Im Vorfeld des 2. April und der sogenannten Gegenzölle der USA geraten die Anleger zunehmend in Panik. So verlor der S&P-500-Index am Freitag rund zwei Prozent. Insgesamt schlossen 410 Titel des Index im Minus. Gleichzeitig waren Staatsanleihen und Gold als sichere Häfen gefragt. Gold durchbrach erstmals die Marke von 3.100 US-Dollar. Die klassischen Crash-Airbags des Multi-Asset lösten somit aus. In Asien und Europa setzte sich die schwache Aktienentwicklung am Montag fort. Offen ist, ob die USA individuelle oder pauschale Zölle für alle Handelspartner einführen werden. Zuletzt hatte Trump Befürchtungen vor „Vergeltungszöllen“ gedämpft und noch am Sonntag betont, er wolle nachgiebig sein. Es heißt jedoch, dass er sein Team dazu drängt, mehr Länder mit höheren Zöllen zu belegen. Die Märkte preisen derzeit eine negative Überraschung ein, da es für die USA von Vorteil wäre, mit hohen Zöllen ins Rennen zu gehen, um Verhandlungsspielraum zu haben.
Analysten rechnen nun mit höheren Rezessionsrisiken und hoffen auf eine Rettung durch die Zentralbanken. So erhöht Goldman Sachs (NYSE:GS) seine Zinssenkungsprognose für die Fed von zwei auf drei Zinssenkungen in diesem Jahr, obwohl die Investmentbank ihre Prognose für die Kerninflationsrate PCE um 0,5 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent zum Jahresende anhebt.
Wenig Unterstützung ist dagegen von der US-Fiskalpolitik zu erwarten. Die These lautet, dass Finanzminister Scott Bessent in der US-Fiskalpolitik das macht, was einst US-Notenbankchef Paul Volcker in der Inflationsphase der 70er Jahre mit Leitzinsen von zeitweise 20 Prozent tat: ohne Rücksicht auf konjunkturelle Risiken auf die Bremse zu treten. Bessents Ziel ist es, die Staatsverschuldung durch eine Verschlankung des Staates zu reduzieren. Die dabei freigesetzten Staatsbediensteten sollen dann den privaten Unternehmen zur Verfügung stehen. Diese sollen durch Deregulierung und steuerliche Anreize zu Neueinstellungen angeregt werden. Während der Staat sich entschuldet, sollen die Unternehmen ihren Verschuldungsgrad erhöhen dürfen, indem z.B. die Auflagen für kleine und mittlere Banken bei der Kreditvergabe gelockert werden.
Die ostasiatischen Indizes verzeichneten am Montag teilweise massive Kursverluste. Konjunktur- und Inflationssorgen in Verbindung mit der Unsicherheit über die US-Strafzölle führten auch hier zu Verkäufen. In Tokio belastet der stärkere Yen, da der Dollar wegen der US-Konjunktursorgen unter Druck steht. Anleger flüchten in japanische Staatsanleihen. In Seoul verstärkt die Wiederzulassung von Leerverkäufen den Abwärtstrend. Hongkong zeigt sich nach den Rückschlägen der Vorwoche mit einem leichten Minus etwas robuster. Etwas Unterstützung kommt von chinesischen Konjunkturdaten.
Die am Freitag veröffentlichten US-Daten können nur als Stagflation bezeichnet werden. Nicht nur, dass der private Konsum schwächer als erwartet ausfiel, auch die Kerninflation kletterte auf 2,8 Prozent. Erschwerend kommt hinzu, dass die Verbraucherumfrage der Universität Michigan zeigt, dass die Inflationserwartungen für das nächste Jahr bei 5 % liegt
Die USA haben schon früher Stagflationen erlebt, so in den späten 1960er Jahre, als sich das BIP-Wachstum verlangsamte und die Inflation anstieg. Während die Inflationsrate 1966 unter zwei Prozent lag, näherte sie sich am Ende fünf Prozent. Und das Wachstum, das sich 1968 auf über fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr beschleunigt hatte, verlangsamte sich bis zum Ende des Jahrzehnts und ging sogar zurück. Dennoch stieg der S&P 500 in den drei Jahren von Anfang 1966 bis Ende 1968 um mehr als 10 Prozent. Für eine Wirtschaft, die Ende 1968 immer noch um fünf Prozent wuchs, klingt das nicht viel. Tatsächlich stagnierte sogar der S&P 500, wenn man die Kursbewegungen um die Inflation bereinigt, was immer noch besser war, als die volle Geldentwertung mit Cash zu erleben.
Der apx verlor zehn Punkte auf weiter neutrale - 16 Punkte. Schwache Aktienindizes und gestiegen Volatilität belasten.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
Analysten rechnen nun mit höheren Rezessionsrisiken und hoffen auf eine Rettung durch die Zentralbanken. So erhöht Goldman Sachs (NYSE:GS) seine Zinssenkungsprognose für die Fed von zwei auf drei Zinssenkungen in diesem Jahr, obwohl die Investmentbank ihre Prognose für die Kerninflationsrate PCE um 0,5 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent zum Jahresende anhebt.
Wenig Unterstützung ist dagegen von der US-Fiskalpolitik zu erwarten. Die These lautet, dass Finanzminister Scott Bessent in der US-Fiskalpolitik das macht, was einst US-Notenbankchef Paul Volcker in der Inflationsphase der 70er Jahre mit Leitzinsen von zeitweise 20 Prozent tat: ohne Rücksicht auf konjunkturelle Risiken auf die Bremse zu treten. Bessents Ziel ist es, die Staatsverschuldung durch eine Verschlankung des Staates zu reduzieren. Die dabei freigesetzten Staatsbediensteten sollen dann den privaten Unternehmen zur Verfügung stehen. Diese sollen durch Deregulierung und steuerliche Anreize zu Neueinstellungen angeregt werden. Während der Staat sich entschuldet, sollen die Unternehmen ihren Verschuldungsgrad erhöhen dürfen, indem z.B. die Auflagen für kleine und mittlere Banken bei der Kreditvergabe gelockert werden.
Die ostasiatischen Indizes verzeichneten am Montag teilweise massive Kursverluste. Konjunktur- und Inflationssorgen in Verbindung mit der Unsicherheit über die US-Strafzölle führten auch hier zu Verkäufen. In Tokio belastet der stärkere Yen, da der Dollar wegen der US-Konjunktursorgen unter Druck steht. Anleger flüchten in japanische Staatsanleihen. In Seoul verstärkt die Wiederzulassung von Leerverkäufen den Abwärtstrend. Hongkong zeigt sich nach den Rückschlägen der Vorwoche mit einem leichten Minus etwas robuster. Etwas Unterstützung kommt von chinesischen Konjunkturdaten.
Die am Freitag veröffentlichten US-Daten können nur als Stagflation bezeichnet werden. Nicht nur, dass der private Konsum schwächer als erwartet ausfiel, auch die Kerninflation kletterte auf 2,8 Prozent. Erschwerend kommt hinzu, dass die Verbraucherumfrage der Universität Michigan zeigt, dass die Inflationserwartungen für das nächste Jahr bei 5 % liegt
Die USA haben schon früher Stagflationen erlebt, so in den späten 1960er Jahre, als sich das BIP-Wachstum verlangsamte und die Inflation anstieg. Während die Inflationsrate 1966 unter zwei Prozent lag, näherte sie sich am Ende fünf Prozent. Und das Wachstum, das sich 1968 auf über fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr beschleunigt hatte, verlangsamte sich bis zum Ende des Jahrzehnts und ging sogar zurück. Dennoch stieg der S&P 500 in den drei Jahren von Anfang 1966 bis Ende 1968 um mehr als 10 Prozent. Für eine Wirtschaft, die Ende 1968 immer noch um fünf Prozent wuchs, klingt das nicht viel. Tatsächlich stagnierte sogar der S&P 500, wenn man die Kursbewegungen um die Inflation bereinigt, was immer noch besser war, als die volle Geldentwertung mit Cash zu erleben.
Der apx verlor zehn Punkte auf weiter neutrale - 16 Punkte. Schwache Aktienindizes und gestiegen Volatilität belasten.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).