Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Der DJIA, der S&P 500, der Nasdaq und der Russell 2000 haben in der vergangenen Woche neue Rekordstände erreicht. Rückenwind bekamen die Märkte dabei von der Entscheidung der Fed, den Leitzins am Mittwoch um 25 Basispunkte zu senken.
Doch stellt sich die Frage: Befindet sich der Aktienmarkt erneut auf dem Weg in einen irrationalen Überschwang – ähnlich wie zur Tech-Blase 1999, die schließlich in die „Tech-Apokalypse“ der frühen 2000er Jahre mündete?
Tatsächlich wurde der S&P 500 in diesem Jahr vor allem durch besser als erwartete Gewinnzahlen nach oben getrieben. In der Woche vom 18. September kletterten die Ertragserwartungen auf ein Rekordniveau von 294,91 USD und bewegen sich damit bis Jahresende in Richtung des Analystenkonsenses für 2026 (Grafik).
In der vergangenen Woche erreichten die Erwartungen sogar 304,88 USD. (Zur Einordnung: Da die Ertragserwartungen dem zeitgewichteten Durchschnitt der Konsensschätzungen für das laufende und das nächste Jahr entsprechen, gleichen sie am Jahresende immer der Schätzung für das Folgejahr.)

Die jüngste Erholung der S&P SMidCaps (also S&P 400 MidCaps und S&P 600 SmallCaps) könnte nun endlich auch Rückenwind von den steigenden Ertragserwartungen für diese Indizes bekommen (Grafik).

Derzeit liegen die S&P 100 MegaCaps vor dem S&P 500 – ganz ähnlich wie während der Hausse von 1999 (Grafik).

Der September gilt zwar traditionell als schwächster Monat für den S&P 500, doch bislang zeigt er sich in diesem Jahr klar von seiner Gewinnerseite (Grafik).

Der S&P 500 weicht derzeit von seinem üblichen saisonalen Muster ab – bewegt sich seit 2015 jedoch erstaunlich nah an der Entwicklung des Index von 1980 bis 2010 (Grafik).

Ein wesentlicher Unterschied zu damals: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis des S&P 500 liegt heute deutlich höher. Aktuell steht es bei 22,0 – und damit nur knapp unter dem Höchstwert von 25,0 zur Zeit der Tech-Blase von 1999 (Grafik).

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Das Szenario der Roaring 2020s bleibt unser Basisszenario für den Rest des Jahrzehnts. Unser Ziel für den S&P 500 bis Ende der 2020er liegt weiterhin bei 7.700 Punkten. Sollte der Markt – ähnlich wie 1999 – eine Rallye als Reaktion auf die Lockerung der Geldpolitik der Fed starten, könnten wir dieses Niveau schneller erreichen. Dann wäre allerdings auch ein anschließender Einbruch wahrscheinlich.
Allerdings erwarten wir, dass ein solcher „Kater“ diesmal weniger schmerzhaft ausfallen dürfte als nach der Blase von 1999.
Unsere Einschätzung bleibt: Auf die Roaring 2020s könnten die Roaring 2030s folgen. Seit den 1920er Jahren gab es bereits vier „Roaring Dekaden“, in denen der S&P 500 jeweils um mehr als 200 % gestiegen ist (Grafik). Gut möglich also, dass wir jetzt die fünfte dieser Phasen erleben – und in den 2030er Jahren eine sechste folgt.

