Eilmeldung
Investing Pro 0
Cyber Monday Extended SALE: Bis zu 60 % RABATT für InvestingPro+ JETZT SICHERN

Kupfer verschwunden: Glencore und Co. kappen Geschäftsbeziehung mit Huludao

Von Miningscout (Nils Glasmachers)Aktienmärkte18.08.2022 10:37
de.investing.com/analysis/kupfer-verschwunden-glencore-und-co-kappen-geschaftsbeziehung-mit-huludao-200475720
Kupfer verschwunden: Glencore und Co. kappen Geschäftsbeziehung mit Huludao
Von Miningscout (Nils Glasmachers)   |  18.08.2022 10:37
Gespeichert. Lesezeichen ansehen.
Dieser Artikel wurde bereits unter Lesezeichen gespeichert
 
 
C
-1,13%
Einem Portfolio hinzufügen/entfernen
Zur Watchlist hinzufügen
Position hinzufügen

Position erfolgreich hinzugefügt zu:

Benennen Sie Ihr Beteiligungsportfolio
 
Copper
+0,06%
Einem Portfolio hinzufügen/entfernen
Zur Watchlist hinzufügen
Position hinzufügen

Position erfolgreich hinzugefügt zu:

Benennen Sie Ihr Beteiligungsportfolio
 
GLEN
+2,10%
Einem Portfolio hinzufügen/entfernen
Zur Watchlist hinzufügen
Position hinzufügen

Position erfolgreich hinzugefügt zu:

Benennen Sie Ihr Beteiligungsportfolio
 
MAL
-1,29%
Einem Portfolio hinzufügen/entfernen
Zur Watchlist hinzufügen
Position hinzufügen

Position erfolgreich hinzugefügt zu:

Benennen Sie Ihr Beteiligungsportfolio
 

Der Rohstoffriese Glencore (LON:GLEN) kappt seine Geschäftsbeziehungen mit dem chinesischen Metallhändler Huludao Ruisheng, bei dem Kupfer im Wert von 500 Millionen USD offenbar spurlos verschwunden ist. Was sagt das Ereignis über die Entwicklungen auf dem chinesischen Markt aus?

Wie die Financial Times berichtet, kappt Glencore (WKN: A1JAGV, ISIN: JE00B4T3BW64) die Geschäftsbeziehungen mit dem chinesischen Metallhändler Huludao Ruisheng. Das Unternehmen ist mit dieser Entscheidung nicht allein. Auch der in Genf ansässige Rohstoffhändler IXM hat die Lieferungen an den in Hebei ansässigen Händler eingestellt.

Worum geht es? In einem Kupferlager in Qinhuangdao fehlen zwei Drittel des dort eigentlich zu verortenden Kupferkonzentrats. Vorhanden sind lediglich 100.000 t statt der durch Huludao bescheinigten 300.000 t. Dies hatte bereits der Nachrichtendienst Bloomberg Anfang des Monats berichtet.

Finanziert wird das Lager durch 13 chinesische Unternehmen (ein Dutzend davon in Staatsbesitz). Diese fürchten Verluste von bis zu 490 Millionen USD und haben Untersuchungen auf den Weg gebracht. So wurden Delegationen in die Gegend entsandt und die Behörden eingeschaltet.

Hat Huludao Kupferlager wegen Liquiditätskrise geplündert?

Glencore hat zwischenzeitlich Stahlbestände aus Qinhuangdao entfernt und in den Raum Qingdao verlagert, um Risiken im Zusammenhang mit den laufenden Untersuchungen auszuschließen.

Die Financial Times berichtet unter Berufung auf einen in China ansässigen Händler, dass Huludao Ruisheng zusammen mit seiner Schwesterfirma Ningbo Hesheng International Trading Kunden aufgrund einer Liquiditätskrise Kupfer angeboten habe. Huludao erwirbt jährlich bis zu 1 Million t Importkupfer und verkauft es an chinesische Verarbeitungsbetriebe.

Der sich anbahnende Skandal ist nicht der erste seiner Art in China. Die Financial Times zitiert Colin Hamilton, Managing Director of Commodities Analysis bei BMO Capital Markets. Diesem zufolge wäre es nicht das erste Mal, das Material in China verloren gehe. „Die Onshore-Finanzierung in China für jede ausländische Bank oder jedes Handelshaus wird schwieriger.“

In Guangdong fehlt Aluminium

Das verschwundene Kupfer ist nicht das einzige Ermittlungsziel der chinesischen Behörden. Untersucht werden auch Kredite in der Provinz Guangdong, die wiederholt mit physischem Aluminium besichert worden waren.

Die zur Shenwan Hongyuan Securities Hongyuan Hengyi verklagt Foshan CICC ST Source Warehouse Management, da 4125 t Aluminium nicht wie vereinbart aus dem Lager entnommen werden konnten. Das Lager wurde bereits Ende Juni durch die Shanghai Futures Exchange aus der Liste der Versorgungslager der Börse entfernt.

Nun wird befürchtet, dass Banken aus dem Westen fortan nicht mehr bereit sein könnten, Rohstoffgeschäfte in China zu finanzieren. Schließlich lassen sich Betrugsrisiken nur schwer quantifizieren und messen.

China durchläuft derzeit eine für die Verhältnisse der Volksrepublik sehr schwache konjunkturelle Phase. Insbesondere der Immobiliensektor steht stark unter Druck. Auch deshalb können Rohstoffunternehmen in Schwierigkeiten geraten, wenn etwa Immobilienfirmen vereinbarte Zahlungen nicht oder mit deutlicher Verspätung leisten.

Erinnerungen an Repo-Geschäfte von Citi und Mercuria werden wach

Erst im Jahr 2016 hatten die Citigroup (NYSE:C) und der in der Schweiz ansässige Rohstoffhändler Mercuria eine langwierige juristische Auseinandersetzung über einen 270 Millionen USD schweren Finanzierungsdeal für Metalle in China beigelegt. Dabei ging es um mit Metallen besicherte Geschäfte aus dem Jahr 2014.

Bei den sogenannten Repo-Geschäften verkaufen Händler Metalle an eine Bank und vereinbaren gleichzeitig, sie zu einem späteren Zeitpunkt zu einem etwas höheren Preis zurückzukaufen. Dieser Preisunterschied ist entscheidend.

Mercuria und die Citigroup hatten eine Reihe solcher Geschäfte abgeschlossen, als die chinesischen Behörden Metallbestände in Häfen aufgrund von Betrugsvorwürfen beschlagnahmten. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand damals das chinesische Unternehmen Dezheng Resources.

Kupfer verschwunden: Glencore und Co. kappen Geschäftsbeziehung mit Huludao
 

Verwandte Beiträge

Kupfer verschwunden: Glencore und Co. kappen Geschäftsbeziehung mit Huludao

Kommentieren

Richtlinien zur Kommentarfunktion

Wir möchten Sie gerne dazu anregen, Kommentare zu schreiben, um sich mit anderen Nutzern auszutauschen. Teilen Sie Ihre Gedanken mit und/oder stellen Sie anderen Nutzern und den Kolumnisten Fragen. Um jedoch das Niveau zu erhalten, welches wir wertschätzen und erwarten, beachten Sie bitte die folgenden Kriterien:

  • Bereichern Sie die Unterhaltung
  • Bleiben Sie beim Thema. Veröffentlichen Sie nur Texte, die zu den genannten Inhalten passen. 
  • Respektieren Sie einander. Auch negative Meinungen und Kritik kann positiv und diplomatisch ausgedrückt werden. 
  • Benutzen Sie die anerkannten Ausdrucks- und Rechtschreibregeln. 
  • Beachten Sie: Spam, Werbenachrichten und Links werden gelöscht. 
  • Vermeiden Sie Profanität, Beleidigungen und persönliche Angriffe auf Kolumnisten oder andere Nutzer. 
  • Bitte kommentieren Sie nur auf Deutsch.

Diejenigen, die die oben genannten Regeln missachten, werden von der Webseite entfernt und können sich in der Zukunft je nach Ermessen von Investing.com nicht mehr anmelden.

Was denken Sie?
 
Sind Sie sicher, dass Sie diesen Chart löschen möchten?
 
Senden
Posten auf
 
Angehängten Chart durch einen neuen Chart ersetzen?
1000
Sie sind gegenwärtig aufgrund von negativen Nutzerbeurteilungen von der Abgabe von Kommentaren ausgeschlossen. Ihr Status wird von unseren Moderatoren überprüft.
Warten Sie bitte eine Minute bis zur erneuten Abgabe Ihres Kommentars.
Danke für Ihren Kommentar. Bitte beachten Sie, dass alle Kommentare erst nach vorheriger Überprüfung durch unsere Moderatoren veröffentlicht werden und deshalb nicht sofort auf unserer Webseite erscheinen können.
 
Sind Sie sicher, dass Sie diesen Chart löschen möchten?
 
Senden
 
Angehängten Chart durch einen neuen Chart ersetzen?
1000
Sie sind gegenwärtig aufgrund von negativen Nutzerbeurteilungen von der Abgabe von Kommentaren ausgeschlossen. Ihr Status wird von unseren Moderatoren überprüft.
Warten Sie bitte eine Minute bis zur erneuten Abgabe Ihres Kommentars.
Chart zum Kommentar hinzufügen
Sperre bestätigen

Sind Sie sicher, dass Sie %USER_NAME% sperren möchten?

Dadurch werden Sie und %USER_NAME% nicht mehr in der Lage sein, Beiträge des jeweils anderen auf Investing.com zu sehen.

%USER_NAME% wurde erfolgreich zu Ihrer Sperrliste hinzugefügt.

Da Sie diese Person entsperrt haben, müssen Sie 48 Stunden warten, bevor Sie sie wieder sperren können.

Diesen Kommentar melden

Sagen Sie uns Ihre Meinung zu diesem Kommentar

Kommentar markiert

Vielen Dank!

Ihre Meldung wurde zur Überprüfung an unsere Moderatoren geschickt
Mit Google registrieren
oder
Registrierung