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EZB-Direktorin: Zu frühe Zinserhöhung könnte Aufschwung abwürgen

Wirtschaft14.01.2022 21:15
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© Reuters.

FRANKFURT (dpa-AFX) - EZB-Direktorin Isabel Schnabel hat die Geldpolitik der Notenbank verteidigt und vor schnellen Zinserhöhungen gewarnt. In den Prognosen sinke die Inflation mittelfristig sogar unter das EZB-Ziel von zwei Prozent, sagte die deutsche Volkswirtin der "Süddeutschen Zeitung" (Samstag). "Darum dürfen wir die Zinsen nicht zu früh erhöhen. Denn das könnte dazu führen, dass der Aufschwung abgewürgt wird." Die Währungshüter würden aber schnell und entschlossen reagieren, wenn sie zum Schluss kämen, dass sich die Inflation doch oberhalb der zwei Prozent festsetzen könnte.

Schnabel räumte ein, dass die Teuerungsrate höher ist als ursprünglich erwartet. Die EZB habe großes Verständnis dafür, dass viele Bürger besorgt seien, weil die inflationsbereinigten Löhne und Zinserträge gefallen seien. Allerdings argumentierte die Notenbankerin, dass die Inflation über einen längeren Zeitraum nicht so stark gestiegen ist: "Vergleicht man die Preise heute mit denen vor zwei Jahren, so betrug die jährliche Inflation in Deutschland im Dezember lediglich 2,5 Prozent. Denn im ersten Jahr der Pandemie sind die Preise sogar gefallen." Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die deutschen Verbraucherpreise im Dezember um 5,3 Prozent. Damit erreichte die Teuerungsrate den höchsten Stand seit Juni 1992. Eine höhere Inflation schwächt die Kaufkraft von Verbrauchern, weil sie sich für einen Euro weniger kaufen können als zuvor. Kritiker werfen der EZB vor, mit ihrer ultralockeren Geldpolitik die Teuerung anzuheizen, die sie eigentlich im Zaum halten will.

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Kommentare (3)
Veit Leistner
Veit Leistner 15.01.2022 6:52
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Hier wird überhaupt nichts untersagt. Die haben alle Narrenfreiheit wie auch bei BigPharma. Ob die Inflation 2020 sank ? ist ein rein statisischer Trick. Der Warenkorb wurde schon zigmal angepasst u. vertuscht die wahre Teuerungsrate. Zudem gab es in 2020 Sondereffekte. Die ziehen ihre wahnwizige Agenda weiter durch. Wir die BRD zahlen das. Am Ende stehen die Vereinigten Staaten von Europa mit einer Einheitswährung EUR. Und alle Mitgliedsstaaten sind aneinander gekettet. Die Briten haben alles richtig gemacht.
Jo Volker
Jo Volker 14.01.2022 22:24
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Aha...Isabel Schnabel hat zufällig ein prächtiges Aktiendepot? Was hat sie denn da für Aktien? Ist es moralisch noch vertretbar, dass EZB-Funktionäre, die über Geldvermehrung und -verknappung entscheiden, zugleich mit Finanzpapieren handeln dürfen? Sollte das rechtlich langsam nicht untersagt werden? Interessenkonflikt?- oder gilt dieses Wort nur für den kleinen Mann? Was hat denn Madame Lagarde im Depot? Immobilienfonds oder was? Transparenz oder so was?
Daniel Naumann
Daniel Naumann 14.01.2022 22:15
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Ja und dann ist es halt so erstmal. Lieber früher agieren als wenn es zu spät ist.
 
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