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NASDAQ: So weit kann der Tech-Index noch fallen

Von Michael KramerAktienmärkte31.01.2022 06:00
de.investing.com/analysis/nasdaq-so-weit-kann-der-techindex-noch-fallen-200469790
NASDAQ: So weit kann der Tech-Index noch fallen
Von Michael Kramer   |  31.01.2022 06:00
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Der NASDAQ Composite hat alles andere als einen guten Start ins Börsenjahr 2022 hingelegt und ist bereits um fast 13 % gefallen. Und so schnell dürfte der Tech-Index wohl auch nicht wieder auf neue Rekordhochs klettern. Zwei Dinge machen dem Index aktuell zu schaffen: höhere Kapitalmarktzinsen und sinkende Gewinnschätzungen.

Folglich müssen sich Tech-Investoren im NASDAQ auch in den kommenden sechs Monaten auf raue See gefasst machen.

Die Gewinnschätzungen für den NASDAQ-Index sind für 2022 auf 478,43 Dollar pro Aktie abgesackt, ein Rückgang von 5,5 % gegenüber dem Höchststand von 505,83 Dollar am 25. August. Der Fall der Gewinnschätzungen ist beachtlich. Schuld daran sind steigende Realrenditen, die das KGV des Börsenbarometers verringern. Ein niedrigeres KGV und sinkende Gewinnschätzungen begrenzen zusammengenommen die potenziellen Kursgewinne des Index.

NASDAQ EPS Schätzungen 2022
NASDAQ EPS Schätzungen 2022

Ein niedrigeres KGV

Selbst wenn das Kurs-Gewinn-Verhältnis des NASDAQ Composite wieder den Höchststand aus Dezember bei 33,1 erreichen sollte, würde der Kurs des Index höchstens auf 15.835 klettern. Das wäre nahe am Intraday-Hoch von 16.212 aus November, aber eben immer noch fast 2,5 % darunter. Es bedarf also eines noch höheren Kurs-Gewinn-Verhältnisses, um die früheren Höchststände des NASDAQ zu übertreffen.

Angesichts des starken Anstiegs der Realrenditen, der die Gewinnrendite des NASDAQ in die Höhe und das KGV in die Tiefe treibt, könnte sich das aber als schwierig erweisen. Der Zinssatz für 5-jährige TIPs ist im Jahr 2022 drastisch gestiegen und hat sich von rund -1,64 % am 31. Dezember auf etwa -1,05 % erhöht.

Im gleichen Zeitraum ist die Gewinnrendite für den NASDAQ Composite auf der Grundlage der EPS-Schätzungen für 2022 von 3,06 % auf 3,49 % gestiegen. Je weiter der Realzins ansteigt, desto wahrscheinlicher ist es, dass auch die Gewinnrenditen der Tech-Börse ebenfalls zulegen werden.

Die Gewinnrendite ist der Gegenpol zum KGV, d. h. wenn die Gewinnrendite steigt, sinkt das KGV. Das Problem ist, dass der 5-jährige Realzins gerade nach oben ausbricht, und falls die Fed weiterhin so aggressiv vorgeht, wie es derzeit den Anschein hat, könnte der Breakout dazu führen, dass die 5-jährige TIP auf etwa -50 Basispunkte hochschnellt.

Das würde die Gewinnrendite des NASDAQ noch weiter nach oben bringen, möglicherweise um weitere 60 Basispunkte auf etwa 4 %. Dies entspräche einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 25. Bei einem für 2022 geschätzten Gewinn von 478,43 Dollar ergäbe sich daraus ein Kurs von 11.960 für den NASDAQ Composite, was einem weiteren Rückgang um 13 % entspräche.

Fünfjähriger Realzins
Fünfjähriger Realzins

All dies hängt jedoch davon ab, wie weit die Realrenditen am Ende tatsächlich steigen können. Es wird aber erwartet, dass die Fed ab März die Zinsen anhebt. Für die nächsten sechs Monate ist daher mit deutlichen Kurseinbußen zu rechnen, weil sich der Aktienmarkt auf eine straffere Geldpolitik und höhere Zinsen einstellt.

Bewertungen spielen (endlich) wieder eine Rolle

Einige Aktien dürften sich während dieses Prozesses jedoch besser entwickeln als andere. Dies gilt vor allem für Aktien, die ein stärkeres Gewinnwachstum aufweisen und deren Bewertung moderater ist.

Eine Aktie wie Meta Platforms (NASDAQ:FB) ist beispielsweise in den letzten 2 Jahren enorm gestiegen, weist aber auch ein kräftiges Gewinnwachstum auf. Die Aktie wird mit dem 21-fachen der für die nächsten zwölf Monate geschätzten Gewinne gehandelt. Zwar könnte das Papier bei einem allgemeinen Markteinbruch leicht nachgeben, doch die geringere Bewertung macht die Aktie attraktiv für Investoren, die in Meta einen Wert sehen.

Meta Platforms KGV
Meta Platforms KGV

Für Aktien wie Shopify (NYSE:SHOP) könnten sich hingegen noch schwierigere Zeiten anbahnen. Der Titel ist bereits massiv gefallen, notiert aber immer noch beim 15,6-fachen der für die nächsten zwölf Monate geschätzten Umsätze, während sie in der Vergangenheit in der Regel zwischen dem 9- und 12-fachen des Umsatzes gehandelt wurde. Das deutet darauf hin, dass die SHOP-Aktie bei einem allgemeinen Marktausverkauf noch weiter fallen könnte.

Shopify KUV
Shopify KUV

Sobald die Zinsen steigen - und die Börsenhausse beruht zum Großteil auf der Niedrigzinsphase -, ist es nur folgerichtig, dass sich der Markt neu ausrichtet und sich auf diese Veränderungen einstellt. Folglich drohen den Unternehmen auch schwächere Erträge, so dass Bewertungen endlich wieder eine Rolle spielen dürften.

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Kommentare (2)
Matze Heimlich
Matze Heimlich 31.01.2022 12:34
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Herr Kramer, verzeihen Sie, aber sie gehen mir und ich glaube auch vielen Anderen so auf den Keks! Sie schreiben seit Pandemiebeginn nur negative Beiträge und verbreiten unbegründete Ängste! Ich glaube einfach, dass Sie damals den Einstieg verpasst haben bzw. in einigen dicken Short-Positionen feststecken und deshalb hoffen, dass der Aktienmarkt komplett einbricht!Ihre Artikel sind jedenfalls ein Witz! Es ist seit Pandemiebeginn noch kein einziges Mal das eingetreten was Sie prophezeit hatten!Ich würde Sie wirklich bitten, solche Artikel zu unterlassen - danke!
Hasan Sevimli
Hasan Sevimli 31.01.2022 12:34
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Gut auf den Punkt gebracht. Ich habe viele chancen in meinem Leben verpasst indem ich auf solche vermeintlichte Experten Meinungen gehört habe. Das passiert mir nie wieder.
Max Müller
Max Müller 31.01.2022 12:34
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Trotzdem liegt der Autor des Artikels richtig. Der Nasdaq hat noch gut Potential nach unten. Aber nicht nur der Nasdaq sondern der ganze amerikanische Markt hat noch Potenzial nach Süden.
Flo Flo
Flo Flo 31.01.2022 12:34
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Haben Indizes nicht immer das Potenzial nach unten oder oben auszubrechen?
Odisho Zoumaia
Odisho Zoumaia 31.01.2022 12:34
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Wahsinn, so ein richtiger Mr. Dax wie der Müller nur negatives Prophezeien bis es mal annähernd rankommt. Die letzten Beiträge muss man sich nur mal anschauen, geht immer darum das irgendwas als nächstes abstürzt.... Kann ich nicht für voll nehmen den Mann
Trading Finance
Trading Finance 31.01.2022 12:34
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Man kann zu Herrn Kramer stehen, wie man will. Aber, ich kann mich an keinen Beitrag von ihm erinnern, an dem er Kauf- oder Verkaufsempfehlungen gegeben hat. Er bewertet und belegt die Marktsituation aus seiner Sicht. Sonst nichts. Die Entscheidung zum Kauf oder Verkauf von Wasauchimmer sollte jeder selbst treffen können und wurde niemals thematisiert. Eigenverantwortung sollte bei jedem Anleger an erster Stelle stehen.
Verbizky Alexsay
Verbizky Alexsay 31.01.2022 12:29
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Danke das war ein guter Typ
 
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