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Wirtschaftskalender: Fünf Dinge, die für Anleger diese Woche wichtig werden

Wirtschaft25.10.2021 07:58
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© Reuters

von Noreen Burke

Investing.com -- In dieser Woche stehen zahlreiche Quartalsberichte von Tech-Giganten auf der Agenda, darunter Amazon (NASDAQ:AMZN) und Apple (NASDAQ:AAPL). Mehrere zentrale Wirtschaftsberichte rücken ebenfalls in den Fokus, unter anderem ein erster Blick auf das US-BIP für das dritte Quartal am Donnerstag. Die Europäische Zentralbank hält inmitten des anhaltenden Inflationsdrucks ihre Sitzung ab. Evergrande hat sich eine weitere Woche Zeit verschafft, um seine Schuldenkrise in den Griff zu bekommen, die einen Schatten auf die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wirft, und die Achterbahnfahrt des Bitcoin geht weiter. Hier ist alles, was Sie wissen müssen, um gut informiert in die neue Handelswoche zu starten.

1. FAANG-Quartalszahlen

Vier der fünf FAANG-Unternehmen werden im Laufe der Woche ihre Quartalszahlen vorlegen – Facebook (NASDAQ:FB) ist gleich am Montag an der Reihe, gefolgt von Googles Mutter Alphabet (NASDAQ:GOOGL) am Dienstag, während Apple und Amazon dann am Donnerstag einen Einblick in ihre Bilanzen gewähren werden.

Das Wachstum und die hohe Gewichtung der FAANGs im S&P 500 haben ihnen einen außerordentlichen Einfluss auf den breiter gefassten Aktienmarkt verschafft und die Märkte seit über einem Jahrzehnt in die Höhe getrieben.

Starke Geschäftsergebnisse sollten den Technologieaktien einen weiteren Schub geben und ihren Vorsprung vor den Value-Aktien ausbauen. Aufgrund der starken wirtschaftlichen Erholung und der steigenden Rohstoffpreise auf der einen Seite und der höheren Anleiherenditen und Inflationszahlen auf der anderen Seite sind die Aktienanleger noch unschlüssig in Bezug auf die künftige Entwicklung der Märkte.

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2. US-BIP

Die für Donnerstag anstehenden Daten werden voraussichtlich das Ausmaß des Gegenwinds zeigen, der die US-Wirtschaft im dritten Quartal gebremst hat. Ökonomen prognostizieren, dass sich das BIP-Wachstum von 6,7 % in den vorangegangenen drei Monaten auf 2,8 % verlangsamt hat.

Die Auswirkungen der Delta-Variante trugen zusammen mit steigenden Preisen, Engpässen in den Lieferketten und Arbeitskräftemangel zu der Wachstumsschwäche bei, aber diese Belastungen sollten sich im vierten Quartal auflösen.

Andere wichtige US-Konjunkturberichte in dieser Woche sind die Auftragseingänge für langlebigen Güter am Mittwoch, die Erstanträge auf Arbeitslosengeld am Donnerstag und die privaten Einkommen und Ausgaben am Freitag. Die Daten vom Freitag beinhalten auch den PCE-Kernpreisindex, der das bevorzugte Inflationsmaß der Federal Reserve ist.

Angesichts der bevorstehenden November-Sitzung der Fed in der darauffolgenden Woche, auf der die US-Notenbank voraussichtlich Pläne zur Reduzierung ihrer Wertpapierkäufe bekannt geben wird, was ein wichtiger erster Schritt in Richtung möglicher Zinserhöhungen wäre, dürften die in dieser Woche anstehenden Wirtschaftsdaten mit großer Aufmerksamkeit verfolgt werden.

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3. EZB-Sitzung

Die nächste geldpolitische Sitzung der EZB findet am Donnerstag statt. Die Notenbanker sind sich uneinig darüber, wie lange der Inflationsanstieg in der Eurozone anhalten wird, was entscheidend für die Frage ist, ob die Bank ihre Geldpolitik anpassen sollte.

Auf ihrer letzten Sitzung im September vertagten die EZB-Mitglieder eine Entscheidung über die Fortsetzung der Anleihekäufe auf Dezember. Seitdem ist die Inflation im Euroraum jedoch aufgrund von Lieferengpässen und steigenden Energiepreisen auf ein 13-Jahres-Hoch gestiegen.

Die Fed wird wahrscheinlich bereits im November mit der Drosselung beginnen, und die Bank of England hat angedeutet, dass in Kürze Zinserhöhungen kommen. Die Frage ist also, wird sich die EZB dem Trend anschließen?

Die Pressekonferenz nach der geldpolitischen Sitzung am Donnerstag mit EZB-Chefin Christine Lagarde wird den Anlegern wahrscheinlich Hinweise geben, wie die Entscheidung im Dezember ausfallen wird.

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4. Gnadenfrist für Evergrande

Reuters berichtete am Sonntag, dass China Evergrande (HK:3333) die Arbeit an mehr als 10 Projekten in sechs Städten, darunter Shenzhen, wieder aufgenommen habe.

Der Bericht erschien, nachdem das Unternehmen letzte Woche anscheinend einen Zahlungsausfall abwenden wollte, als es in letzter Minute doch noch eine Kuponzahlung auf fällige Dollar-Anleihen leistete, aber es gab immer noch keine Informationen über Fortschritte hin zu einer umfassenden Restrukturierung des massiven Schuldenbergs des Unternehmens.

Chinas zweitgrößter Immobilienentwickler steckt in einer Schuldenkrise und hat Verbindlichkeiten in Höhe von über 300 Milliarden Dollar angehäuft.

Die Krise bei Evergrande hat sich auf den gesamten chinesischen Immobiliensektor ausgeweitet, auf den nach Schätzungen von Wirtschaftsexperten etwa 30 % der Wirtschaftsleistung entfallen, was wiederum eine ganze Reihe von Zahlungsausfällen, Herabstufungen der Bonitätsbewertung und fallende Kurse von Unternehmensanleihen zur Folge hatte.

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5. Bitcoin-Volatilität

Bitcoin erreichte am Mittwoch ein Allzeithoch von 67.016 USD und stieg damit über den Rekord vom April, angetrieben durch Wetten, dass der erste börsengehandelte US-Bitcoin-Futures-ETF mehr Geld den Weg in digitale Vermögenswerte ebnen wird.

Der ETF investiert in Bitcoin-Futures und nicht direkt in den Bitcoin.

Der neue Höchststand kam, nachdem die größte digitale Währung der Welt in den letzten Monaten mit Problemen zu kämpfen hatte und kurzzeitig unter 30.000 USD gefallen war, als China sein Vorgehen gegen digitale Währungen verschärfte.

Bitcoin-Fans glauben, dass ETFs die BTC-Preise weiter hochtreiben werden. Andere preisen die digitale Währung als Inflationsschutz an und sagen, dass dies ein wichtiger Faktor für ihre Rallye ist, aber Skeptiker halten sie eher für ein Symptom.

Wie dem auch sei, Volatilität dürfte bei Bitcoin weiter die einzige Konstante sein.

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