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Inversion der US-Zinskurve: Ist Panik überhaupt angebracht?

Von Investing.com (Darrell Delamaide/Investing.com)Anleihen26.03.2019 08:02
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Inversion der US-Zinskurve: Ist Panik überhaupt angebracht?
Von Investing.com (Darrell Delamaide/Investing.com)   |  26.03.2019 08:02
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Die Investoren blieben am Montag nervös, aber der Hauch von Panik, der den Ausverkauf am Aktienmarkt vom Freitag angetrieben hatte, war vergangen. Aktien beendeten den Handel gemischt, obwohl die Inversion der Renditekurve zwischen den US-Staatsanleihen mit 3-Monaten und den mit 10-Jahren Restlaufzeit sich auf 5 Basispunkte ausgeweitet hatte.

UST 10-Y:3-M Invesrsion, 60 Minute Chart
UST 10-Y:3-M Invesrsion, 60 Minute Chart

Es war diese Inversion, die erste zwischen diesen beiden Punkten in der Zinsstrukturkurve seit 2007, die am Freitag den Ausverkauf losgetreten hatte. Inversionen liegen vor, wenn die kurzfristigen Zinssätze über die längerfristigen steigen und diese spezielle Inversion wird als der verlässlichste Indikator für das Kommen einer Rezession angesehen.

Verlässlich bedeutet hier, wenn sie eine Wartezeit von ein oder auch zwei Jahren bis zur Rezession als aussagekräftigen Indikator ansehen. Es braucht häufig mindestens so lang und es hat auch mehrmals falschen Alarm gegeben—kurze Inversionen, denen nicht auf absehbare Zeit eine Rezession folgte.

Außerdem gibt es eine Denkschule, der zufolge die außerordentlichen Stimuli der Federal Reserve und anderer Zentralbanken durch den Kauf von Anleihen im Wert von Billionen von Dollars die Zinskurve abgeflacht haben, was zeitweilige Inversionen wahrscheinlicher macht oder ein regelmäßiges Pendeln vor und zurück. Das war die Erklärung der früheren Fed-Chefin Janet Yellen, als sie darüber am Montag in Hongkong befragt wurde.

Sie suggerierte, dass der Markt eher eine Zinssenkung andeute, statt einer Rezession. Die Terminmärkte sagen schon jetzt, dass ein eine Zinssenkung bis Jahresende wahrscheinlicher wird, während niemand für die kommenden Monate mit einer Erhöhung rechnet. Auf der Konferenz in Hongkong sagte der Chef der Chicago Fed Charles Evans am Montag, dass er denke, es werde bis zur zweiten Jahreshälfte 2020 dauern, bevor die Notenbanker wieder eine Erhöhung der Zinssätze ins Auge fassen würden.

Wie Fed-Chef Jay Powell in der letzten Woche auch, bleibt Evans zuversichtlich über die Konjunktur, auch wenn die Fed ihre Wachstumsvorhersagen für dieses Jahr auf 2,1% gesenkt hat. Evans ist dabei mit einem erwarteten Wachstum von 1,75 bis 2% etwas weniger optimistisch als die Bank.

Die Renditen von Staatsanleihen brechen weltweit ein, als die Investoren sich über das Wachstum sorgen. Die Rendite der deutschen Bundesanleihen mit 10-jähriger Laufzeit rutschte am Freitag zum ersten Mal seit 2016 ins Negative, noch vor dem Fall der Rendite der US-10-jährigen. Die Rendite sank am Montag ebenfalls weiter ab.

Der größten Volkswirtschaft Europas bläst der Gegenwind wahrscheinlich eher stärker ins Gesicht als den USA und die Umfrage unter Einkaufsmanagern, die am Freitag herauskam, zeigte, dass das verarbeitende Gewerbe im März geschrumpft ist, den dritten Monat in Folge. Allerdings gab es am Montag dann den genau verfolgten Ifo-Index zum Geschäftsklima, der im März entgegen den Erwartungen auf 99,6 gestiegen ist, von einem korrigierten Wert von 98,7 im Februar, als er zum sechsten Mal in Folge gesunken war.

Die Nervosität über die Anleiherenditen überschattete zum Großteil eine Entwicklung, die eine gute Nachricht für die US-Konjunktur hätte sein müssen. Der US-Generalstaatsanwalt berichtete, dass die Untersuchung von Sonderermittler Robert Mueller keine Belege einer Zusammenarbeit zwischen Russland und Trumps Wahlorganisation in 2016 gefunden hat. Der Report wird die Kontroverse nicht beenden, aber er ist bestimmt ein wichtiger Sieg für den Präsidenten und seine Administration. Bestenfalls allerdings könnte die Nachricht weitere Kursverluste verhindert haben.

Unterdessen nimmt der Brexit seinen gewundenen Weg auf ein Ende, das man immer noch nicht vorhersagen kann. Es handelt sich um eine dieser Unbekannten, die den Investoren den Schlaf raubt und sie bei Auslösern wie der Inversion der Renditekurve am Freitag rasch reagieren lässt.

Die Hoffnung ist, dass die Renditekurve sich in den kommenden Tagen wieder in den Normalzustand bewegen wird. Viele Analysten glauben, dass die Inversion eine Weile Bestand haben muss, um wirklich eine Rezession vorherzusagen. Viele betrachten den Ausverkauf vom Freitag daher als Überreaktion, da es noch viele Chancen für Investoren in den kommenden Monaten geben wird, bevor die Rezession dann wirklich kommt, selbst wenn sich die Inversion tatsächlich als das Signal herausstellt.

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Kommentare (3)
Mishka Medwed
Mishka Medwed 26.03.2019 22:07
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Von welcher Blase ist hier die Rede?
Matthew Keller
Matthew Keller 26.03.2019 21:10
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massives Gelddrucken hält die Finanzmärkte seit 2008 noch am Leben. Die zarten Versuche einer Zinsanhebung seitens der FED sind seit Dezember 2018 Vergangenheit, nachdem die Aktienmärkte nach unten wevwackten. Was soll noch helfen, die nächste Rezession zu belästigen? der Leitzins in den USA iliegt knapp über 2%. Normalerweise senkt die FED die Zinsen um 4Prozentpunkte, um die Rezession zu bekämpfen. Mission Impossible!!! Die Megablase wird platzen.
Matthew Keller
Matthew Keller 26.03.2019 21:10
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massives Gelddrucken hält die Finanzmärkte seit 2008 noch am Leben. Die zarten Versuche einer Zinsanhebung seitens der FED sind seit Dezember 2018 Vergangenheit, nachdem die Aktienmärkte nach unten wevwackten. Was soll noch helfen, die nächste Rezession zu belästigen? der Leitzins in den USA iliegt knapp über 2%. Normalerweise senkt die FED die Zinsen um 4Prozentpunkte, um die Rezession zu bekämpfen. Mission Impossible!!! Die Megablase wird platzen.
 
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