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Goldpreis: Das passiert laut JP Morgan mit Gold & Silber bei einer Blauen Welle

Rohstoffe & Futures 14.10.2020 12:48
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von Robert Zach 

Investing.com - Die Unsicherheit vor der Wahl hat offenbar eingesetzt. Weder die Devisen- noch die Edelmetallmärkte finden derzeit eine klare Richtung. Einzig und allein die Wall Street setzt auf einen durchschlagenden Erfolg der Demokraten bei den Präsidentschaftswahlen und damit einhergehenden größeren fiskalpolitischen Stützungsmaßnahmen. Dem Goldpreis hat das Hin und Her bezüglich der Stimulus-Verhandlungen in Washington in den letzten Wochen einen Verlust von mehr als 3 Prozent oder 111,90 Dollar eingebrockt. Seit Ende September erholte sich die Unze Gold zwar wieder. Aber gestern setzten erneut starke Verkäufe ein, weshalb die Nachhaltigkeit der jüngst eingeleiteten Erholung fraglich erscheint. 

J.P. Morgan schreibt in einer aktuellen Studie, dass eine 'Blaue Welle' bei den anstehenden US-Wahlen am 3. November den Goldpreis kurzfristig um 2 bis 5 Prozent nach oben bringen könnte. Gleichzeitig glauben die zuständigen Analysten in ihrer Ausarbeitung aber nicht, dass das gelbe Metall seine Gewinne lange halten kann. Vielmehr prognostizieren sie im kommenden Jahr Verluste für die Unze Gold, die bislang in diesem Jahr wegen fallender realen Zinsen und der breit angelegten Dollar-Schwäche um mehr als 22 Prozent gestiegen ist.

Warum die Experten von J.P. Morgan das glauben, führen wir nachfolgend näher aus.

Eine 'Blaue Welle' und ihre Auswirkungen auf die Goldpreise

Historisch betrachtet zeigen sich laut den Analysten der US-Großbank trotz signifikanter Unterschiede zwischen den beiden letzten US-Regierungen, sowohl was den Stil als auch was die politischen Ziele von Barack Obama und Donald Trump betrifft, kaum wesentliche Performanceunterschiede bei den Rohstoffen, einschließlich der Basismetalle und des Goldes, da auf lange Sicht wohl strukturelle fundamentale Faktoren wichtiger sind als die politische Agenda. Nichtsdestotrotz könnte eine Änderung der politischen Agenda aufgrund des möglichen Regierungswechsels, der den derzeitigen Stillstand in Washington behebt, kurzfristig spürbare Auswirkungen auf die Preise haben.

Für Gold könne eine 'Blaue Welle' (die Farbe der Demokraten ist blau), der den Demokraten sowohl die Mehrheit im Senat als auch im Repräsentantenhaus beschert, zu einem anfänglichen Preisanstieg von 2 bis 5 Prozent führen, so J.P. Morgan. Der Grund: die Renditen würden womöglich ruckartig sinken und der US-Dollar abwerten. Dies stünde zwar im Gegensatz zu den von den Analysten mittelfristig bärischen Preisprognosen für Gold, aber "wir sind der Meinung, dass sich die anfängliche Rallye-Bewegung als kurzlebig erweisen könnte, denn eine demokratische Welle im November dürfte auch den Weg für einen massiven fiskalischen Impuls freimachen, der die kurzfristigen Wachstumsaussichten verbessern und zu höheren Renditen führen würde".

Die Zinsstrategen der US-amerikanischen Investmentbank sind der Überzeugung, dass jede unmittelbare Risk-Off-Reaktion auf einen "Sweep" der Demokraten zu niedrigeren Treasury-Renditen (NASDAQ:TLT), einer flacheren Zinsstrukturkurve und einer Absenkung der Breakeven-Inflationsraten führen würde. "Eine ähnliche Entwicklung der realen Renditen (NYSE:TIP) wie im Jahr 2016, jedoch in entgegengesetzter Richtung, bedeutet auf der Grundlage unseres realrenditebasierten Fair-Value-Modells für den Goldpreis bei den heutigen Preisen einen Wertzuwachs von etwa 5 Prozent", heißt es in der Studie. Darüber hinaus rechnen die hauseigenen Devisenstrategen im Rahmen eines durchschlagenden Erfolgs der Demokraten bei den Wahlen mit einer Dollar-Schwäche von rund 2,0 Prozent. Hintergrund seien die wahrscheinlichen Auswirkungen fiskalischer, regulatorischer und handelspolitischer Neuerungen. "Das Beta von Gold zum USD lag in den letzten fünf Jahren bei etwa -1,1, was eine Gold-Aufwertung von fast 2 Prozent allein aufgrund der USD-Bewegungen bedeuten würde".

Allerdings könnten die dann gestiegenen Erwartungen an einen massiven Stimulus den anfänglichen Rückgang der Renditen und Inflationserwartungen umkehren und den kurzfristigen Anstieg des Goldpreises negieren; die Covid-Infektion von Trump in der vergangenen Woche habe hier einige Erkenntnisse geliefert, schrieben die Analysten. So seien die Chancen für eine Wiederwahl Trumps Ende September deutlich zurückgegangen, woraufhin die nominalen Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen um 12 Basispunkte gestiegen und die Realzinsen für 10-jährige US-Staatsanleihen ebenfalls um 8 Basispunkte zugelegt haben. Der Goldpreis legte am Freitag stark zu, nachdem er im Betrachtungszeitraum weitgehend unverändert geblieben war. J.P. Morgan erwartet jedoch nicht, dass dieses inverse Verhalten des Goldpreises von Dauer sein wird. 

"Letztendlich besteht für unsere mittelfristig bärische Goldpreis-Prognose durch eine 'Blaue Welle' zwar kurzfristig ein Aufwärtsrisikio, aber wir gehen davon aus, dass die Politik der Fed und die Inflationserwartungen (NYSE:RINF) für die langfristigen Renditen von größerer Bedeutung sein werden, was bedeutet, dass wir uns mit unserer langfristig abwärtsgerichteten Preiserwartung nach wie vor komfortabel fühlen, insbesondere dann, wenn sich der Markt zunehmend auf die Konjunkturmaßnahmen konzentriert", erklärten die für die Studie zuständigen Protagonisten. 

Im Falle eines umstrittenen Wahlausgangs, wo Trump zum Beispiel das Wahlergebnis anfechtet, dürfte sich der Goldpreis zwischen 2 bis 5 Prozent verteuern, so J.P. Morgan.

Falls alles so weiter geht wie gehabt und Trump die Wahlen gewinnen, so würden dem Goldpreis wegen einer möglichen Dollar-Stärke Verluste im Umfang von bis zu 5 Prozent drohen.

Die Analysten von J.P. Morgan erwarten, dass der Goldpreis im zweiten Quartal 2021 bei durchschnittlich 1.790 Dollar je Feinunze handeln und sich dann im Schlussquartal auf bis zu 1.650 Dollar abschwächen wird. 

Silber orientiert sich primär am Goldpreis

Bei den anderen Edelmetallen sei zu erwarten, dass sich Silber hinsichtlich der Richtungsbestimmung immer noch primär am Goldpreis orientieren werde. Allerdings könnte das Industriemetall - vor allem im Falle einer angefochtenen Wahl - gegenüber Gold hinterherhinken, da die Anleger anfangs womöglich eher in reine sichere Häfen wie Gold flüchten würden. "Beispielsweise konnten wir am Freitag infolge der Diagnose von Trump keinen deutlich überdimensionierten Anstieg des Silberpreises beobachten, obwohl Silber dem anfänglich höheren Goldpreis weitgehend folgte", sagte J.P. Morgan. Die wesentlich interessantere Dynamik für Silber bei einer 'Blauen Welle' würde wahrscheinlich erst im Jahr 2021 einsetzen, wenn signifikante, auf saubere Energie ausgerichtete Stimulusausgaben beschlossen werden. "Wie wir jedoch in unserem letzten Precious Metals Quarterly dargelegt haben, halten wir es für möglich, dass die durch den Ausbau von Photovoltaikanlagen angekurbelte Nachfrage für Solarzellen Silber nur in moderatem Maße von umfassenderen Verlusten bei Edelmetallen isolieren würde", schließlich dürften sowohl der US-Dollar als auch die Renditen weiterhin die primären Preiskatalysator für die Edelmetalle bleiben.

Die Erwartung an weitere Stützungsmaßnahmen spiele auch eine entscheidende Rolle bei den Preisen für Platinmetalle. Während vor allem Platin und Palladium anfänglich durch ein Risk-Off-Umfeld nach unten getrieben werden könnten, dürften die Erwartungen für eine anhaltende Erholung des Automarktes infolge der Stimulierungsmaßnahmen zunehmen. "Wie wir kürzlich geschrieben haben, gewinnt die weltweite Autoproduktion weiterhin an Aufwärtsdynamik, die durch zusätzliche fiskalische Unterstützung weiter unterstützt wird. In Verbindung mit den immer noch problematischen Produktionsniveaus in Südafrika könnte dies unsere kurzfristigen bullischen Preisaussichten auf Platinmetalle nur noch verstärken", erklärten die Experten. 

Basismetalle würden von Sieg der Demokraten profitieren

Bei den Basismetallen wie Aluminium, Kupfer, Nickel und Zink dürfte eine 'Blaue Welle' wahrscheinlich zu einer im Vergleich zu Gold gegenläufigen Preisbewegung führen. Allerdings dürfte jede anfängliche reflexartige Abwärtsbewegung schnell durch erhöhte Erwartungen an infrastrukturorientierte, metall-intensive Stützungsmaßnahmen umgekehrt werden. "Daher halten wir eine Rallye in der Größenordnung von 5-7 Prozent für möglich, wenn sich der Schwerpunkt auf die Infrastrukturausgaben in den USA verlagert, wobei Kupfer den Rest des Sektors outperformen dürfte".

J.P. Morgan sieht den Kupferpreis im zweiten Quartal 2021 in der Spitze auf 7.000 Dollar je Tonne steigen, bevor es im Schlussquartal 2021 auf durchschnittlich 6.000 Dollar je Tonne zurückgehen könnte. Für Aluminium steht im gleichen Betrachtungszeitraum ein Preisziel von 1.850 Dollar je Tonne (Q2 21) und 1.730 Dollar je Tonne (Q4 21) im Raum.

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Kommentare (4)
de Marc
de Marc 14.10.2020 23:21
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Interessanter als das, was die Analysten von JPM schreiben ist was deren Kollegen vom Eigenhandel machen die beiden Abteilungen agieren nicht immer kongruent, gerade bzgl. Gold.
Nils Doennewald
Nils Doennewald 14.10.2020 22:25
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JP Morgan....die erstmal ne fette Strafe zahlen mussten wegen Manipulation...die sind unsere Kristallkugel!
Chris Diss
Chris Diss 14.10.2020 14:04
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So viele Widersprüche innerhalb einer Argumentationskette habe ich noch nie gesehen. Gut, dass ich nicht abhängig bin von der Bias zweifelhafter Banken.
Lars Tragerl
Lars Tragerl 14.10.2020 13:34
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könnte könnte könnte..... blabla Blub
 
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