen Systemen. Schon seit langer Zeit glaube ich mit vielen anderen daran, dass die Blockchain eine revolutionäre Technologie ist, die unser aller Leben verändert wird - angefangen von Kryptowährungen bis hin zu einem Strukturwandel im Bankensektor.

Vor einigen Monaten hörte ich das erste Mal von IOTA und nach dem Durchforsten des White Papers war ich von der Idee begeistert . Da wurde mir erst richtig bewusst, dass die Blockchain damals zwar revolutionär war, aber eben nicht für ewig strahlen wird.

Die Zukunft des Internet of Things

Ein integraler Bestandteil unseres Alltags ist das Internet of Things noch nicht. Dafür muss es in der Zukunft noch einige Hindernisse überspringen. Ansätze der so genannten Maschinenwirtschaft sind schon heute ersichtlich. Ein gutes Beispiel hierfür sind Smartwatches, die bereits in Industrie und Handel zum Einsatz kommen und diverse Geräte wie Handhelds und PDAs, die zur Warenverwaltung und ähnlichem verwendet werden, ersetzen.

Bereits im Jahr 2020 sollen mehr als 20 Milliarden Geräte miteinander verbunden sein und untereinander kommunizieren können genauso wie wenn Sie mit ihrem Freund einen Kaffeetrinken und ein fruchtbares Gespräch führen.

Wir leben in einer Welt mit Milliarden von Geräten, Maschinen und Menschen, aber wir stehen auch vor kolossalen Problem. Gemeint ist hier die gegenwärtige Infrastruktur, aber auch die Hard- und Softwarestandards spielen dabei eine wichtige Rolle. Mit anderen Worten: Skalierung wird Probleme zum Vorschein bringen. Dieses Problem werden auch nicht die Kryptowährungen - zumindest nicht die aktuellen - lösen.

Stellen Sie sich doch einfach mal Millionen von winziger Transaktionen vor. Derzeit gibt es kein System mit einer zentralen Zahlungsstelle, dass solche Transaktionen völlig ohne Transaktionskosten ermöglicht. Denn so erwirtschaften Geschäftsbanken ihr Geld und das ist die Welt, in der wir heute leben.

Mikrotransaktionen auf der Grundlage der Blockchain führten bereits zu einer Revolution in unserer Wirtschaft. Vor 8 Jahren hat jemand mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto das System Bitcoin in einem akademischen Aufsatz vorgestellt. Seit dem sind zahllose Kryptowährungen aus dem Boden erwachsen, die viele Probleme unserer Wirtschaft und Gesellschaft am Schopf packen. Einige von ihnen dürften auch im Internet of Things eine tragende Rolle spielen, aber um ehrlich zu sein: keiner von ihnen bietet Mikrotransaktionen unter Echtzeitbedingungen an.

Grund dafür ist die Tatsache, dass alle Kryptowährungen, die bis dato entwickelt wurden, auf der Blockchain basieren und dabei den Entwicklungsstufen von Bitcoin und Ethereum folgen. Die Pendants der zwei großen Kryptos - und natürlich auch sie selbst - können die Zahl der Transaktionen pro Sekunde nicht skalieren und bieten weder eine stabile Infrastruktur noch laufen sie auf einfachster Hardware. Zudem fallen bei steigender Nutzerzahl immer höhere Transaktionsgebühren an. Das wird sich auch in der Zukunft nicht ändern. Bitcoin ist zwar ein Pionier, aber eben kein absoluter Game Changer.

So gab beispielsweise jüngst Publisher Valve bekannt, dass die Zahlungsmethode Bitcoin ab sofort nicht mehr auf der Vertriebsplattform Steam akzeptiert werde. Grund dafür seien die Transaktionsgebühren, die den Kunden vom Bitcoin-Netzwerk auferlegt werden, die dieses Jahr sprunghaft angestiegen sind und mit fast 20 US-Dollar pro Transaktion vor zwei Wochen ihren Höhepunkt erreicht hatten. Im Vergleich dazu betrug diese Gebühr bei der Einführung von Bitcoin auf Steam nur 0,20 US-Dollar.

Und genau da kommt IOTA ins Spiel.

IOTA, der aufstrebende Stern, der den Unterschied macht

IOTAist eine relativ neue Kryptowährung, die sich auf Maschine-zu-Maschine Transaktionen fokussiert. Sie wurde ins Leben gerufen, um gebührenfreie Transaktionen zwischen Maschinen zu ermöglichen.

Wie soll IOTA das anstellen?

IOTA geht über die Idee der Blockchain hinaus. Es ist die erste Kryptowährung mit einem Ökosystem der Blockchain ähnlich, aber ohne Blöcke oder Ketten. Und genau das macht IOTA so unfassbar attraktiv.

Eine etwas ausführlichere Erklärung über die Funktionsweise und Vorteile von IOTA und dem so genannten Tangle, also der besseren Blockchain, finden Sie hier.

Vom Internet of Things zum Internet of Everything

Das Internet of Things steht voll im Saft. Fast jede Woche schießen neue Start-Ups aus dem Boden, schmeißen Smart-Geräte auf den Markt und machen damit unser Leben von morgen smarter. Harald Bauer, Direktor im Frankfurter Büro der Unternehmensberatung McKinsey sagt: „Derzeit stehen beim Internet der Dinge noch überwiegend konsumentennahe Produkte wie Smartwatches oder selbstfahrende Autos im Vordergrund. Langfristig bieten jedoch Business-to-Business-Anwendungen wie beispielsweise in der 'Industrie 4.0' oder in der digitalisierten Logistik noch größeres Potenzial“.

An intelligenter Technologie führt also kein Weg vorbei. Und so dürften wir in den nächsten Jahren weitere große Fortschritte bei Smart-Home, Smart-Transport, Smart-Finance, Smart-Plant uvm. erleben. Das ist aber nur der Anfang.

Das Internet of Things (IoT) ist also nicht nur ein Modewort. Es wird das Leben auf diesem Planeten verändern, daran besteht kein Zweifel. Der Herausforderung, der wir gegenüberstehen, liegt aber nicht in der Entwicklung der smarten Geräte oder Maschinen selbst, sondern in puncto Kommunikation. Gelingt es uns dieses Problem zu lösen, klettern wir eine Stufe höher auf der Evolutionsleiter.

Stellen Sie sich einfach mal eine Welt vor, in der alles mit allem kommuniziert. Autos geben Anweisungen an Parkhäuser, Kühlschränke bestellen online und bezahlen ohne menschliches Zutun usw. Um dies zu verwirklichen, müssen wir den Maschinen eine Plattform bereitstellen, damit sie mit anderen Maschinen kommunizieren können.

Wir sprechen jetzt also nicht mehr nur über das Internet of Things (IoT), sondern vom Internet of Everything (IoE), also die Verknüpfung zwischen Menschen, Prozessoren, Daten und Gegenständen.

IOTA als Rückgrat für IoE

Die IOTA-Stiftung rund um die Gründer David Sønstebø, Sergey Ivancheglo, Sergei Popov und Dominik Schiener dient als Rückgrat für das Internet of Everything. Sie ist das fehlende Bindeglied, wodurch sich Systeme in der Zukunft miteinander verbinden, kommunizieren und weiterentwickeln können.

Damit wir die Technologien der Zukunft in Form von IoT und IoE vollumfänglich Nutzen können, müssen wir einen Weg finden, Milliarden von cyberphysikalischen System miteinander zu verbinden. Das Netzwerk, das wir aufbauen, muss also unser Vertrauen gewinnen.

Heutzutage ist die Menschheit vom Internet abhängig. Was wäre wenn das Internet einen Tag oder eine Stunde ausfällt? Die Zukunft unserer Gesellschaft und Wirtschaft liegt in einer 24 stündigen stabilen Kommunikation. Das Internet ist zwar bei weitem das effizienteste Medium, aber die Folgen der Abhängigkeit von einem einzigen Kanal können katastrophal sein. IOTA hat deshalb ein Protokoll entwickelt, mit dem die Maschinen über andere Kanäle wie Bluetooth, Z-Wave, ZigBee oder LoRa kommunizieren können. Die Zukunft der Konnektivität könnte also über das Internet selbst hinausgehen.

Daten werden in der Zukunft nicht mehr kostenlos teilbar sein. Das fördert die Kooperation von Unternehmen und Privatpersonen. IOTA wird so zur Plattform zum wechselseitigen Austausch (Daten für Geld).

Jetzt stellen Sie sich einfach mal vor, sie sammeln Daten, die Sie dann später einfach verkaufen und zudem noch ihren freien Speicherplatz zur Verfügung stellen können. Als Ausgleich erhalten Sie dafür IOTAs.

Aber bevor diese - zugegebenermaßen noch junge Technologie - Einzug in unser tägliches Leben hält, brauchen wir einige Veränderungen - beginnend mit der Anerkennung und aktiven Nutzung von smarten Geräten. Den Grundstein dafür hat IOTA gelegt - eine Kryptowährung, die meiner Meinung nach großes Potenzial besitzt.

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Kommentare
Lexi
Lexi 11.12.2017 22:35
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Interessant und schön geschrieben. MIOTA überrollt den Bitcoin trotzdem nicht - zumindest jetzt noch nicht. Aber es stimmt, die Transaktionskosten sind beim bitcoin zu hoch, was die Zukunftsfähigkeit der Währung schon sehr einschränkt. Von der Oberfläche verschwinden wird er aber nicht.
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Robert Zach/Investing.com
Robert Zach/Investing.com 11.12.2017 22:35
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Vielen Dank Lexi! Das müssen wir wohl abwarten wie sich IOTA im Vergleich zum Bitcoin entwickelt.  Schließlich ist IOTA für Maschinen und Bitcoin für Menschen geschaffen worden. Weiteres Potenzial sehe ich aber auch für beide Coins.
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Stefan Pa
Stefan Pa 11.12.2017 20:04
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Danke für die tolle Erklärung. Gerne mehr davon
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Robert Zach/Investing.com
Robert Zach/Investing.com 11.12.2017 20:04
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Besten Dank Stefan :-)
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Marco Dorbert
Marco Dorbert 11.12.2017 15:15
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Guter Artikel, für Einsteiger auf jeden Fall lesenwert. Allerdings wurden hier zum Teil Aussagen getroffen, welche so nicht ganz richtig sind. Nr1 Bitcoin IST ein Game Changer. Nr 2 es wird bereits an Lösungen für das Skalierungs-Problem gearbeitet und es gibt auch schon funktionstüchtige 'Prototypen' (Lightning-Network) Nr3 Stabile Infrastruktur ist definitv gegeben, Bitcoin ist im Moment die stabilste Blockchain überhaupt Nr4 IOTA ist zum Teil zentralisiert, also (noch) nicht dezentral. Siehe 'Koordinatoren'. Ob dieser Umstand jemals von der IOTA Stiftung beseitigt werden kann ist noch völlig unklar LG
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Robert Zach/Investing.com
Robert Zach/Investing.com 11.12.2017 15:15
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Hi Marco! Vielen Dank für dein konstruktives Feedback! Interessante Punkte die du hier genannt hast. Werde ich mich noch näher damit auseinandersetzen. Wünsche Dir noch einen tollen Abend! LG
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